08. Oktober 2021

Preisgekrönte Dissertation

Dr. Cordula Endter, Vertretungsprofessorin an der HSZG, hat den renommierten Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovationen in der Altenhilfe des Deutschen Vereins erhalten.


Dr. Cordula Endter
Foto: Jens Freudenberg Vertretungsprofessorin Dr. Cordula Endter

Im Rahmen seiner Mitgliederversammlung hat der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. zum siebten Mal seinen mit insgesamt 10.000 Euro dotierten „Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe“ vergeben. Ausgezeichnet wurden Dr. Cordula Endter, Vertretungsprofessorin für Soziale Gerontologie an der Fakultät Sozialwissenschaften der HSZG, für ihre Dissertation „Assistiert Altern. Die Entwicklung digitaler Technologien für und mit älteren Menschen“ sowie Dr. Henrike Voß, Sport- und Bewegungsgerontologin aus Heidelberg.

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"Beide Preisträgerinnen haben in ihren ausgezeichneten Dissertationen in zwei relevanten Themenfeldern wichtige Erkenntnisse für die Alternspolitik und Fachpraxis der Altenhilfe vorgelegt. Sie tragen aus unterschiedlichen Perspektiven dazu bei, dass älteren Menschen für möglichst lange Zeit ein hohes Maß an selbstständiger Lebensweise ermöglicht und so ihr Wohlergehen gefördert wird.“  Dr. Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Schirmherrin des Förderpreises 2021 ist Christine Lambrecht, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Hochschule Zittau/Görlitz gratuliert Dr. Cordula Endter zu diesem Preis.

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Zur Dissertation von Dr. Cordula Endter:

Der Prozess der Digitalisierung beeinflusst und verändert auch den Alltag älterer Menschen. Dr. Cordula Endter untersucht aus kulturanthropologischer Perspektive die Nutzung und Entwicklung technischer Assistenzsysteme für ältere Menschen. Ob digitale Produkte und Dienste die Selbstständigkeit im Alter unterstützen und nutzbringend eingesetzt werden können, hängt entscheidend davon ab, ob ältere Menschen diese kompetent nutzen können und ihnen Zugang zum Internet möglich ist, auch in besonderen Wohnformen. Der Achte Altersbericht der Bundesregierung fordert daher allen alten Menschen den Zugang zu Internet und digitalen Endgeräten zu ermöglichen und ältere Menschen in Digitalstrategien stärker zu adressieren.

Die Arbeit von Dr. Cordula Endter erweitert diese Perspektive um Fragen der Beteiligung der älteren Menschen an der Entwicklung digitaler Technologien und Dienstleistungen. Auf der Basis einer mehrjährigen Feldforschung analysiert sie, wie sich Altersbilder und Vorstellungen vom Alter der relevanten Akteure in der Förderpolitik, der Technikentwicklung und bei den älteren Nutzer/innen selbst, auf die Entwicklung und die Nutzung digitaler Techniken auswirken. Im Ergebnis gelingt es Dr. Cordula Endter aufzuzeigen, dass es neben Kompetenzerwerb auch der Beteiligung der älteren Menschen in der Technikentwicklung bedarf.

Die Dissertation "Assistiert Altern" ist in der Reihe Altern und Gesellschaft des Springer VS Verlag erschienen.

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Zum Cäcilia-Schwarz-Förderpreis:

Der Cäcilia-Schwarz-Förderpreis würdigt bedeutende wissenschaftliche Arbeiten, deren Erkenntnisse dazu beitragen, dass älteren Menschen für lange Zeit ein hohes Maß an selbstständiger Lebensweise ermöglicht werden kann. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat 2005 erstmals den Cäcilia-Schwarz-Förderpreis für Innovation in der Altenhilfe ausgelobt.

Der Förderpreis wurde möglich durch eine Nachlasszuwendung der Namensgeberin, deren Anliegen es war, damit zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen beizutragen. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ihre Ansprechperson

Dr. Cordula Endter
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Cordula Endter
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