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21. September 2026

Ausgezeichnete Abschlussarbeiten

Marcel Kupke und Manuel Isensee erhielten den Johann-Andreas-Schubert-Preis 2026 für zwei Arbeiten mit besonderer Praxisrelevanz.

Der Johann-Andreas-Schubert-Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten sächsischer Hochschulen, die innovative Ideen, anwendungsorientierte Methoden oder praktisch verwertbare Lösungen hervorbringen. In diesem Jahr gehören mit Marcel Kupke und Manuel Isensee gleich zwei Absolventen der Hochschule Zittau/Görlitz zu den Preisträgern.

Die Preisverleihung fand am 21. September 2026 im BMW Talent Campus in Leipzig statt. Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner und BMW-Werkleiterin Petra Peterhänsel begrüßten die Gäste, Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer richtete ebenfalls ein Grußwort an die Anwesenden.

Marcel Kupke: Fehler erkennen, bevor die Anlage stillsteht

Marcel Kupke absolvierte an der HSZG das Kooperative Studium mit integrierter Ausbildung (KIA) im Studiengang Automatisierung und Mechatronik. Praxispartner war die TRUMPF Sachsen SE in Neukirch. Seine Diplomarbeit entstand im Forschungsprojekt OekEffDatA und wurde von Daniel Fiß betreut.

Unter dem Titel „Effizienzmonitoring von Automatisierungsanlagen durch Konzeption und Umsetzung eines Algorithmus zur automatisierten Durchführung von Funktionstests an der Automatisierungs-Komponente ‚SheetMaster‘ AK09 im Rahmen des Fördermittelprojektes OekEffDatA“ entwickelte Marcel Kupke eine Maschinendiagnose für Automatisierungskomponenten und erprobte sie anhand typischer Fehlerbilder.

Die entwickelten Funktionstests können beispielsweise Leckagen oder Zusetzungen erkennen. Dadurch lassen sich Fehler früher lokalisieren, Wartung und Fehlersuche gezielter durchführen und ungeplante Stillstände reduzieren. Die Arbeit schafft damit eine Grundlage für eine vorausschauende Instandhaltung automatisierter Fertigungsanlagen.

Die Auszeichnung ist für mich eine große persönliche Anerkennung und bestätigt, dass sich die intensive Auseinandersetzung mit Maschinendiagnose und Anlagenzustandsüberwachung gelohnt hat. Fachlich bestärkt mich der Preis darin, meinen Weg in diesem Bereich weiterzugehen und die gewonnenen Erkenntnisse bei TRUMPF einzubringen.

Dipl.-Ing. (FH) Marcel Kupke

Heute arbeitet Marcel Kupke bei TRUMPF Sachsen SE in der Elektrokonstruktion und ist weiterhin im Forschungsprojekt OekEffDatA tätig. Für seine Diplomarbeit erhielt er den zweiten Platz und 700 Euro Preisgeld.

Manuel Isensee: Demontage für die Kreislaufwirtschaft neu denken

Manuel Isensee absolvierte den Masterstudiengang Maschinenbau mit der Vertiefungsrichtung Nachhaltige Produktionstechnologien. Seine Masterarbeit entstand am Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der HSZG und wurde von Prof. Dr. Martin Sturm und Christian Vogel betreut.

In seiner Arbeit „Simulation eines repräsentativen Demontageprozesses im Kontext einer treibhausneutralen Kreislaufwirtschaft – Konzeption, Modellierung und Bewertung im Rahmen des Projektes CircEcon“ untersuchte Manuel Isensee, wie eine Demontageanlage so gestaltet werden kann, dass unterschiedliche Produkte flexibel zerlegt und möglichst viele Bauteile und Rohstoffe anschließend wiederverwendet oder weiterverwertet werden können.

Anhand einer Simulation zeigte er, dass sich unterschiedliche Produktkomponenten mit einem effizienten Materialfluss demontieren lassen. Die Ergebnisse liefern zugleich wichtige Erkenntnisse für den realen Aufbau und die Auslegung einer solchen Anlage.

Der Ansatz zielt darauf, Recycling stärker auf die gezielte Rückgewinnung und Wiederverwendung wertvoller Rohstoffe auszurichten. Unternehmen können neue Demontagestrategien zunächst in einer kontrollierten Umgebung erproben und die gewonnenen Erkenntnisse anschließend auf ihre betrieblichen Bedingungen übertragen.

Für mich bedeutet die Auszeichnung, dass harte Arbeit und persönliches Engagement, das über den geforderten Umfang der Masterarbeit hinausging, entsprechend gewürdigt wurden.

Manuel Isensee, M.Eng.

Manuel Isensee arbeitet heute am IPM im Bereich Robotik. Als nächsten Schritt wird er Teil einer Nachwuchsforschergruppe, die sich mit der Back-End-Produktion in der Halbleiterindustrie beschäftigt. Für seine Masterarbeit erhielt er 800 Euro Preisgeld.

Wissenschaftlich arbeiten, praxisnah betreuen

Die ausgezeichneten Arbeiten sind eng mit Forschungsprojekten und konkreten Anwendungen in Industrie und Forschung verbunden. Zugleich zeigen sie, welche Rolle die fachliche Begleitung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften spielt. Die beiden Auszeichnungen machen sichtbar, auf welchem fachlichen Niveau wissenschaftliche Abschlussarbeiten an der HSZG entstehen und wie eng dabei Forschung, Lehre und praktische Anwendung miteinander verbunden sind.

Daniel Fiß
Ansprechperson
Dipl.-Ing. (FH)
Daniel Fiß
Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik
Messtechnik / Prozessautomatisierung
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 8
Gebäude Z IVc, Raum C1.12
Obergeschoss
+49 3583 612-4749
Christian Vogel
M. Eng.
Christian Vogel
Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM)
Fachgruppe Messtechnik / Prozessautomatisierung
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 8
Gebäude Z IVc, Raum C1.14
Obergeschoss
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