Die Hochschule Zittau/Görlitz gestaltet seit 2020 einen umfassenden Veränderungsprozess, der die Zukunftsfähigkeit, Qualität und Attraktivität unseres Studien- und Forschungsstandorts langfristig sichern soll. Mit den Beschlüssen des Senats im Oktober 2025 sind zentrale Weichen gestellt: Wir modernisieren unsere Strukturen, schärfen unsere Profile und schaffen die Grundlagen für mehr Internationalität, Digitalisierung und Wachstum.
Wir gestalten diesen Wandel gemeinsam, transparent, dialogorientiert und im Bewusstsein unserer Verantwortung für die Region. Veränderung erfordert Vertrauen – und Vertrauen erfordert Dialog.
Die Anforderungen an eine moderne Hochschule verändern sich rasant. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erwarten:
Die Fakultäten
bilden seit vielen Jahren das akademische Fundament der Hochschule.
In unserem aktuellen Veränderungsprozess bündeln wir diese Vielfalt nun zu drei starken, klar profilierten Fakultäten:
Durch diese Neustrukturierung wächst zusammen, was thematisch, organisatorisch und strategisch bereits eng miteinander verbunden ist. Die neue Fakultätslandschaft erleichtert interdisziplinäre Zusammenarbeit, schafft spürbar weniger bürokratische Reibungspunkte und eröffnet zugleich wertvolle Freiräume, in denen Lehre, Forschung und Transfer noch gezielter wachsen und wirken können.
Das Modell umfasst:
Das neue Studienmodell eröffnet unseren Studierenden deutlich mehr Möglichkeiten: Es sorgt für spürbar kürzere Studienzeiten, bietet ihnen zugleich eine höhere Flexibilität in der Gestaltung ihres Bildungswegs und stärkt die internationale Vergleichbarkeit ihrer Abschlüsse. Gleichzeitig verbessert es die Attraktivität der dualen Studienformen, indem es bessere Übergänge, klarere Strukturen und modernere Rahmenbedingungen schafft.
Der Abschluss Diplom-Ingenieur (FH) bleibt im KIA-Studium bestehen – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal der HSZG.
Die Hochschule richtet ihr Studienangebot konsequent neu aus, um Studierenden ein modernes, anschlussfähiges und zukunftsorientiertes Lernen zu ermöglichen. Durch die Bildung klarer Cluster und ein gemeinsames Grundstudium in den jeweiligen Schwerpunkten entsteht eine Struktur, die den Austausch stärkt und fächerübergreifende Lernerfahrungen fördert. Gleichzeitig wird die Interdisziplinarität gezielt ausgebaut, sodass Studierende noch stärker von fachlichen Verbindungen und neuen Perspektiven profitieren.
Zudem entwickelt jede Fakultät mindestens einen internationalen Bachelor- und Masterstudiengang in englischer Sprache, die unsere internationale Sichtbarkeit erhöhen und den Zugang für Studierende aus aller Welt erleichtern. Ergänzt wird dies durch den Ausbau hybrider und berufsbegleitender Studienformate, mit denen die HSZG den vielfältigen Lebensrealitäten moderner Lernender gerecht wird. Die strategische Fokussierung auf besonders nachgefragte Studiengänge sowie der Einsatz messbarer Kriterien in der Studierendengewinnung sorgen dafür, dass die Hochschule noch zielgerichteter wachsen und sich nachhaltig profilieren kann.
Zum Wintersemester 2026/27 führt die HSZG das neue Orientierungsstudium Management ein, das Studieninteressierten einen sicheren und flexiblen Einstieg in wirtschaftsnahe Studienrichtungen ermöglicht. In zwei Semestern können grundlegende Management‑ und Wirtschaftsinhalte erprobt und angerechnete Prüfungsleistungen später nahtlos in ein passendes Bachelorstudium überführt werden.
Um Forschung als zentrale Säule der Hochschulentwicklung wirkungsvoll zu stärken, führt die HSZG einen eigenständigen Forschungshaushalt ein. Dieser schafft Transparenz über Mittel, ermöglicht strategische Investitionen und unterstützt Forschende darin, neue Projekte gezielt aufzubauen. Eine einheitliche Institutsordnung sorgt dafür, dass alle Institute unter klaren Rahmenbedingungen arbeiten und besser in die akademischen Entscheidungsprozesse eingebunden sind.
Alle eingeworbenen Drittmittel fließen künftig vollständig in Forschungsaktivitäten zurück und tragen damit direkt zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung der Hochschule bei. Gleichzeitig baut die HSZG ihre EU‑geförderten Großforschungsinfrastrukturen weiter aus und schafft so moderne Räume für exzellente Forschung. Das ergänzende Young Scientist Program unterstützt gezielt junge Talente – und stärkt die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschule im nationalen und internationalen Forschungsumfeld.
Der Veränderungsprozess der HSZG lebt von Transparenz, Austausch und aktiver Mitgestaltung. Von Beginn an fließen die Perspektiven vieler Beteiligter ein: Hochschulangehörige, Gremien, Personalrat, StuRa und weitere Gruppen wirken in Workshops, Gesprächsrunden und offenen Formaten mit. Regelmäßige Informationsveranstaltungen wie Professorium und Mitarbeitendenversammlungen begleiten den Prozess und schaffen Raum für Fragen, Feedback und gemeinsame Orientierung.
Um alle Mitglieder der Hochschule noch besser einzubinden und kontinuierlich über Entwicklungen zu informieren, entsteht zudem eine zentrale Intranet‑Plattform mit regelmäßigen Updates. So bleibt die Transformation nachvollziehbar, greifbar und offen für Beiträge aus der gesamten Hochschulgemeinschaft.
Der Wandel an der HSZG bedeutet vor allem Zusammenhalt und neue Möglichkeiten. Er stärkt das Lernen, die Zusammenarbeit und das Miteinander – und richtet unsere Hochschule so aus, dass sie auch künftig ein inspirierender Ort für Menschen aus aller Welt bleibt.
Für Studierende
Studierende können sich auf verlässliche Rahmenbedingungen verlassen: Niemand wird durch die Veränderungen benachteiligt. Gleichzeitig öffnen sich neue Wege — durch stärkere Interdisziplinarität, moderne Lernformen und ein wachsendes internationales Studienangebot, das den Blick weitet und neue Chancen schafft.
Für Mitarbeitende
Für Mitarbeitende bringt der Wandel Stabilität und Wertschätzung mit sich: Es gibt keinen Stellenabbau, dafür aber eine gerechtere Verteilung von administrativen Aufgaben und mehr Raum, sich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Digitale Prozesse entlasten den Alltag und schaffen die Freiheit, sich auf das zu konzentrieren, was unsere Hochschule wirklich voranbringt.
Der interne Bereich bietet eine transparente Übersicht über alle Personen und Teams, die den Veränderungsprozess aktiv gestalten. Dort finden sich die Mitglieder des Lenkungsausschusses mit ihren jeweiligen Funktionen, die zentralen Meilensteine der Umsetzung sowie die Teams der Teilprojekte. So können alle Angehörigen der HSZG nachvollziehen, wer woran arbeitet – und gezielt den Austausch suchen, um Fragen zu klären, Ideen einzubringen oder sich direkt mit den verantwortlichen Personen zu vernetzen.
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