KI dort nutzen, wo Daten entstehen: Im Forschungsverbund EdgeVision arbeitet die HSZG an energieeffizienten KI-Chips für die Anwendungen von morgen.
Im Forschungsverbund EdgeVision entwickelt die Hochschule Zittau/Görlitz gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft eine innovative Edge-Plattform für den Einsatz Künstlicher Intelligenz direkt am Ort der Datenerfassung – schnell, energieeffizient und ohne permanente Internetverbindung.
Künstliche Intelligenz direkt dort nutzen, wo Daten entstehen – ohne Umweg über Rechenzentren oder Cloud-Dienste: Dieses Ziel verfolgt das Rubin-Bündnis EdgeVision, an dem die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) als Forschungspartner beteiligt ist. Gemeinsam mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen arbeitet das Konsortium an der Entwicklung einer leistungsfähigen Edge-Plattform für mobile Anwendungen und intelligente Feldgeräte.
Kern des Vorhabens ist die Entwicklung eines energieeffizienten Chips mit integrierter KI-Funktionalität. In Kombination mit optimierten Sensoren und spezieller Optik entsteht eine Plattform, die Daten direkt vor Ort verarbeiten kann. Dadurch werden Anwendungen möglich, die unabhängig von einer dauerhaften Internetverbindung arbeiten und gleichzeitig hohe Anforderungen an Datenschutz und Reaktionsgeschwindigkeit erfüllen.
Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Knut Meißner bringt die HSZG ihre Expertise insbesondere in die Entwicklung des Edge-Chips, die Erprobung der Plattform für verschiedene Anwendungen sowie den Transfer der Forschungsergebnisse in die regionale Wirtschaft ein. Darüber hinaus entsteht an der Hochschule ein Vision-Lab, das Forschung, Demonstration und Wissenstransfer rund um moderne KI- und Visualisierungstechnologien bündeln soll.
Mit ihrer Beteiligung an EdgeVision erschließt die HSZG ein zukunftsweisendes Forschungsfeld an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Mikroelektronik und Digitalisierung. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Innovationskraft der Region und schafft neue Anknüpfungspunkte für Unternehmen, die KI-Technologien in ihre Produkte und Prozesse integrieren möchten.
Ende Mai kamen die Bündnispartner beim Lead-Unternehmen Raycics in Dresden zusammen, um den bisherigen Projektfortschritt vorzustellen und die weitere strategische Ausrichtung der Zusammenarbeit zu beraten.