05. November 2020

Wie sinnvoll sind digitale Technologien wirklich?

Dieser Frage widmete sich das SCO-TTi-Team der HSZG auf der Mensch-und-Computer-Tagung, die dieses Jahr im virtuellen Raum stattfand.

Die Forschungsgruppe um Mitarbeitende aus den Projekten iDev40, Power2Power und EurOpA beschäftigte sich dabei in ihrem Workshopbeitrag vor allem mit der praxistauglichen Bewertung von Informationsassistenzsystemen in der Produktion und Logistik.

Eine wachsende Anzahl solcher Systeme ist für den Markt verfügbar und wird bereits in der Praxis implementiert, da einfache Aufgaben zunehmend automatisiert werden und gleichzeitig von den Mitarbeitende zunehmend komplexere Wissensarbeit verlangt wird.

Haben sich bisherige Überlegungen zur Einführung solcher Technologien hauptsächlich auf Produktivitätskennzahlen auf Ebene der Arbeitsprozesse bezogen, rücken Auswirkungen auf den Menschen wie Stress, kognitive Belastung oder Lerneffekte nun auch verstärkt in den Vordergrund.

Um dahingehend verschiedene Informationsassistenzsysteme in unterschiedlichen Arbeitsprozessen bewerten zu können, wurde zunächst als Vorstudie ein Laborexperiment am Beispiel einer Montage durchgeführt. Dabei wurden die Auswirkungen einer graphischen Papieranleitung, einer Videoanleitung sowie einer Anleitung als Augmented Reality (AR) miteinander verglichen.

Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, Assistenzsysteme kontextbezogen auf ihren Nutzen hin zu bewerten, um begründete Entscheidungen zu deren Einsatz treffen zu können. Nach der weiteren Konzeptionierung der Evaluierungsmethodik soll diese nun in den nächsten Schritten in der Praxis getestet und weiterentwickelt werden.

Links

SCO-TTi (Science Center Oberlausitz - Technologie-Transfer-innovativ)

Mensch-und-Computer-Tagung

Veröffentlichung

Lindner, F., Winkler, D., Müller, A., Mühlan, K. & Keil, S., (2020). Assessing the Impact of Information Assistance Systems on a Worker Level - A Pre-Study towards an Evaluation Framework. In: Hansen, C., Nürnberger, A. & Preim, B. (Hrsg.), Mensch und Computer 2020 - Workshopband. Bonn: Gesellschaft für Informatik e.V. DOI: Link

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Das Projekt iDev40 wird vom ECSEL Joint Undertaking unter der Fördervereinbarung Nr. 783163 finanziert. Das JU erhält Unterstützung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union. Es wird von den Mitgliedern des Konsortiums sowie durch Zuschüsse aus Österreich, Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Rumänien mitfinanziert. Es wird von Infineon Technologies Austria AG koordiniert. Power2Power ist ein europäisch kofinanziertes Innovationsprojekt der Halbleiterindustrie. Das Projekt erhält Zuschüsse vom europäischen Forschungs- und Innovationsprogramm H2020, vom ECSEL Joint Undertaking und von den nationalen Behörden aus acht beteiligten Ländern im Rahmen der Fördervereinbarung Nr. 826417. Die teilnehmenden Länder sind Österreich, Finnland, Deutschland einschließlich der Freistaaten Sachsen und Thüringen, Ungarn, die Niederlande, die Slowakei, Spanien und die Schweiz. Diese Arbeit wurde auch teilweise mit Mitteln des BMBF unter der Projektnummer 03WIR2704 gefördert.