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Forschung , Hochschule
02. Dezember 2019

Innovationscampus Görlitz nimmt Gestalt an

TU Dresden, HSZG und HHL unterzeichnen Absichtserklärungen zu Ansiedelungsvorhaben und Kooperationsprojekten.


Prof. Dr. Friedrich Albrecht (Rektor HSZG) und Ronald Schmidt (Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen) unterzeichnen eine Absichtserklärung
Foto: Siemens AGProf. Dr. Friedrich Albrecht (Rektor HSZG) und Ronald Schmidt (Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen) unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Schaffung einer Plattform für die Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen und Entwickler*innen

Der Siemens Innovationscampus geht in die nächste Phase: Heute, 2. Dezember, wurden im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer Absichtserklärungen zu Ansiedelungs- und Kooperationsvorhaben unterzeichnet. Siemens hat, unterstützt unter anderem vom Freistaat Sachsen und der Stadt Görlitz, dafür mit der Technischen Universität Dresden, der Hochschule Zittau/Görlitz sowie der Handelshochschule Leipzig (HHL) innovationsstarke, langjährige gute Partner gewinnen können.

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Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die Gründung eines Zweigcampus der TU Dresden hier am Standort in Görlitz ist gut für die Stadt und die gesamte Region. Denn das Projekt ist ein wichtiger Baustein des neuen Siemens-Innovationscampus und trägt entscheidend dazu bei, die Entwicklung und Forschung auf dem Gebiet der Wasserstofftechnologie sowie die Anwendung im Mobilitätssektor voranzutreiben. Profitieren wird von der weiter wachsenden Wasserstoff-Kompetenz die gesamte Lausitz.“ Kretschmer dankte ausdrücklich auch der Hochschule Zittau/Görlitz und der Handelshochschule Leipzig (HHL) für deren Engagement in Görlitz. „Es ist genau dieser Gründergeist, der uns stark macht und den wir brauchen.“

Die Technische Universität Dresden beabsichtigt, gemeinsam mit Partnern einen Zweigcampus des Instituts für Automobiltechnik Dresden – IAD auf dem Siemens Innovationscampus anzusiedeln. Untersucht werden soll die Verknüpfung von automatisiertem Fahren und wasserstoffbasierter Mobilität insbesondere im Bereich der Nutzfahrzeuge und des ÖPNVs als einem wichtigen Baustein zur Sicherung von Mobilität und Versorgung im ländlichen Raum.

Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) will zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft innovationsstarke Unternehmen insbesondere im Bereich der Energieeffizienz und Ressourcenschonung unterstützen. Produzierendes Gewerbe mit hoher Exportkraft und hohen Standards soll sich hier entwickeln, aus bestehenden Unternehmen oder aus Neugründungen heraus. Daher wird die Hochschule gemeinsam mit Siemens daran arbeiten, eine Plattform für die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Entwicklern zu schaffen, die vor allem auch jungen Frauen und Männern große Chancen eröffnet.

Die Handelshochschule Leipzig (HHL) plant einen DIGITAL SPACE@Innovationscampus Görlitz, um Synergien zu nutzen, die bei der Start-up-Förderung und der Wirtschaftsförderung entstehen können. Der DIGITAL SPACE hat das Ziel, einerseits Gründungswillige in einer sehr frühen Phase zu fördern und andererseits bestehende Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen – insbesondere bei der Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle.

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Ronald Schmidt, Leiter des Siemens-Geschäftes Industriedampfturbinen, sagte: „Heute, nur vier Monate nach Unterzeichnung des Zukunftspaktes, können wir das Startsignal für den Innovationscampus geben. Ich danke den Beteiligten für ihre Unterstützung in diesem sehr dynamischen Prozess und für das Vertrauen in die Innovationskraft des Siemens-Standorts Görlitz. Ich wünsche mir, dass weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft die Chancen einer solchen Kooperation erkennen und nutzen.“

Der Siemens Innovationscampus Görlitz ist ein Element des "Zukunftspakt Siemens Görlitz", der am 15. Juli dieses Jahres von der Siemens AG, dem Land Sachsen und der Fraunhofer Gesellschaft unterzeichnet wurde. Ziel ist es, den Standort langfristig zu stärken und dem Strukturwandel in der Lausitz wesentliche Impulse zu geben. Dafür sollen weitere Technologie- und Industrieunternehmen, Start-ups sowie Forschungsinstitute angesiedelt werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind Digitalisierung, Automatisierung, Energietechnik sowie innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien.

 

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