studienerfolg@saxHAW

Das innovative Verbundprojekt an der Hochschule Zittau/Görlitz

Die fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) – Leipzig, Dresden, Mittweida, Zittau-Görlitz und Zwickau – führen gemeinsam das innovative Projekt "studienerfolg@saxHAW" durch. Ziel des Projekts ist es, den Studienerfolg zu erhöhen und dem prognostizierten Fachkräftemangel auf dem (sächsischen) Arbeitsmarkt entgegenzuwirken.

An der Hochschule Zittau/Görlitz werden während der Projektlaufzeit verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Studienerfolgs entlang des Student-Life-Cycle entwickelt und umgesetzt. Diese Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Struktureinheiten der Hochschule erarbeitet.

Ziele

Von 2024 bis 2027 werden gezielte Maßnahmen ergriffen, um mehr Frauen für MINT-Studienfächer zu gewinnen, die Zahl der Studienabbrüche zu senken und die Übergangsquote in höhere Bildungsstufen zu erhöhen. Die Hochschule Zittau/Görlitz plant die Einführung eines Orientierungsstudiums mit integrierter Kompetenzmessung, um maßgeschneiderte Lernumgebungen zu schaffen. Zusätzlich sollen die Green Deal-Ziele der EU in das Studium eingebunden und das Studium Fundamentale praxisnah und nachhaltig ausgerichtet werden. Mit gezielten Maßnahmen zur sozialen Integration der Studierenden der Hochschule Zittau/Görlitz sollen peer-nahe Unterstützungsnetzwerke geschmiedet werden, die maßgeblich dazu beitragen können die Studienabbruchquote zu reduzieren. Digitale Medien können dann zur besseren Vernetzung und zur Förderung der selbstständigen Studienorganisation genutzt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der regionalen Bindung sowie der Berücksichtigung kultureller Besonderheiten, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und die Selbstwirksamkeit der Studierenden zu fördern.

Herangehensweise
  • Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten sowie der Austausch von Erfahrungen und Erwartungen mit Vertreter*innen der Industrieverbände, der Wirtschaft und den Studierenden
  • Implementierung spezifischer Maßnahmen zur Optimierung der Studieneingangsphase
  • Förderung einer stärkeren Verbindung zwischen neuen Studierenden und der Region
  • Entwicklung digitaler und kommunikativer Kompetenzen

Insgesamt zielt dieses umfassende Bildungsprojekt darauf ab, die Studierenden optimal auf ihr Studium und ihre berufliche Zukunft vorzubereiten. Dabei stehen die Entwicklung individueller Kompetenzen und die Berücksichtigung der ökologischen Auswirkungen ihres Handelns im Mittelpunkt. Das Projekt trägt auch dazu bei, die Wirksamkeit der Bildungsprogramme an der Hochschule Zittau/Görlitz zu bewerten und zu steigern, indem es die individuellen Bedürfnisse der Studierenden in den Vordergrund stellt und ein zukunftsorientiertes Bildungsangebot bietet.

Erfahrungsberichte

Frau Prof. Maćkowiak hat mir mit ihrem Input gezeigt, dass Scheitern nicht immer das Ende bedeutet. Vielmehr kann es neue Türen öffnen und Chancen entstehen lassen, die das Potenzial haben, zu den schönsten Zeiten unseres Lebens zu werden. Ich danke ihr für ihre Offenheit und den wertvollen Austausch. Rückblickend war jedes Scheitern in meiner Karriere ein Schritt hin zu etwas Besserem.

Annika Thomas, Studentin Management Sozialen Wandels im 2. Semester zum Veranstaltungsformat "Fail Forward - Auf ein Glas Klarheit mit Prof. Maćkowiak"

Die Veranstaltung ‚Fail Forward‘ zeigte, wie sehr wir darauf angewiesen sind, Kraft von anderen zu schöpfen und von ihnen zu lernen, wie Angst und Zweifel überwunden werden können.

Prof. Dr. phil. Małgorzata Maćkowiak, Prorektorin für Bildung und Nachhaltigkeit

Mir hat die gemütliche Atmosphäre bei den Veranstaltungen ausgesprochen gut gefallen, besonders das gemeinsame Abendessen, bei dem man sich sehr gut über neue Ideen austauschen konnte.

Anna Grohmann, Studentin Angewandte Naturwissenschaften im 7. Semester zu Pasta & Projektideen

Beide Veranstaltungen waren richtig schön gestaltet. Man konnte seine Wünsche, Sorgen und Probleme einbringen, und ich hatte das Gefühl, wirklich gehört zu werden. Ich würde mir wünschen, dass es in Zukunft noch mehr solche Events gibt, bei denen die Stimmen der Studierenden eine große Rolle spielen.

Julia, Studierende Kultur und Management im 3. Semester zum Campus Café und dem Kreativworkshop Makerspace

Projektverlauf

April 2024

Das innovative Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW startet an den fünf sächsischen HAWs. 

August 2024

Unser Projektteam nimmt die Arbeit auf und stellt sich vor. Einen Einblick bietet dieser Beitrag.

September 2024

In den Come in-Wochen 2024 begleitete das Projektteam die Studienanfänger*innen aktiv und sammelte Anregungen für zukünftige Formate. 

Dezember 2024

In den Veranstaltungsformaten Pasta & Projektideen, sowie Campus Café kam das Projektteam mit Studierenden über ihre Studieneinsteigserfahrungen ins Gespräch. Die Ergebnisse dieser Austauschrunden sind in diesem News-Beitrag zusammengetragen. 

Sommersemester 2025

Mit der Workshopreihe Selbstmanagement organisierte das Projektteam eine Reihe an Kurzinputs mit anschließendem Erfahrungsaustausch für Studierende. Themen wie Prokrastination, Zeitmanagement, Prioritäten setzen und Resilienz wurden angesprochen. 

Weiterhin konnte das Projektteam die Fakultät Management & Kulturwissenschaften als Kooperationspartner für das geplante Orientierungsstudium gewinnen. 

Oktober 2025

Mit dem Wintersemester 2025/2026 startete die Veranstaltungsreihe “Fail Forward - Auf ein Glas Klarheit mit…”. An insgesamt fünf Abenden sprachen unsere Impusgeber*innen über Hürden und Herausforderungen in ihren Lebenswegen, und wie sie diese gemeistert haben. 

Die Veranstaltungsreihe wird im Sommersemester 2026 fortgesetzt. 

Im Oktober 2025 tagte das erste Mal die AG Studium fundamentale, um das zukünftige Angebot bedarfsgerecht zu gestalten.

Dezember 2025

Die Beschlüsse zur Einführung des Orientierungstudiums Management liegen vor. 

23. Januar 2026

Wie können Studierende in der Studieneingangsphase noch besser begleitet werden und wie lassen sich Studienabbrüche wirksam reduzieren?

Am 23.01.2026 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der am Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW beteiligten Hochschulen an der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und stellten sich diese Frage. Im Fokus standen der standortübergreifende Austausch, konkrete nächste Schritte und die Frage, welche Ansätze sich an den Hochschulen dauerhaft in Strukturen und Abläufen verankern lassen. Einen Einblick gibt es hier.

Januar 2026

Mit dem Jahreswechsel ging die neue Buchungsplattform für die Einschreibung für das Studium fundamentale live. 

Nach erfolgreicher Implementierung des Orientierungsstudium Management begann nun die Planung für ein zweites Orientierungstudium an der Fakultät Naturwissenschaften. 

März 2026

Das Verbundprojekt studienerfolg@saxHAW wurde bis zum 31.03.2027 verlängert. 

Mit dem Sommersemester 2026 beginnt das neue Studium fundamentale - ModulIdeenwerkstatt”, das in Zittau und Görlitz angeboten wird. 

April 2026

Das Orientierungstudium Management wird im HSZG-Podcast von Dr. Donath vorgestellt.

Unsere Motivation

Als Sozialwissenschaftlerin und Absolventin der HSZG liegt mir besonders der niedrigschwellige und inklusive Zugang zu Bildungsangeboten am Herzen. Mit dem Orientierungsstudium, das für die HSZG neu konzipiert wird, wird es zukünftig neue Angebote zum Studieren lernen geben, die Studienanfängerinnen und -anfängern sowohl den Studieneinstieg erleichtern, als auch bei der fachlichen Orientierung helfen. Die Förderung der Eigenständigkeit, des Selbstvertrauens und das Vermitteln interdisziplinärer Kompetenzen stehen deshalb für mich besonders im Fokus.

M.A. Fritzi Luisa Hähnchen | Orientierungsstudium

In meiner Doppelrolle als Projektmitarbeiterin im Verbundprojekt und Masterstudentin liegt mir die Studierendenzentrierung besonders am Herzen. Das Studium fundamentale bietet uns an der HSZG die großartige Chance, Themen in den Fokus zu rücken, die heute mehr Zukunftsrelevanz haben als jemals zuvor. Die Ziele des Green Deals können in neu gedachten Konzepten gemeinsam mit den Studierenden erlebbar gemacht werden.

B.Sc. Miriam Meyer-Scheffel | Studium fundamentale

Als Diplomingenieurin engagiere ich mich im Verbundprojekt, um die Abbruchquote in MINT-Studiengängen zu senken. Durch die Verbesserung des Studium fundamentale möchte ich die Studienbedingungen optimieren und Schlüsselkompetenzen vermitteln, die den Studienerfolg und den Berufseinstieg erleichtern. Dabei liegt mein Fokus auf einer interdisziplinären Ausbildung und der gezielten Unterstützung von Frauen im MINT-Bereich.

Luisa Rönisch | Studium fundamentale

Als Sozialarbeiterin und Medienpädagogin freue ich mich darauf, kreative Ideen in das Projekt einzubringen. Wichtig ist mir, Maßnahmen zu entwickeln, die Digitalität, regionale Verbundenheit und soziale Integration stärken und gleichzeitig die Studierenden gut auf ihren Studiengang vorbereiten. Dabei fördere ich vor allem Teamfähigkeit, Kommunikation und zukunftsorientierte Kompetenzen. Als jemand, der selbst aus der Region kommt, ist es mir besonders wichtig, den Menschen zu zeigen, wie lebenswert es hier ist.

B.A. Aline Schulz | Teambuilding & Digitale Medien

Projektleitung

Prof. Dr. phil.
Małgorzata Maćkowiak
Rektorat
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 1.51.1
1. Obergeschoss
+49 3583 612-4288

Orientierungsstudium

Luisa Hähnchen
B.A.
Fritzi Luisa Hähnchen
Zentrum für Wissenstransfer u. Bildung
02763 Zittau
Schwenninger Weg 1
Gebäude Z VII, Raum 404
4. Obergeschoss
+49 3583 612-8103

Studium fundamentale

Miriam Meyer
B.Sc.
Miriam Meyer
Zentrum für Wissenstransfer u. Bildung
02763 Zittau
Schwenninger Weg 1
Gebäude Z VII, Raum 404
4. Obergeschoss
+49 3583 612-4908
Luisa Rönisch
Dipl.-Ing. (FH)
Luisa Rönisch
Zentrum für Wissenstransfer u. Bildung
02763 Zittau
Schwenninger Weg 1
Gebäude Z VII, Raum 404
4. Obergeschoss
+49 3583 612-4907

Teambuilding und digitale Medien

Aline Schulz
B.A.
Aline Schulz
Zentrum für Wissenstransfer u. Bildung
02763 Zittau
Schwenninger Weg 1
Gebäude Z VII, Raum 404
4. Obergeschoss
+49 3583 612-4906

Antragsnummer: 100707152
Zuwendungsempfänger: Hochschule Zittau/Görlitz
Laufzeit: 01.04.2024-31.03.2026
Fördermittelgeber: SAB/ ESF Plus
maximale Zuwendung: 458.776,18 EUR