Regenbogen von Zittau bis Görlitz
Die HSZG unterstützt den Christopher Street Day (CSD) in Zittau und Görlitz.
Eine Hochschule lebt von Offenheit, freiem Denken und der Vielfalt der Menschen, die sie gestalten. Diese Freiheit setzt voraus, dass alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität respektiert werden und gleichberechtigt teilhaben können. Der CSD macht sichtbar, dass dies noch immer nicht selbstverständlich ist. Als stellv. Gleichstellungsbeauftragter der HSZG stehe ich für eine Hochschule, in der Diskriminierung keinen Platz hat und Vielfalt als Stärke gelebt wird – auf dem Campus und in unserer Region.
Diese Haltung zeigt sich an der HSZG auch im Engagement von Studierenden und in konkreten Unterstützungsangeboten.
Ob Veranstaltungen für queere Studierende und Menschen, die sie unterstützen, oder hochschulpolitisches und regionales Engagement – das Regenbogenkollektiv ist als Hochschulgruppe und Anlaufstelle aktiv. Es setzt sich für die Sichtbarkeit und Anliegen von Studierenden unterschiedlicher sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten ein.
Dabei geht es auch darum, Räume zu schaffen, in denen Studierende auf Menschen treffen, die ähnliche Erfahrungen teilen, sich verstanden und sicher fühlen können. Denn Studium findet nicht nur im Hörsaal statt: Gemeinsame Erfahrungen und Begegnungen gehören ebenso dazu. Solche sicheren Räume können gerade in unruhigen Zeiten Halt geben und zugleich für vielfältige Lebensrealitäten sensibilisieren.
Neben dem Engagement aus der Studierendenschaft beschäftigt sich die HSZG auch wissenschaftlich mit den Lebensrealitäten queerer Studierender. Seit Juli gibt es am TRAWOS das durch das BMFTR geförderte Projekt „QueerPeer“. Ziel des Projekts ist es, queere Studierende sachsenweit zu vernetzen, um ihre Perspektiven im ländlichen Raum sichtbar zu machen und mögliche Hürden innerhalb des Hochschulsystems zu minimieren.
Insbesondere der Übergang ins Studium stellt für viele junge Erwachsene einen Umbruch dar. Für viele ist es das erste Mal, dass sie ihre sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität oder Beziehungsformen frei reflektieren können. Gleichgesinnte innerhalb der queeren Community zu finden, gibt ihnen Halt und Unterstützungssysteme in turbulenten Zeiten – die CSDs spielen hierbei eine wichtige Rolle.
Vielfalt und Gleichbehandlung betreffen dabei nicht nur Studierende, sondern die gesamte Hochschule. Auch Tom Halang, Vorsitzender des Personalrats der HSZG, betont diese Perspektive:
Es gehört zu den Kernpflichten des Personalrats, dass alle Mitarbeitenden gleichbehandelt werden – unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Identität. Unsere Hochschule wächst aus der Breite der Gesellschaft, die hier forscht, arbeitet und lebt. Die gelebte Vielfalt ist das Fundament einer zukunftssicheren Hochschule Zittau/Görlitz.
Wir sind überzeugt, dass unsere Hochschule, unsere Forschung und unsere Gesellschaft von dieser Diversität, von Teilhabe und Gleichberechtigung bereichert wird. Wir möchten Studierende, Lehrende und Mitarbeitende ermutigen, sich für Freiheit und Vielfalt stark zu machen. Eine Möglichkeit, dafür sichtbar einzustehen, bieten die CSDs in der Region: am 12. September in Zittau und am 26. September in Görlitz.
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