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15. Juli 2026

Von Zittau in die Spitzenforschung

Mehr als sieben Monate forschte HSZG-Student Fabian Gerlach an der Technical University of Denmark. Dort arbeitete er an einem Forschungsprojekt der Nanomedizin und schloss seine Bachelorarbeit mit Bestnote ab.

Praxissemester in der internationalen Forschung

Mehr als sieben Monate verbrachte Fabian Gerlach, Student der Molekularen Biotechnologie an der Hochschule Zittau/Görlitz, an der Technical University of Denmark (DTU). Dort arbeitete er an einem Forschungsprojekt der Nanomedizin und schloss seine Bachelorarbeit mit Bestnote ab.

Für sein Praxissemester suchte Fabian Gerlach gezielt nach einer Forschungsgruppe, die zu seinen fachlichen Schwerpunkten Gentechnik und Immunologie passt. Fündig wurde er an der Technical University of Denmark (DTU), einer der renommiertesten technischen Universitäten Europas.

Besonders überzeugte ihn die Forschungsgruppe Therapeutic Glycoengineering and Immunology unter der Leitung von Professor Steffen Goletz. Auf seine Initiativbewerbung erhielt er bereits eine halbe Stunde später eine Zusage. In den folgenden Online-Gesprächen entstanden gemeinsam das Forschungsprojekt und das Thema seiner Bachelorarbeit.

Mehr Zeit für Forschung

Die Studienordnung der HSZG sieht für das Praxissemester mindestens 20 Wochen vor. Fabian entschied sich, seinen Aufenthalt deutlich zu verlängern und arbeitete von März bis Oktober 2025 mehr als sieben Monate an der DTU.

Im Mittelpunkt seiner Forschung stand die Entwicklung neuer Strategien, um winzige natürlich vorkommende Vesikel künftig als Transportmittel für zielgerichtete Therapien nutzbar zu machen. Dabei arbeitete er mit Methoden der Molekularbiologie, Zellkultur und Gentechnik und konnte seine Bachelorarbeit unmittelbar in die laufende Forschung der Arbeitsgruppe einbinden.

Eigenverantwortung im internationalen Team

An der DTU arbeitete Fabian gemeinsam mit Doktorand*innen, Postdocs und wissenschaftlichen Mitarbeitenden in einer internationalen Forschungsgruppe. Englisch gehörte dabei selbstverständlich zum Laboralltag.

Von Beginn an übernahm er Verantwortung für sein eigenes Forschungsprojekt – von der Versuchsplanung über die Durchführung bis zur Auswertung der Ergebnisse. Regelmäßige Gruppenmeetings boten die Möglichkeit, Ergebnisse vorzustellen, wissenschaftlich zu diskutieren und gemeinsam die nächsten Schritte zu entwickeln.

Praxisnahe Ausbildung als Fundament

Während seines Forschungsaufenthaltes wurde Fabian immer wieder bewusst, wie gut ihn das Studium an der Hochschule Zittau/Görlitz vorbereitet hatte. Besonders die zahlreichen Laborpraktika erleichterten den Einstieg, da viele molekular- und zellbiologische Methoden bereits aus dem Studium vertraut waren. Dadurch konnte er von Beginn an aktiv im Forschungsteam mitarbeiten und sich schnell in neue Verfahren einarbeiten.

Internationale Forschungserfahrungen wie diese zeigen, wie praxisnah und forschungsorientiert unser Studiengang Molekulare Biotechnologie aufgestellt ist. Unser Ziel ist es, Studierende frühzeitig an wissenschaftliches Arbeiten heranzuführen und ihnen den Weg in nationale und internationale Forschungsnetzwerke zu eröffnen. Dass Fabian seine Bachelorarbeit unter diesen Bedingungen mit Bestnote abschließen konnte, freut uns ganz besonders.

Prof. Dr. Jörg Kretzschmar, Professor für Umweltbioverfahrenstechnik an der Hochschule Zittau/Görlitz

Dass die praxisnahe Ausbildung an der HSZG überzeugt, bestätigt auch Professor Steffen Goletz von der Technical University of Denmark:

Die praktische Kompetenz von Fabian war bemerkenswert. Die Ausbildung an der HSZG vermittelt Fähigkeiten, die für die Forschung unmittelbar nutzbar sind. Fabian war im Labor hervorragend auf die praktische Arbeit vorbereitet. Eine so fundierte Laborausbildung sehe ich nicht überall.

Prof. Steffen Goletz, Leiter der Forschungsgruppe Therapeutic Glycoengineering and Immunology an der Technical University of Denmark

Auch für Fabian selbst war der Aufenthalt prägend. Neben fachlichen Kenntnissen entwickelte er vor allem seine Fähigkeiten zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten sowie sein Zeit- und Projektmanagement weiter.

Fabian Gerlach steht gemeinsam mit Mitgliedern seiner internationalen Forschungsgruppe vor dem Gebäude des Department of Biotechnology and Biomedicine der Technical University of Denmark.
Foto: HSZG Fabian Gerlach (links) mit Mitgliedern der Forschungsgruppe Therapeutic Glycoengineering and Immunology vor dem Department of Biotechnology and Biomedicine der Technical University of Denmark (DTU).
Auslandsaufenthalte frühzeitig planen

Die Lebenshaltungskosten in Dänemark liegen deutlich über dem deutschen Niveau. Unterstützungsmöglichkeiten und Förderprogramme für internationale Praxissemester können Studierende frühzeitig gemeinsam mit dem International Office der Hochschule Zittau/Görlitz planen.

Ihre Ansprechperson
Prof. Dr. rer. nat.
Jörg Kretzschmar
Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften
02763 Zittau
Schwenninger Weg 1
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