40 Kinder aus ganz Sachsen waren beim Länderwettbewerb als 2. Stufe des Sächsischen Informatikwettbewerbs am Campus Görlitz zu Gast
Der Sächsische Informatikwettbewerb (SIW) wird seit 1997 jährlich zu Schuljahresbeginn ausgerufen. Mit nahezu 5.000 Teilnehmenden aus Grundschulen, Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen und Oberschulen sowie Gymnasien ist er der zweitgrößte Informatikwettbewerb Deutschlands. Er wird in Trägerschaft des Landesverbandes Sächsischer Jugendbildungswerke (LJBW) e.V. durchgeführt.
Am 14. März traten Grundschülerinnen und Grundschüler aus ganz Sachsen zur 2. Stufe im Sächsischen Informatikwettbewerb am Campus Görlitz an der HSZG an. Von über 900 Teilnehmenden bei den Regionalwettbewerben konnten sich 40 Kinder aus Zwickau, Chemnitz, Leipzig, Dresden und der Oberlausitz für dieses Landeswettbewerb qualifizieren. Die jungen Talente zeigten ihre theoretischen Kenntnisse in einer Wissensabfrage, bewiesen ihre Kreativität bei der Gestaltung eines Plakates und wendeten algorithmisches Denken bei der Lösung einer Programmieraufgabe an. Gefordert war außerdem die Informationsbeschaffung aus dem Internet, die von den Teilnehmenden routiniert durchgeführt wurde.
Die mitgereisten Begleitpersonen konnten während des Wettbewerbs Vorträge zum Forschungsbetrieb und Dienstleistungsangeboten besuchen. Die Themen reichten dabei von KI zur Waldbrandfrüherkennung und autonomes Fahren biz zur IT-Sicherheit mit Live-Demonstration eines Angriffs.
Nach der Mittagspause in der Mensa – die mit üppigen Portionen für das leibliche Wohl sorgte – wurde es märchenhaft: Der verrückte Buchmacher, eine Kunstfigur des Künstlers Tom Hohlfeld, brauchte dringend Hilfe! Er rief die Kinder an, sie bei seinem Märchen zu unterstützen.
Mit Karte und Tablet ausgestattet, machten sich die Kinder in kleinen Gruppen auf die Suche nach mehreren Stationen, an denen es Aufgaben im Team zu lösen galt. Aus den zunächst ungeordneten Notizen ergaben sich so nach und nach mehrere kleine Geschichten, die am Ende zu einem gemeinsamen Ganzen verwoben wurden.
Als alle wieder zusammenkamen, steckten sie ihre Tablets an, legten die Ringe auf den Portalöffner (einen Flachbettscanner) und signalisierten dem verrückten Buchmacher so, dass die Reihenfolge wiederhergestellt war. Er bedankte sich herzlich bei den Kindern und deutete auf ein kleines Geheimnis, das es noch zu entdecken galt. Jedes Kind erhielt eine Buchmachermünze – und diese barg auf magische Weise den Zugang zu dem selbst erlebten Echtzeitmärchen (eine YouTube-URL, die per NFC abrufbar war).
Um den Kindern die Wartezeit zur offiziellen Bekanntgabe der Ergebnisse am 05. Mai zu verkürzen, gab es entsprechend des diesjährigen Themas "Märchen" noch ein Märchenquiz mit kleinen Preisen.
Im April 2025 war die Hochschule Zittau/Görlitz Gastgeber der ersten Regio-Challenge Oberlausitz im Rahmen des Sächsischen Informatikwettbewerbs. Rund 50 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 12 traten in kreativen und praxisnahen Wettbewerbsformaten gegeneinander an.
Die Regio-Challenge ist ein Projekt zur Regionalisierung des Sächsischen Informatikwettbewerbs und wurde von der Initiative „Digitale Schule Sachsen“ gefördert, die von Prof. Längrich koordiniert wird. Die Organisation auf Grundschulebene lag bei Andrea Skuras, Schulleiterin der Diesterweggrundschule in Görlitz, die den Wettbewerb als Heimvorteil und Beobachterin unterstützte. Die Kontaktperson für das Projekt war Anja Carstensen von der Digitalen Schule Sachsen.