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HSZG bringt d-you in den Hochschulalltag
Als Launchpartner der neuen staatlichen digitalen Identitäts-Wallet d-you bringt die HSZG konkrete Anwendungen für Immatrikulation und digitalen Studierendenausweis auf den Weg und gestaltet deren Einsatz im Hochschulbereich früh mit.
Die staatliche deutsche EUDI-Wallet heißt d-you und soll am 2. Januar 2027 starten. Rund 40 Launchpartner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickeln dafür eigene Anwendungen. Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) gehört dazu.
Bei der Vorstellung von d-you am 9. September im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung in Berlin war die HSZG durch Lars Rönisch vertreten. Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger präsentierte dort gemeinsam mit den Launchpartnern den Namen, das Logo und die nächsten Schritte zur Einführung der Wallet. Als Chief Digital Officer begleitet Lars Rönisch die digitale Transformation der HSZG.
Die HSZG gestaltet den Einsatz von d-you mit
Im Projekt Campus.Connect² entwickeln und erproben die HSZG und die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden konkrete Anwendungen für den Hochschulalltag. Damit wollen beide Hochschulen digitale Identitäten und Nachweise in Hochschulprozesse integrieren und Verwaltungsprozesse Schritt für Schritt durchgängig digital gestalten.
Mit d-you nimmt die digitale Identität jetzt konkret Gestalt an. Wir haben uns früh mit Anwendungsfällen aus der Hochschulpraxis eingebracht und übernehmen damit eine Vorreiterrolle. Jetzt geht es darum, Prozesse so zu gestalten, dass sich Studierende künftig sicher, orts- und zeitunabhängig identifizieren können – und Lösungen entstehen, die perspektivisch auch andere Hochschulen nutzen können.
Immatrikulation soll durchgängig digital werden
Ein erster konkreter Anwendungsfall betrifft die Immatrikulation. Die HSZG will den Immatrikulationsprozess perspektivisch von der Identifikation über die Prüfung der erforderlichen Angaben bis zur Zahlung durchgängig digital abwickeln.
Für die sichere digitale Identifikation will die HSZG künftig sowohl die BundID als auch d-you nutzen. Studierende sollen sich künftig direkt über die Wallet identifizieren können. Über die BundID kann zusätzlich die rechtssichere Zustellung in ein digitales Postfach erfolgen. Damit kann die HSZG weitere Schritte im Immatrikulationsprozess perspektivisch vollständig digital abbilden. HISinOne unterstützt diese Form der Identitätsprüfung bereits technisch.
Als erster Einsatz an der HSZG ist nach aktuellem Planungsstand die Immatrikulation zum Sommersemester 2027 vorgesehen.
Digitale Identität auch für Beschäftigte
Auch bei Prozessen für Beschäftigte spielt die digitale Identifikation eine Rolle. Über die BundID kann die HSZG sie beispielsweise für E-Mail- und Signaturzertifikate nutzen. Bislang müssen sich Beschäftigte dafür vor Ort identifizieren. Künftig könnte dieser Schritt vollständig digital erfolgen. Der bisherige Weg vor Ort soll als Alternative erhalten bleiben. Auch für Sicherheitsverfahren wie die Mehr-Faktor-Authentifizierung kann eine sichere digitale Identität die Grundlage bilden.
Studierendenausweis direkt in der Wallet
Ein weiterer Baustein von Campus.Connect² ist der digitale Studierendenausweis. Er soll als verifizierter Nachweis direkt in der Wallet bereitgestellt werden.
Studierende könnten damit ihren Studierendenstatus digital nachweisen, etwa gegenüber öffentlichen Einrichtungen oder anderen Akzeptanzstellen. Damit der digitale Ausweis auch außerhalb der Hochschule im Alltag genutzt werden kann, müssen entsprechende Stellen den digitalen Nachweis akzeptieren. Nach aktuellem Planungsstand soll der digitale Studierendenausweis im ersten Quartal 2027 verfügbar werden.
Lösungen für weitere Hochschulen
Campus.Connect² ist von Beginn an auf Nachnutzbarkeit ausgerichtet. Viele Hochschulen arbeiten mit dem Campusmanagementsystem HISinOne. Die Projektpartner wollen die Ergebnisse so in bestehende Systeme überführen, dass auch andere Hochschulen sie perspektivisch nutzen können.
d-you selbst soll nach dem Start schrittweise weiterentwickelt und um weitere Funktionen und digitale Nachweise ergänzt werden. Die Nutzung ist freiwillig und kostenfrei. Digitale Nachweise werden verschlüsselt auf dem Endgerät gespeichert. Grundlage sind gemeinsame technische Standards der Europäischen Union, sodass die Wallet perspektivisch auch grenzüberschreitend genutzt werden kann.
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