Austausch, Einordnung und gemeinsame Weiterentwicklung
Am 08. Januar 2026 fand im Celsiuz der HSZG das 16. Ausbildungsverbundtreffen des KIA-Studiums der Hochschule Zittau/Görlitz statt. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der KIA-Kooperationsunternehmen, der Hochschule sowie weiterer Partner nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die strukturelle Neuausrichtung der Hochschule Zittau/Görlitz, die Rektor Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch in einem Impulsvortrag einordnete. Dabei wurde deutlich, dass das ausbildungsintegrierte Studienmodell KIA auch künftig ein zentraler Bestandteil der Hochschulentwicklung bleibt und weiter gestärkt wird.
Das KIA-Studienmodell ist ein zentraler Baustein unserer Hochschulentwicklung. Gerade im Zuge der Neustrukturierung ist die enge Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern aus der Wirtschaft entscheidend, um praxisnahe Lehre, Forschung und Fachkräftesicherung nachhaltig miteinander zu verbinden. Ich freue mich sehr über das positive Feedback von unseren Partnern zu unserer geplanten Neustrukturierung.
Einen Überblick über den aktuellen Stand und laufende Entwicklungen im KIA-Studium gab KIA Beauftragte Kristin Groß. Das KIA-Modell hat sich über viele Jahre als tragfähige Verbindung von Ausbildung, Studium und Praxis etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.
Gerade im aktuellen Neustrukturierungsprozess ist es uns wichtig, unsere Kooperationspartner frühzeitig einzubinden, transparent zu informieren und zur Mitwirkung anzuregen. KIA lebt vom gegenseitigen Austausch – Hochschule und Unternehmen profitieren hier unmittelbar voneinander. Umso mehr freue ich mich, dass so viele Unternehmen gleich zu Beginn des Jahres die Gelegenheit zum Austausch genutzt haben. Das ist ein sehr positives Signal für das KIA-Studium.
Im Fokus stand zunächst die Zusammenarbeit im KIA-Alltag. Die Unternehmen bestätigten die hohe Qualität des KIA-Modells, insbesondere die enge Bindung der Studierenden an die Betriebe, die sehr hohe Übernahmequote, die geringe Abbruchrate sowie den Mehrwert durch zwei Abschlüsse. Auch die individuelle Betreuung und die familiäre Struktur innerhalb des KIA-Verbundes wurden mehrfach als klare Stärke hervorgehoben.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Gewinnung und Sichtbarkeit des KIA-Studiums. Diskutiert wurden konkrete Maßnahmen wie die stärkere Nutzung von Erfolgsstories, Videoformaten und Podcasts, eine klarere Abgrenzung zu anderen dualen Studienmodellen sowie eine intensivere Präsenz auf Messen, in Schulen und bei Berufsberatungen. Zudem wurde betont, dass der Studienort Zittau stärker als attraktiver Lebens- und Lernort sichtbar gemacht werden sollte.
In der Austauschrunde zur Zukunft und Weiterentwicklung des KIA-Modells wurde KIA als niedrigschwelliger Einstieg in akademische Bildung und als wichtiges Instrument der regionalen Fachkräftesicherung eingeordnet. Perspektivisch wurden u. a. eine stärkere bundesweite Sichtbarkeit, die Prüfung weiterer geeigneter Studiengänge sowie eine noch engere Verzahnung von Theorie und Praxis diskutiert.
Abgerundet wurde das Verbundtreffen durch informelle Gespräche, ein gemeinsames Snackbuffet sowie Führungen durch das DLR School Lab und ausgewählte Labore der Hochschule.
Das Ausbildungsverbundtreffen hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll der enge Austausch zwischen Hochschule und Praxis ist – und dass das KIA-Studium auf einer starken gemeinsamen Basis weiterentwickelt werden kann.
Ein besonderer Dank gilt allen KIA-Kooperationspartnern für den offenen und konstruktiven Austausch. Ebenso bedanken wir uns herzlich beim Team des Celsiuz für die Bereitstellung und Unterstützung vor Ort, bei den Moderatorinnen der Austauschrunden für die professionelle Begleitung der Diskussionen sowie bei Frau Sikorska für die organisatorische Unterstützung.
Unser Dank geht außerdem an Dr. Fester für die Führung durch das DLR School Lab sowie an Wolfgang Meinck und Ondrej Švarc für die spannenden Einblicke im Rahmen der Laborführungen.