Veranstaltungsdetails

26. August 2026

Studieren ohne Hörsaal-Overload

Warum kleine Gruppen an der HSZG dir wirklich helfen. In unserem Podcast hi@hszg geben uns Theresa, Benedikt und Henning Einblicke in ihren Studienalltag.

Vielleicht kennst du das Gefühl: Du gehst zum Hochschulinfotag, landest in einem riesigen Hörsaal, überall Stimmen, überall Menschen, alles wirkt wie ein System, in dem du eher eine Nummer bist als eine Person. Und plötzlich fragst du dich: Ist Studieren das Richtige für mich?

Genau hier liegt ein Insight, den viele unterschätzen: Es liegt oft nicht am Studium, sondern am Setting. Kleine Gruppen, kurze Wege und echte Ansprechpersonen können den Unterschied machen zwischen Dauerstress und einem Studium, das sich machbar anfühlt und zu dir passt.

Kleine Gruppen im Studium: Mehr Betreuung, weniger Stress, mehr du.

Wenn du gerade überlegst zu studieren, ist eine Frage entscheidend: Wo bekommst du wirklich Support, wenn du ihn brauchst? Nicht irgendwann. Sondern genau dann, wenn du gerade festhängst.

Bei uns an der HSZG kommt das Thema immer wieder: Studieren in kleineren Gruppen verändert deinen Alltag. Du hast schneller Kontakt zu Lehrenden, du kannst Fragen stellen, ohne dich „blöd“ zu fühlen, und du bekommst direkt Feedback, ob du gerade auf dem richtigen Weg bist. 

…wenn man sozusagen in Kleingruppen studiert… hat man ein ganz anderes Maß an Qualität für die eigene Betreuung dadurch dass deutlich eher Leute trifft, die einem helfen können.

Bene, Student Soziale Arbeit

Warum das gerade für Studieninteressierte wichtig ist: Der Übergang von Schule zu Studium ist für viele ein harter Cut. In der Schule wird vieles vorgegeben. Im Studium musst du dich selbst organisieren. Kleine Gruppen nehmen dir das nicht komplett ab, aber sie machen es klarer, näher, menschlicher und damit ein ganzes Stück leichter.

Hier ist der Punkt: Du wirst gesehen. Und das ist für deine Motivation und das Durchhalten, auch wenn mal etwas nicht so leicht von der Hand geht, oft wichtiger als der „perfekte“ Studiengang auf Papier.

Studienwahl ohne Panik: Erst Atmosphäre checken, dann den Studiengang

Viele entscheiden nach Rankings oder dem, was „man halt macht“ weil man es von Freunden, Bekannten und Familie kennt. In der Realität entscheidet aber oft etwas anderes: Kannst du dir vorstellen, dort wirklich zu lernen und zu leben?

Theresa erzählt ehrlich, wie sie nach einem Uni-Besuch in Dresden komplett durch war.

Ich war davon so gezeichnet, diese riesen Hörsäle… das hat mich alles so überfordert… es war ein furchtbarer Tag für mich. Dann war ich hier und ich hab mich sofort in die Hochschule an sich verliebt, in diesen kleinen Campus… es war so ein schönes Feeling.

Theresa, Studentin Tourismusmanagement

Was du daraus mitnehmen kannst, wenn du gerade auf Studienplatzsuche bist:

  • Geh nicht nur zu „den großen Namen“: geh dahin, wo du dich wohlfühlen könntest.
  • Nutze Tage der offenen Tür, um Atmosphäre zu testen, nicht nur Inhalte.
  • Hör auf deinen Kopf, aber auch auf dein Nervensystem. Wenn du schon beim Reingehen gestresst bist, wird es im Semester nicht besser.

Und ja, es ist typabhängig. Manche lieben Anonymität. Andere möchten es klein und fein. Beides ist okay. Hauptsache, du entscheidest bewusst.

Prüfungsangst im Studium: machbar, wenn du dich wirklich reinhängst

Eine der häufigsten Unsicherheiten vor dem Studienstart betrifft Prüfungen. Viele fragen sich, wie anspruchsvoll Klausuren im Studium tatsächlich sind und was sie dabei erwartet. Theresa räumt mit den Sorgen auf und erklärt, wie Prüfungsphasen typischerweise aufgebaut sind.

…im Studium ist das nicht so dass man wirklich jede Woche zwei Klausuren hat… es gibt… fünfzehn Wochen… und dann gibt’s ein Prüfungszeitraum von ungefähr vier Wochen und man weiß vorher, an welchem Tag man welche Prüfung schreibt.

Theresa, Studentin Tourismusmanagement

Dann kommt der Satz, den du dir merken solltest, wenn du gerade zweifelst:

Ich sage immer an der Hochschule Zittau/Görlitz wird niemand durch eine Prüfung fallen, der sich ernsthaft damit auseinandergesetzt hat.

Theresa, Studentin Tourismusmanagement

Warum das so wichtig ist: Es geht nicht darum, dass alles geschenkt wird. Sondern darum, dass du planbar lernen kannst, Fragen stellen kannst und die Rahmenbedingungen so sind, dass du nicht allein gelassen wirst.

Und noch ein wichtiger Reality-Check von Bene:

Du musst dich halt… auf deinen eigenen Arsch setzen und was machen. Du musst dich beteiligen.

Bene, Student Soziale Arbeit

Das ist ehrlich. Studium bleibt Eigenverantwortung. Aber in einem Umfeld, welches dich nicht direkt verschluckt.

Mehr als Theorie: Praxis, Ausland und echte Projekte

Gerade wenn du Gen Z bist, willst du vermutlich nicht nur Theorie, sondern auch Relevanz. Du stellst dir Fragen wie: Was bringt mir das später? Wo kann ich das anwenden? Und kann ich mich ausprobieren? Warum sollte ich das studieren?

Im Tourismusmanagement beschreibt Theresa, wie stark Praxis und Exkursionen eingebunden sind.

Unser erstes Semester war wirklich geprägt von diesen intensiven Exkursionen… und man merkt dass die Professoren dafür Feuer und Flamme sind weil sie ja eben aus der Praxis kommen.

Theresa, Studentin Tourismusmanagement

Im Studiengang Kultur und Management geht es ebenfalls um Spielraum und persönliche Entwicklung. Henning betont das Thema Ausland ganz klar.

Wir hatten alle auch ein Auslandssemester, das ist tatsächlich verpflichtend im Studium: geht in ein anderes Land und lernt die Kultur kennen.

Henning, Student Kultur und Management

Und er macht es sehr konkret, warum man an einem kleineren Studienstandort wie Zittau oder Görlitz sogar besser dran ist:

Wenn man an einer viel größeren Uni ist, ist es schwerer einen Platz fürs Erasmus zu kriegen. Das ist in Görlitz sehr viel einfacher. Und die Finanzierung ist auch großzügiger.

Henning, Student Kultur und Management

Was das für dich heißt: Du musst nicht erstmal an eine große Uni, um international unterwegs zu sein oder Praxis zu sammeln. Manchmal geht es sogar einfacher, wenn Strukturen überschaubar sind und du schneller durchkommst.

Campusleben in Görlitz: mehr los, als man erwartet

Studium ist mehr als Vorlesungen. Du brauchst auch Ausgleich, Leute und Orte, an denen du dich zu Hause fühlst. Und ja, viele haben bei kleineren Städten direkt Vorurteile.

Henning beschreibt Görlitz als Standort ziemlich treffend:

Die Häuser geben einem teilweise so Großstadt-Vibes, ist aber eigentlich keine Großstadt.

Henning, Student Kultur und Management

Was du bei uns in Zittau und Görlitz machen kannst, wenn du nicht nur „irgendwie studieren“, sondern auch leben willst:

  • Sport und Outdoor: Radwege, Seen, Berge in der Nähe
  • die Grenze direkt um die Ecke: in fünf Minuten bist du in einem anderen Land
  • Subkultur und Events, wenn du weißt, wo sie zu finden ist (und ja, manchmal ein bisschen versteckt) - aber den Dreh bekommst du schnell raus.

Das ist die Logik von kleineren Städten. Es kommt weniger zu dir, du gehst mehr hin. Wenn du offen bist, findest du auf jeden Fall Anschluss.

Studium finanzieren an der HSZG: Warum es hier leichter ist als an anderen Studienstandorten.

Der nächste große Stresspunkt: Geld. Miete. Nebenjob. BAföG. Und die Frage, ob man sich das überhaupt leisten kann.

Theresa zieht den Vergleich zu ihren Freunden, welche in Leipzig und Dresden studieren:

Die haben angefangen von achthundert Euro Miete pro Monat zu erzählen und ich kam dann mit meinen dreihundert Euro Miete.

Theresa, Studentin Tourismusmanagement

Bene empfiehlt für den Einstieg ganz klar das Wohnheim, weil es unkompliziert und günstig ist:

…geht erstmal ins Wohnheim, da könnt ihr ein Jahr chillen… ihr zahlt wirklich nur die zweihundertachtzig bis dreihundertzwanzig Euro Miete.

Bene, Student Soziale Arbeit

Henning ergänzt, dass neben BAföG auch Jobs eine lukrative Option sind, gerade an der Hochschule selbst:

Die Hochschule hat viele Stellen als studentische Hilfskräfte. BAföG kann man ja beantragen und da sollten auch viele die glauben, sie bekommen keins, trotzdem mal den Antrag stellen.

Henning, Student Kultur und Management

Was du jetzt konkret tun solltest (wenn du gerade Studieninteresse hast)

  1. Teste das Setting, nicht nur den Studiengang. Geh zu einem Tag der offenen Hochschule und achte auf dein Gefühl: Kannst du dir vorstellen, hier zu lernen?
  2. Frag nach Gruppen- und Betreuungsstrukturen. Wie groß sind Seminare wirklich? Wie schnell bekommst du Hilfe?
  3. Nimm Prüfungsangst ernst, aber lass sie nicht entscheiden. Plane früh, frag nach Prüfungsformen, sprich mit Studierenden.
  4. Check Finanzierung realistisch. Miete, Wohnheim, BAföG, Nebenjob, Familienversicherung. Einmal sauber durchrechnen spart dir später Stress.
  5. Wenn du Anschluss willst, geh einen Schritt auf Leute zu. In kleineren Städten passiert viel über Eigeninitiative. Das ist am Anfang ungewohnt, lohnt sich aber. Wir helfen dir gern schon vor dem Studienstart eine studentische Ansprechperson zu finden!
Victoria Hohlfeld
Stabstelle Hochschulentwicklung und Kommunikation
02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 1.65
+49 3583 612-4390