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07. Mai 2026

HSZG zeigt starke Präsenz bei ACC-Konferenz

Grenzenlos erfolgreich: HSZG-Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler überzeugen international bei ACC-Konferenz – 2. Platz für Maria Zimmermann.

Sechs Teilnehmende seitens der Hochschule, vielfältige Forschungsprojekte und ein herausragender Erfolg: Bei der 19. International Conference of Young Scientists des Academic Coordination Centre (ACC) in Jelenia Góra zeigte die Hochschule Zittau/Görlitz erneut ihre starke internationale Präsenz.

Auch in diesem Jahr war die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) Teil der International Conference of Young Scientists des Academic Coordination Centre (ACC) in Jelenia Góra, Polen. Die inzwischen 19. Ausgabe der Konferenz brachte am 23. April 2026 erneut engagierte Studierende und Promovierende aus der Drei-Länder-Region zusammen.

Bühne für Ideen, Forschung und internationale Perspektiven

Die Konferenz ist weit mehr als ein klassisches Fachtreffen: Sie bietet jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine echte Bühne. Studierende aus Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengängen präsentierten ihre eigenen Forschungsprojekte sowie Aktivitäten wissenschaftlicher Gruppen – sei es in Vorträgen oder Posterformaten.

Für viele Teilnehmende ist dies der erste Schritt in die internationale Wissenschaftswelt. Der Austausch über Fachgrenzen hinweg, neue Perspektiven und direkte Kontakte zu Hochschulen aus Deutschland, Polen und Tschechien machen die Veranstaltung zu einem wichtigen Impulsgeber für die eigene akademische Entwicklung.

Gerade für unsere Studierenden sind solche internationalen Formate von unschätzbarem Wert. Sie ermöglichen es, eigene Forschung sichtbar zu machen, sich auszuprobieren und über Ländergrenzen hinweg neue Perspektiven zu gewinnen. Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Engagement und Qualität unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler diese Chance nutzen.

Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil, Prorektorin für Forschung, Transfer und Internationalisierung

Sechs HSZG-Teilnehmende zeigen starke Präsenz

Mit sechs Teilnehmenden war die HSZG auch 2026 wieder sichtbar vertreten. Sie nutzten die Gelegenheit, ihre Forschung einem internationalen Publikum vorzustellen und Feedback zu erhalten. 

Die Beiträge der HSZG-Studierenden zeigten eindrucksvoll die thematische Breite der Forschung an der Hochschule – von gesellschaftlichen Fragestellungen über theoretische Analysen bis hin zu KI-Anwendungen:

So untersuchte Maria Zimmermann (Absolventin des Masterstudiengangs Management Sozialen Wandels) in ihrer Masterarbeit, wie stark sich Jugendliche in der deutsch-polnisch-tschechischen Grenzregion mit ihrer Heimat identifizieren und warum viele die Region dennoch verlassen. Ihre Ergebnisse machen deutlich, dass neben strukturellen Herausforderungen vor allem fehlende Zukunftsperspektiven eine Rolle spielen – und dass mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie grenzüberschreitende Angebote junge Menschen zum Bleiben oder Zurückkehren motivieren können.

Annemarie Grünert (Masterstudiengang Management Sozialen Wandels) widmete sich der Frage nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie – aus einer bislang wenig betrachteten Perspektive: der von Männern in Führungspositionen. Ihre Untersuchung zeigt, dass traditionelle Rollenbilder weiterhin stark wirken und Väter meist primär als Ernährer gesehen werden, während Sorgearbeit überwiegend bei Frauen verbleibt.

Mit einer grundlegenden theoretischen Fragestellung setzte sich Uwe Jaschke (Masterstudiengang Management Sozialen Wandels) auseinander: Was bedeutet es eigentlich, wenn von einem „gesellschaftlichen Kollaps“ gesprochen wird? Sein Beitrag plädierte für einen präziseren, systemtheoretisch fundierten Begriff und zeigte, dass es sich häufig eher um Transformationsprozesse als um tatsächliche Zusammenbrüche handelt.

Einen technischen Schwerpunkt setzte Vincent Montag (Masterstudiengang Informatik), der in einem Forschungsprojekt untersuchte, wie zuverlässig KI-Modelle natürliche Sprache in Datenbankabfragen übersetzen können. Seine Ergebnisse zeigen, dass Systeme, die aus realem Feedback lernen, deutlich präziser arbeiten als solche, die ausschließlich auf statische Regeln setzen.

Ergänzt wurden die Vorträge durch Posterbeiträge von Franz Fregin (Dipl.-Soz., Promotionsstipendiat F-S) und Cemil Ceylan (Bachelorstudiengang Wirtschaft und Informatik Management). Franz Fregin setzte sich mit regionalen Netzwerken zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Infrastruktur in Sachsen auseinander und beleuchtete dabei zentrale Akteure, Ressourcen und Rahmenbedingungen. Cemil Ceylan präsentierte einen innovativen Ansatz zur Analyse von IT-Sicherheitsanforderungen und zeigte, wie sich durch KI-gestützte Methoden komplexe Standards verständlich und vergleichbar machen lassen.

Gerade für junge Menschen eröffnet die Konferenz wertvolle Chancen: eigene Ideen sichtbar machen, Selbstvertrauen gewinnen und Teil eines internationalen Netzwerks werden.

HSZG auch in der Jury vertreten

Die Hochschule Zittau/Görlitz war nicht nur mit eigenen Forschungsbeiträgen präsent, sondern gestaltete die Konferenz auch aktiv mit: Prof. Dr. Sophia Keil und Inna Hauf waren Teil der internationalen Jury. In dieser verantwortungsvollen Rolle bewerteten sie die Beiträge der Teilnehmenden, begleiteten die Diskussionen und brachten ihre fachliche Expertise in die Auswahl der besten Arbeiten ein.

Damit unterstreicht die HSZG ihre doppelte Rolle bei der Konferenz – als Impulsgeber für Nachwuchsforschung und zugleich als aktiver Mitgestalter eines internationalen wissenschaftlichen Qualitätsdialogs.

Auch in diesem Jahr ein großer Erfolg für die HSZG

Nachdem bereits im vergangenen Jahr eine HSZG-Studentin ausgezeichnet wurde, knüpft die Hochschule auch 2026 an diesen Erfolg an:

Maria Zimmermann überzeugte die Jury mit ihrer qualitativen Forschung im Rahmen ihrer Masterarbeit und erreichte unter 24 Teilnehmenden den 2. Platz. Besonders bemerkenswert: Sie setzte sich dabei nicht nur gegen Studierende, sondern auch gegen Promovierende durch. „Ich freue mich sehr, dass die Relevanz meines Themas durch den zweiten Platz bei der ACC-Konferenz gewürdigt wurde. Besonders spannend finde ich die Frage, wie sich die Region in den kommenden Jahren weiterentwickelt – und welche Rolle junge Menschen selbst dabei spielen, Perspektiven in der Dreiländerregion aktiv mitzugestalten”, so die Absolventin des Masterstudiengangs Management Sozialen Wandels.

Prorektorin Sophia Keil gratulierte Maria Zimmermann herzlich zu diesem herausragenden Erfolg: „Der zweite Platz bei der internationalen ACC-Konferenz ist eine besondere Auszeichnung und würdigt sowohl die hohe wissenschaftliche Qualität ihrer Arbeit als auch ihr persönliches Engagement. Mein besonderer Dank gilt auch ihrem Betreuer, Prof. Dr. Raj Kollmorgen, der diesen wissenschaftlichen Weg mit großer fachlicher Expertise begleitet hat. Es ist mir eine große Freude, engagierte und talentierte Studierende auf ihrem akademischen Weg begleiten zu dürfen.“ 

Auch Prof. Dr. phil. habil. Raj Kollmorgen von der Fakultät Sozialwissenschaften würdigt die Absolventin:  „Die Auszeichnung zeigt, wie relevant und zugleich wissenschaftlich fundiert sich junge Forschung mit den Herausforderungen unserer Region auseinandersetzt. Frau Zimmermanns Arbeit greift ein zentrales Zukunftsthema auf und verbindet analytische Tiefe mit gesellschaftlicher Relevanz – das ist genau der Anspruch, den wir an gute sozialwissenschaftliche Forschung stellen.“

Dieser wiederholte Erfolg zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in den Studierenden der HSZG steckt – und wie praxisnah sowie forschungsstark die Ausbildung an der Hochschule ist.

ACC: Zusammenarbeit, die Grenzen überwindet

Das Academic Coordination Centre (ACC) steht seit vielen Jahren für gelebte internationale Zusammenarbeit in der Euroregion Neisse. Die Konferenz ist ein Beispiel dafür, wie wissenschaftlicher Austausch Grenzen überwindet und junge Menschen dazu ermutigt, ihre Ideen in einem internationalen Kontext weiterzuentwickeln.

Was steckt hinter dem Akademischen Koordinierungszentrum - ACC?

Das Akademische Koordinierungszentrum (Academic Coordination Centre – ACC) wurde 1991 in der Euroregion Neiße gegründet. Das Ziel: Die Hochschulausbildung sowie die Wissenschafts- und Forschungstätigkeit der Hochschullehrerinnen und -lehrer und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen, die im tschechisch- deutsch-polnischen Grenzgebiet liegen, zu koordinieren. 

Partnerhochschulen des ACC sind (jeweils in Landessprache) die Techniká Univerzita v Liberci, die Hochschule Zittau/Görlitz, das Internationale Hochschulinstitut Zittau, die Uniwersytet Ekonomiczny we Wrocławiu (Standort Jelenia Góra), die Karkonoska Akademia Nauk Stosowanych w Jeleniej Górze, die Politechnika Wrocławska (Standort Jelenia Góra) und die Duale Hochschule Sachsen.

Foto: Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil
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