Gründerportrait TRUEPLAY

Im Rahmen der Gründerakademie wurde Jochen Seubert und sein Mitgründer Dennis Weiß (Absolvent der HSZG) mit einem Gründungscoaching von September 2019 bis Juni 2020 auf  seinem Weg in die Selbständigkeit bei der Entwicklung der Tennis-App TRUEPLAY unterstützt.

Die Internetseite von TRUEPLAY ist über www.trueplay.de zu finden.

Das folgende Interview haben wir im September 2021 mit Jochen Seubert geführt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, TRUEPLAY zu gründen?

 

 

Die Idee zu TRUEPLAY hatte ich bereits während meinem Sportökonomiestudium in Bayreuth. Damals fehlten mir in vielen verschiedenen Sportarten passende Sportpartner mit einer ähnlichen Spielstärke – besonders im Tennis und Beachvolleyball.

Die Anfangsidee war zunächst nicht nur auf Ballsportarten spezialisiert, sondern inkludierte auch einfache Alltagswetten, die miteinbezogen werden sollten. Nach vielen Gesprächen im Freundeskreis und mit anderen Gründern wurde die Idee immer konkreter und der Fokus wurde auf Ballsportarten reduziert. Nach einigen Tests und Pilotprojekten im Fußball, Beachvolleyball und Tennis spezialisierte ich mich zunächst auf Tennis.

Was waren die wichtigsten Meilensteine in der Vorgründungsphase?

Die wichtigsten Meilensteine waren:

  • Tests und Pilotprojekte
  • Gründungsteam finden
  • Jobaustritt und voller Fokus auf TRUEPLAY
  • Stipendiumsbewilligung (1. Finanzierung)

Bitte erzählen Sie uns mehr über Ihr Unternehmen TRUEPLAY. Was genau machen Sie? Was zeichnet Sie aus?

TRUEPLAY ist eine Tennis-App, um einfach Tennispartner & Tennistrainer in der Umgebung miteinander zu verbinden. Ambitionierte Spieler können sich zudem mit ihren Tennisergebnissen in flexiblen Races mit Freunden & der Community messen.

TRUEPLAY hat ein eigenes Spielstärke- und Motivationssystem entwickelt. Vor allem das Spielstärkesystem bildet dabei die Grundlage für die herausragende Funktion: das aktive Matchmaking. Hierfür werden 12 Parameter abgeglichen, um passende Spielpartner (z.B. Spielstärke, Spielorte) per Push-Notification vorzuschlagen und miteinander zu vernetzen. Ziel ist es Kommunikationsprozesse deutlich zu reduzieren und zu vereinfachen. Mit nur zwei Klicks kann so ein passendes Spiel angenommen werden, ohne dass zusätzlich kommuniziert werden. Wenn trotzdem Kommunikationsbedarf besteht, dann geht das ganz bequem per Chat.

Zusätzliche Gamificationelemente, wie z.B. Rankings und Statistiken motivieren die Spieler außerdem stets am Ball zu bleiben.

Was hat Sie während der Gründung am meisten motiviert?

Am meisten hat mich das Feedback der Pilotprojekte motiviert, welches durch die Bank sehr positiv war. Zudem habe ich stets verschiedene Testings und Marktforschung zusammen mit Universitäten mittels Projektseminare ins Leben gerufen. So konnten unsere Hypothesen überprüft und bestätigt werden. Außerdem konnte weiterer Input und viele neue Ideen gesammelt werden.

Den größten Motivationsschub gab es natürlich, nachdem wir im Mai 2021 die App endlich veröffentlichen konnten und sich die ersten Spieler angemeldet und die Plattform genutzt haben. Das Feedback ist seitdem wirklich toll.

Was waren die größten Stolpersteine?

Als Startup gibt es ständig irgendwelche Probleme und Hürden, die gemeistert werden müssen. Bei TRUEPLAY war es der Zweiklang von IT-Problemen und der Finanzierung. Vor allem unvorhergesehene Herausforderungen in der Software-Entwicklung erfordern ein hohes Maß an Geduld und einen flexiblen Zeitplan. Auch bei der Beantragung von diversen Stipendia braucht es viel Geduld und Durchhaltevermögen. Erst nach ca. zwei Jahren haben wir nach etlichen Anfragen ein Gründungsstipendium in Sachsen bewilligt bekommen.

Was sind Ihre Ziele für die Zukunft?

Wir haben uns allgemein das Ziel gesetzt den Tennissport zu fördern und Tennisspieler zum Spielen zu motivieren. TRUEPLAY soll eine übergreifende Plattform für Anfänger, Freizeit- und Vereinsspieler werden. Wir sehen uns dabei als Zusatz zum bestehenden Vereins- und Verbandssystem, können uns aber auch eine Integration vorstellen. Weiterhin streben wir vereinsübergreifende und bunte Communities an, um ein Stück weit die alten Strukturen der „Vereinsmeierei“ zu durchbrechen.

In weiterer Zukunft ist es durchaus denkbar, die Plattform vom Tennis auf andere Sportarten, wie z.B. Golf, Beachvolleyball und weitere Racketsportarten zu übertragen. Wir freuen uns darauf was die Zukunft bringt – egal welchen Weg TRUEPLAY letztlich einschlagen wird.

Welche Tipps haben Sie für unsere zukünftigen Gründer?

Sehr wichtig ist es Ideen und Konzepte zu testen, die Zielgruppe zu befragen und Pilotprojekte ins Leben zu rufen. So ist es möglich erste Erfahrungen zu sammeln und Feedback einzuholen. Aufbauend darauf können die Ideen und Konzepte verfeinert werden. Bei Teamgründungen sollten zudem ein starker Glaube und eine hohe Motivation für das Projekt vorhanden sein. Für das Startup-Life ist ein extrem langer Atem und Durchhaltevermögen vonnöten, das ohne ein starkes Committment schnell abflacht und das Projekt so scheitern lässt. Deswegen sollten beim Team keine Kompromisse gemacht und lieber eine Extrameile gedreht werden.

Wir von TRUEPLAY wünschen allen Gründungsinteressierten und Gründern viel Erfolg. Nehmt gerne mit mir/uns Kontakt unter jochen(at)trueplay.de auf und lasst uns austauschen.

 

Sportliche Grüße

Jochen

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