27. August 2026

Wissenschaft verbindet die Euroregion Neiße

Beim ACC-Koordinationstreffen an der HSZG tauschten sich Partnerhochschulen aus Polen, Tschechien und Deutschland über die weitere grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus.

Am 23. Juni 2026 fand an der Hochschule Zittau/Görlitz das Koordinationstreffen des Academic Coordination Centre in the Euroregion Neisse (ACC)  statt. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen der grenzüberschreitenden Hochschulzusammenarbeit sowie neue Perspektiven für Talentgewinnung, Internationalisierung und regionale Innovationskraft.

Zu den teilnehmenden Hochschulen gehörten die Technische Universität Liberec, die Wirtschaftsuniversität Breslau, Zweigstelle Jelenia Góra (Uniwersytet Ekonomiczny we Wrocławiu), das Internationale Hochschulinstitut Zittau der Technischen Universität Dresden (IHI Zittau/TUD), die Karkonosze University of Applied Sciences (Karkonoska Akademia Nauk Stosowanych) sowie die Hochschule Zittau/Görlitz. Auch die Weiterentwicklung des ACC Journals war Thema des Treffens.

Wissenschaftlichen Nachwuchs über Grenzen hinweg vernetzen

Das ACC vernetzt Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen in der Euroregion Neiße und fördert den wissenschaftlichen Austausch über Ländergrenzen hinweg. Wie diese Zusammenarbeit konkret gelebt wird, zeigte zuletzt die Young Scientists Conference 2026 des ACC im April 2026. Auch sechs Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der HSZG präsentierten dort ihre Arbeiten. Maria Zimmermann, Absolventin des Masterstudiengangs Management Sozialen Wandels, belegte den zweiten Platz unter 24 Teilnehmenden.

Die großen Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam lösen. Deshalb ist es so wichtig, dass Studierende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie Forschende früh lernen, über Länder- und Disziplingrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Das ACC verbindet Menschen, Ideen und Kompetenzen – und stärkt damit nachhaltig die Innovationskraft unserer gesamten Euroregion.

Prof. Dr. Sophia Keil, Prorektorin für Forschung, Transfer und Internationalisierung der HSZG

Von Talentgewinnung bis MINT-Förderung

Beim Koordinationstreffen stellte die HSZG zudem aktuelle Aktivitäten in den Bereichen Talentgewinnung, Internationalisierung und Halbleiterstrategie vor. Im Fokus stand die „Talent Journey“: von der frühen MINT-Förderung im Projekt „Zukunftslernort Oberlausitz“ über die internationale Studienvorbereitung bis hin zu spezialisierten Studienprogrammen, unter anderem mit Bezug zur Halbleiterindustrie.

Unsere Region lebt davon, dass wir Bildungswege gemeinsam denken, von der Schule über das Studium bis hin zu Forschung, Transfer und Berufseinstieg. Das ACC ist dafür ein wertvolles Netzwerk, weil es Menschen, Themen und Institutionen aus Polen, Tschechien und Deutschland miteinander verbindet.

Inna Hauf, Koordinatorin Internationalisierung im Prorektorat für Forschung, Transfer und Internationalisierung

Im Anschluss lernten die Gäste bei einer Campusführung neu entstandene außerschulische Lernorte am Campus Zittau kennen, darunter das Grüne Klassenzimmer, den Makerspace, den Wind-/PV-Baum und das DLR_School_Lab.

Über das ACC

Das Akademische Koordinierungszentrum in der Euroregion Neiße (ACC) unterstützt seit 1991 die grenzüberschreitende Hochschulbildung, Wissenschaft und Forschung. Es vernetzt Partnerhochschulen in Deutschland, Polen und Tschechien und fördert gemeinsame Forschungs- und Bildungsaktivitäten.

Mit dem ACC Journal, internationalen Studentensymposien, Fachseminaren, Workshops und Wettbewerben schafft das Netzwerk Plattformen für wissenschaftlichen Austausch und die Förderung junger Talente.

Mehr dazu: https://acc-ern.tul.cz/de/ 

Foto: Prof. Dr. rer. pol. Sophia Keil
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