Neue Partnerschaft stärkt Biotechnologie an der HSZG
Die HSZG und das Görlitzer Biotechnologieunternehmen Sysmex Partec verbinden ihre Kompetenzen langfristig in Forschung, Lehre und Nachwuchsförderung.
Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und Sysmex Partec schaffen mit einer Kooperationsvereinbarung einen langfristigen Rahmen für ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Bislang entstanden Kontakte vor allem durch einzelne Bachelorarbeiten. Mit der Berufung von Prof. Dr. Elisa Wirthgen haben sich neue fachliche Anknüpfungspunkte ergeben. Zellbiologie und Immunologie gehören zu ihren Schwerpunkten. Ein Austausch mit Sysmex Partec und der Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften gab schließlich den Anstoß für die neue Kooperation.
Expertise und Infrastruktur ergänzen sich
Dabei bringen beide Partner unterschiedliche Stärken ein. Sysmex Partec kann die Infrastruktur der HSZG zur Bereitstellung spezifischer Zellen nutzen, die in Görlitz zur Validierung neuer Methoden eingesetzt werden.
Wir bringen hier Kompetenzen zusammen, die sich sehr gut ergänzen: unsere Schwerpunkte in Zellbiologie und Immunologie und die Erfahrung von Sysmex Partec in der Zellanalytik. Der regelmäßige Austausch eröffnet neue Möglichkeiten für gemeinsame Vorhaben und bringt zugleich wertvolle Impulse für Forschung und Lehre.
Tausende Zellen in kurzer Zeit untersuchen
Eine wichtige Methode in diesem Bereich ist die Durchflusszytometrie. Sie ermöglicht es, innerhalb kürzester Zeit Tausende einzelne Zellen zu untersuchen und ihre unterschiedlichen Eigenschaften sichtbar zu machen. Damit ist sie eine Schlüsseltechnologie, um biologische Prozesse besser zu verstehen und neue diagnostische sowie biotechnologische Anwendungen zu entwickeln.
Die Kooperation eröffnet zugleich neue Möglichkeiten für die biotechnologischen Studienangebote der HSZG. Aktuelle Fragestellungen und praktische Anwendungen der Zellanalytik können so stärker in die Lehre einfließen – im Bachelorstudiengang Molekulare Biotechnologie ebenso wie in den Masterstudiengängen Pharmazeutische Biotechnologie und Biotechnologie und Angewandte Ökologie.
Auch Abschlussarbeiten bieten Studierenden die Möglichkeit, sich mit Fragestellungen aus dem Unternehmensumfeld auseinanderzusetzen und Einblicke in die praktische Anwendung moderner Zellanalytik zu gewinnen.
Sysmex Partec vergibt erstmals Deutschlandstipendium
Sysmex Partec engagiert sich künftig auch mit einem Deutschlandstipendium an der HSZG. Erstmals fördert das Unternehmen auf diesem Weg einen Studierenden der Hochschule. Das Stipendium beträgt 300 Euro monatlich: Die Hälfte übernimmt Sysmex Partec als privater Förderer, die andere Hälfte trägt der Bund.
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