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Medizin-Nobelpreis 2026: Wie Licht das Gehirn erforschbar macht
Kann man Nervenzellen mit Licht steuern? Dr. Elisabeth Maluck erklärt, wie die Optogenetik funktioniert und welche Möglichkeiten sie für die medizinische Forschung eröffnet. Der öffentliche Vortrag zum Medizin-Nobelpreis 2026 ist auch ohne Vorkenntnisse verständlich.
| Beginn |
25. November 2026 -
18:00 Uhr |
| Ende | 25. November 2026 - 19:15 Uhr |
| Ort | Haus IV, Großer Hörsaal (Raum 0.01), Theodor-Körner-Allee 8, 02763 Zittau |
Das Gehirn mit Licht steuern – wie funktioniert das?
Schätzungen zufolge besteht das menschliche Gehirn aus rund 86 Milliarden Nervenzellen. Es bildet ein komplexes und dennoch präzises System, das täglich für unser Tun verantwortlich ist. Nicht grundlos sind Forschende schon lange an der Entschlüsselung dieses Systems interessiert.
Die Optogenetik nutzt einen lichtempfindlichen „Schalter“ aus einer Alge und bietet den Forschenden dabei völlig neue Möglichkeiten. Sie erlaubt ihnen, gezielt Nervenzellen mithilfe von Licht anzuschalten und die direkten Auswirkungen zu beobachten.
Mittlerweile wenden Forschende die Optogenetik in einer Vielzahl von Organismen an. Ihr Ansatz ist, Beobachtungen aus einfacheren auf komplexere Systeme zu übertragen und so beispielsweise Therapieansätze für Nervenerkrankungen des Menschen zu entwickeln.
Was erwartet Sie im Vortrag?
Dr. Elisabeth Maluck, Biochemikerin und promovierte Neurobiologin, erklärt die wissenschaftlichen Hintergründe der ausgezeichneten Entdeckung. Anschaulich und ohne komplizierte Fachsprache zeigt sie, wie die Optogenetik funktioniert und welche Möglichkeiten sie für die medizinische Forschung eröffnet. Aus ihrer eigenen Forschung bringt sie Erfahrungen mit, wie sich Nervenzellen mithilfe von Licht gezielt an- und ausschalten lassen.
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Ausgezeichnete Ideen. Einfach erklärt.“, die die Nobelpreise 2026 und die Forschung dahinter für alle Interessierten verständlich macht.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Im Anschluss besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Über die Referentin
Dr. Elisabeth Maluck studierte Biochemie im Bachelor und Master mit pflanzenwissenschaftlichem Schwerpunkt. Sie promovierte im Bereich Neurobiologie und untersuchte Schlafmechanismen bei Fadenwürmern (Nematoden). Dabei nutzte sie die Optogenetik, um Nervenzellen während und außerhalb der Schlafphasen gezielt an- und auszuschalten und die Auswirkungen auf Nervensystem und Verhalten zu untersuchen.
Heute arbeitet sie im Qualitätsmanagement eines Medizintechnikunternehmens in Görlitz. Sie begleitet die Entwicklung und Marktzulassung neuer Bluttests zur Bestimmung des Immunstatus, indem sie die dafür erforderlichen Tests plant, auswertet und dokumentiert. Ihre Neugier auf biologische Zusammenhänge und ihre Begeisterung für die Naturwissenschaften möchte sie an ein breites Publikum weitergeben.
Anmeldung und Teilnahme
Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an alle, die neugierig auf aktuelle wissenschaftliche Entdeckungen sind.
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung, um die Veranstaltung besser planen zu können. Selbstverständlich sind Sie auch ohne vorherige Anmeldung herzlich willkommen.
Ansprechperson
2. Obergeschoss
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