Ein neuerlicher Kooperationsvertrag baut die erfolgreiche Partnerschaft weiter aus.
Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) freut sich über die Fortsetzung und Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Landkreis Görlitz. Am 12. Januar 2026 unterschrieben Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch, Rektor der Hochschule Zittau/Görlitz, und Dr. Stephan Meyer, Landrat des Landkreises Görlitz, an der HSZG in Zittau einen neuerlichen Kooperationsvertrag, dessen Ziel die Stärkung der bilateralen Kooperation in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur ist.
Mit der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz und dem Landkreis Görlitz sollen gemeinsame Aktivitäten in den Bereichen Bildung, Öffentlichkeitsarbeit, Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft ausgebaut und gefördert werden. Dies sieht insbesondere die Unterstützung und Weiterentwicklung von Schlüsselvorhaben wie DC-Campus, ZukLOS, CircEcon und NetZeroValley vor, welche Forschung, Innovation, wirtschaftliche Entwicklung und außerschulische Bildung miteinander verbinden. Ferner stehen auf der Agenda: die Weiterentwicklung des Landkreises Görlitz und der Hochschule Zittau/Görlitz als Partner der Halbleiterindustrie sowie die Förderung von Aktivitäten zur nachhaltigen Regionalentwicklung – speziell in den Bereichen Umweltbildung, Naturschutz und Stadtentwicklung. Ein weiterer Bestandteil ist die gegenseitige Unterstützung und Einbindung bei der Öffentlichkeitsarbeit und im Marketing. Auch die Bereiche Kultur und Internationalisierung sollen auf beiden Seiten weiter ausgebaut werden, unter anderem durch die Förderung der Willkommensstrukturen wie beispielsweise die Durchführung von Welcome Centern sowie interkultureller Veranstaltungen für international Studierende und (inter-)nationale Besucherinnen und Besucher des Landkreises und der Hochschule. Beide Partner unterstützen sich ferner im Bereich Infrastruktur und Infrastrukturplanung.
Die Präambel des Kooperationsvertrages besagt: „Die Hochschule Zittau/Görlitz und der Landkreis Görlitz sehen sich in der Verantwortung, einen zukunftsorientierten Hochschul-, Forschungs- und Wirtschaftsstandort inmitten einer lebenswerten, nachhaltigen und international vernetzten Lausitz zu gestalten. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Transformation der Region leisten beide Partner einen aktiven Beitrag zur Strukturentwicklung. Sie vereinbaren hierzu eine langfristige strategische Zusammenarbeit, die auf gegenseitigem Vertrauen gründet und darauf ausgerichtet ist, durch gemeinsame Initiativen und abgestimmte Strategien die Innovationskraft der Region zu stärken, ihre internationale Sichtbarkeit zu erhöhen und die Lebensqualität in der Region nachhaltig zu sichern.“
Die Kooperation leistet einen wertvollen Beitrag zur Standortentwicklung sowohl der HSZG als auch des Landkreises Görlitz, zur Gewinnung zukünftiger Studierender und nationaler und internationaler Gäste und zur Information über Kultur, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft im Landkreis Görlitz. Die Hochschule Zittau/Görlitz und der Landkreis Görlitz arbeiten mit Inkrafttreten des Kooperationsvertrages zum 12. Januar noch enger im Bereich des Wissens‑, Technologie‑ und Innovationstransfers und der Regionalentwicklung zusammen. Dies schließt die Kooperation mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen, der Wirtschaftsförderung, der Kreisentwicklung, öffentlichen Verwaltungen sowie regionalen und überregionalen Verbänden ein.
Mit der Erneuerung der Kooperationsvereinbarung bekräftigen wir unsere gemeinsame Verantwortung für den Landkreis Görlitz. Durch den engen Austausch können wir unsere Kompetenzen in Lehre, Forschung und Transfer gezielt einbringen und nachhaltige Perspektiven für Bildung, Innovation und Fachkräftesicherung in der Oberlausitz gestalten.
In den kommenden Monaten sollen insbesondere praxisnahe Formate weiter ausgebaut werden, die in der vorliegenden Bedarfsabfrage als besonders wirksam und schnell umsetzbar beschrieben werden, etwa regelmäßige Austauschformate, Praktika und Werkstudierendentätigkeiten, Projekt- und Abschlussarbeiten sowie Workshops und Gastvorträge. Parallel dazu werden strategische Vorhaben mit höherem Koordinationsbedarf weiter konkretisiert, um mittel- und langfristig zusätzliche Impulse für die Region zu setzen.
Text: Frank Leberecht, HSZG ; Fotos: Lucas Wenzel, HSZG