Hochschulentwicklung 2030+

Die HSZG erneuert sich von innen heraus – mit Leidenschaft, Verantwortung und dem Ziel, einen noch attraktiveren, offenen und zukunftsorientierten Lernort zu schaffen.

Unsere Hochschule im Wandel – Hochschulentwicklung 2030+

Die Hochschule Zittau/Görlitz gestaltet seit 2020 einen umfassenden Veränderungsprozess, der die Zukunftsfähigkeit, Qualität und Attraktivität unseres Studien- und Forschungsstandorts langfristig sichern soll. Mit den Beschlüssen des Senats im Oktober 2025 sind zentrale Weichen gestellt: Wir modernisieren unsere Strukturen, schärfen unsere Profile und schaffen die Grundlagen für mehr Internationalität, Digitalisierung und Wachstum.

Wir gestalten diesen Wandel gemeinsam, transparent, dialogorientiert und im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Region. Veränderung erfordert Vertrauen – und Vertrauen erfordert Dialog.

Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch

Warum dieser Wandel notwendig ist

Die Anforderungen an eine moderne Hochschule verändern sich rasant. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten:

  • eine nachhaltige Ausbildung akademischer Fachkräfte,
  • starke, drittmittelgetriebene Forschung,
  • sichtbaren gesellschaftlichen Impact (Dritte Mission),
  • klare Strukturen, effiziente Prozesse und moderne digitale Services.

Die Meilensteine unserer Hochschulentwicklung 2030+

seit 2020 – University4Future
  • Start des groß angelegten Beteiligungsprozesses
  • über 1.000 Perspektiven aus Region und Hochschule werden zusammengeführt
  • Senatskommission entwickelt Hochschulentwicklungskozept 2030+ (Vision/Mission/Ziele/Strategie)
2023–2025 – Analyse & Vorbereitung
  • SWOT-Analysen
  • externe Evaluationen
  • Rektoratskommission arbeitet an der Umsetzungsplanung des Change Prozesses von Studienangebot bis Organisationsstruktur
Oktober 2025 – Grundsatzbeschlüsse des Senats
  • Beschluss: neue Fakultätsstruktur
  • Beschluss: neue Zentralen Einrichtungen
  • Beschluss: Einführung 6+4-Modell
2026 – Übergang & Aufbau
  • Start  der Umsetzung des "University for Future" Prozesses in Forschung, Lehre und Verwaltung
  • Gründung Digitales Servicezentrum (01.09.2026)
  • Anpassung Grundordnung
2027 – Umsetzung
  • Start der neuen Fakultätsstrukturen (01.09.2027)
  • Start des NICE (Neisse Talent & Innovation Hub)
  • Einführung der neuen Studienstrukturen (WS 2027/28)

Die wichtigsten Veränderungen auf einen Blick

Neue Fakultätsstruktur ab 01.09.2027: Drei starke Fakultäten

Die Fakultäten 

  • Elektrotechnik und Informatik,
  • Management- und Kulturwissenschaften,
  • Maschinenwesen,
  • Natur- und Umweltwissenschaften,
  • Sozialwissenschaften sowie
  • Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen 

bilden seit vielen Jahren das akademische Fundament der Hochschule. 

In unserem aktuellen Veränderungsprozess bündeln wir diese Vielfalt nun zu drei starken, klar profilierten Fakultäten: 

  • Ingenieur- und Naturwissenschaften
  • Management- und Wirtschaftswissenschaften
  • Sozial- und Gesundheitswissenschaften

Durch diese Neustrukturierung wächst zusammen, was thematisch, organisatorisch und strategisch bereits eng miteinander verbunden ist. Die neue Fakultätslandschaft erleichtert interdisziplinäre Zusammenarbeit, schafft spürbar weniger bürokratische Reibungspunkte und eröffnet zugleich wertvolle Freiräume, in denen Lehre, Forschung und Transfer noch gezielter wachsen und wirken können.

Neues Studienmodell: Einführung des internationalen 6+4-Modells

Das Modell umfasst:

  • 6 Semester Bachelor
  • 4 Semester Master

Das neue Studienmodell eröffnet unseren Studierenden deutlich mehr Möglichkeiten: Es sorgt für spürbar kürzere Studienzeiten, bietet ihnen zugleich eine höhere Flexibilität in der Gestaltung ihres Bildungswegs und stärkt die internationale Vergleichbarkeit ihrer Abschlüsse. Gleichzeitig verbessert es die Attraktivität der dualen Studienformen, indem es bessere Übergänge, klarere Strukturen und modernere Rahmenbedingungen schafft.

Der Abschluss Diplom-Ingenieur (FH) bleibt im KIA-Studium bestehen – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der HSZG.

Weiterentwicklung des Studienangebots

Die Hochschule richtet ihr Studienangebot konsequent neu aus, um Studierenden ein modernes, anschlussfähiges und zukunftsorientiertes Lernen zu ermöglichen. Durch die Bildung klarer Cluster und ein gemeinsames Grundstudium in den jeweiligen Schwerpunkten entsteht eine Struktur, die den Austausch stärkt und fächerübergreifende Lernerfahrungen fördert. Gleichzeitig wird die Interdisziplinarität gezielt ausgebaut, sodass Studierende noch stärker von fachlichen Verbindungen und neuen Perspektiven profitieren.

Zudem entwickelt jede Fakultät mindestens einen internationalen Bachelor- und Masterstudiengang in englischer Sprache, die unsere internationale Sichtbarkeit erhöhen und den Zugang für Studierende aus aller Welt erleichtern. Ergänzt wird dies durch den Ausbau hybrider und berufsbegleitender Studienformate, mit denen die HSZG den vielfältigen Lebensrealitäten moderner Lernender gerecht wird. Die strategische Fokussierung auf besonders nachgefragte Studiengänge sowie der Einsatz messbarer Kriterien in der Studierendengewinnung sorgen dafür, dass die Hochschule noch zielgerichteter wachsen und sich nachhaltig profilieren kann.

Zum Wintersemester 2026/27 führt die HSZG das neue Orientierungsstudium Management ein, das Studieninteressierten einen sicheren und flexiblen Einstieg in wirtschaftsnahe Studienrichtungen ermöglicht. In zwei Semestern können grundlegende Management‑ und Wirtschaftsinhalte erprobt und angerechnete Prüfungsleistungen später nahtlos in ein passendes Bachelorstudium überführt werden.

Gründung dreier neuer zentraler Einrichtungen
  • Digitales Servicezentrum (DSZ)

    Das Digitale Servicezentrum bündelt künftig das Hochschulrechenzentrum, das Zentrum für eLearning, die Verwaltungs‑IT und das Prozessmanagement zu einer gemeinsamen, schlagkräftigen Einheit. Ab dem 1. September 2026 wird es zum zentralen Motor der digitalen Transformation der HSZG: Es modernisiert Systeme, vereinfacht Abläufe, sorgt für mehr Transparenz und schafft die technischen Voraussetzungen für eine zukunftsfähige, vernetzte Hochschule.
     
  • NICE – Neisse Talent & Innovation Hub
    NICE vereint Talentförderung, Transfer, Internationalisierung sowie das Studienkolleg und das Sprachen‑ und Kulturzentrum unter einem gemeinsamen Dach. Hier entstehen Räume, in denen Studierende, Forschende und regionale Partner zusammenkommen, Ideen entwickeln und Innovationen realisieren können. Der Hub wird zu einem zentralen Impulsgeber für internationale Vernetzung, kreative Entwicklungen und wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Seine Mission bringt es auf den Punkt: Come. Connect. Create.
     
  • Zentrum für Sport und Gesundheit
    Das Zentrum für Sport und Gesundheit stärkt den Hochschulstandort durch moderne Angebote rund um Bewegung, Gesundheitsförderung und sportwissenschaftliche Impulse. Es schafft attraktive Möglichkeiten für Studierende und Mitarbeitende, sich aktiv zu betätigen, Wohlbefinden zu steigern und Gesundheit im Studien- und Arbeitsalltag bewusst zu leben. Gleichzeitig bündelt es Expertise und Programme, die Sport und Gesundheitswissenschaften an der HSZG weiter profilieren.
Forschung stärken – Einführung eines Forschungshaushaltes

Um Forschung als zentrale Säule der Hochschulentwicklung wirkungsvoll zu stärken, führt die HSZG einen eigenständigen Forschungshaushalt ein. Dieser schafft Transparenz über Mittel, ermöglicht strategische Investitionen und unterstützt Forschende darin, neue Projekte gezielt aufzubauen. Eine einheitliche Institutsordnung sorgt dafür, dass alle Institute unter klaren Rahmenbedingungen arbeiten und besser in die akademischen Entscheidungsprozesse eingebunden sind.

Alle eingeworbenen Drittmittel fließen künftig vollständig in Forschungsaktivitäten zurück und tragen damit direkt zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Hochschule bei. Gleichzeitig baut die HSZG ihre EU‑geförderten Großforschungsinfrastrukturen weiter aus und schafft so moderne Räume für exzellente Forschung. Das ergänzende Young Scientist Program unterstützt gezielt junge Talente – und stärkt die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule im nationalen und internationalen Forschungsumfeld.

Kommunikation & Beteiligung

Der Veränderungsprozess der HSZG lebt von Transparenz, Austausch und aktiver Mitgestaltung. Von Beginn an fließen die Perspektiven vieler Beteiligter ein: Hochschulangehörige, Gremien, Personalrat, StuRa und weitere Gruppen wirken in Workshops, Gesprächsrunden und offenen Formaten mit. Regelmäßige Informationsveranstaltungen wie Professorium und Mitarbeitendenversammlungen begleiten den Prozess und schaffen Raum für Fragen, Feedback und gemeinsame Orientierung.

Um alle Mitglieder der Hochschule noch besser einzubinden und kontinuierlich über Entwicklungen zu informieren, entsteht zudem eine zentrale Intranet‑Plattform mit regelmäßigen Updates. So bleibt die Transformation nachvollziehbar, greifbar und offen für Beiträge aus der gesamten Hochschulgemeinschaft.

Was bedeutet der Wandel für unsere Hochschulgemeinschaft?

Der Wandel an der HSZG bedeutet vor allem Zusammenhalt und neue Möglichkeiten. Er stärkt das Lernen, die Zusammenarbeit und das Miteinander – und richtet unsere Hochschule so aus, dass sie auch künftig ein inspirierender Ort für Menschen aus aller Welt bleibt.

Für Studierende
Studierende können sich auf verlässliche Rahmenbedingungen verlassen: Niemand wird durch die Veränderungen benachteiligt. Gleichzeitig öffnen sich neue Wege — durch stärkere Interdisziplinarität, moderne Lernformen und ein wachsendes internationales Studienangebot, das den Blick weitet und neue Chancen schafft.

Für Mitarbeitende
Für Mitarbeitende bringt der Wandel Stabilität und Wertschätzung mit sich: Es gibt keinen Stellenabbau, dafür aber eine gerechtere Verteilung von administrativen Aufgaben und mehr Raum, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Digitale Prozesse entlasten den Alltag und schaffen die Freiheit, sich auf das zu konzentrieren, was unsere Hochschule wirklich voranbringt.

Mitwirkende, Teilprojekte und zentrale Schritte – Interner Bereich Hochschulentwicklung

Der interne Bereich bietet eine transparente Übersicht über alle Personen und Teams, die den Veränderungsprozess aktiv gestalten. Dort finden sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses mit ihren jeweiligen Funktionen, die zentralen Meilensteine der Umsetzung sowie die Teams der Teilprojekte. So können alle Angehörigen der HSZG nachvollziehen, wer woran arbeitet – und gezielt den Austausch suchen, um Fragen zu klären, Ideen einzubringen oder sich direkt mit den verantwortlichen Personen zu vernetzen.

Diese und weitere Informationen zu unserer Hochschulentwicklung 2030+ werden im Internen Bereich (VPN) bereitgestellt.

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