Was Hochschulen voneinander lernen können
Wie können Hochschulen ihre Regionen im Wandel unterstützen? Die HSZG und die Hochschule Ansbach tauschen Erfahrungen zu Bildungsangeboten, Transfer und Hochschulentwicklung aus.
Hochschulen für angewandte Wissenschaften stehen vor ähnlichen Fragen: Wie lassen sich junge Menschen für ein Studium gewinnen? Wie können Hochschulen Fachkräfte für ihre Regionen qualifizieren? Und wie gelingt es, Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft enger miteinander zu verbinden?
Über diese und weitere Herausforderungen tauschten sich die Hochschule Zittau/Görlitz und die Hochschule Ansbach bei einem Treffen auf dem Campus Zittau aus. Anlass war der Besuch des Ansbacher Hochschulpräsidenten Prof. Dr.-Ing. Sascha Müller-Feuerstein am 14. Juli. Gemeinsam mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch und weiteren Hochschulangehörigen ging es vor allem um Konzepte, die sich in der Praxis bewähren, und um Erfahrungen, von denen Hochschulen gegenseitig profitieren können.
Von der Zusammenarbeit mit Schulen bis zur Ingenieurausbildung
Wie unterschiedlich solche Ansätze aussehen können, zeigte sich an mehreren Beispielen der HSZG. Im DLR_School_Lab informierte sich Sascha Müller-Feuerstein über den Aufbau des Schülerlabors, seine Bildungsangebote und die Erfahrungen aus dem ersten Betriebsjahr.
Im anschließenden Strategiegespräch standen die Entwicklung der HSZG und der Strukturwandel in der Oberlausitz im Mittelpunkt. Weitere Themen waren die Kooperative Ingenieurausbildung (KIA), die Bildungsinitiative Zukunftslernort Oberlausitz (ZukLOS) sowie aktuelle Herausforderungen der Hochschulentwicklung.
Ein Rundgang über den Campus mit Stationen im Makerspace, an der Wind-Photovoltaik-Anlage, im Grünen Klassenzimmer und in der Hochspannungshalle ergänzte den fachlichen Austausch.
Unterschiedliche Regionen, ähnliche Herausforderungen
Trotz unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen stehen die Hochschule Ansbach und die Hochschule Zittau/Görlitz vor vergleichbaren Zukunftsaufgaben. Beide arbeiten eng mit Unternehmen, Kommunen und weiteren Partnern zusammen und verbinden Studium, Forschung und Transfer mit den Bedarfen ihres jeweiligen Umfelds.
Auch in der Entwicklung der beiden Regionen zeigen sich interessante Parallelen. Bayern und Sachsen haben den Ausbau anwendungsorientierter Hochschulen vorangetrieben und die Verbindung von Studium, Forschung und Praxis gestärkt. Während sich Mittelfranken zu einem leistungsfähigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort entwickelt hat, eröffnet der Strukturwandel in der Oberlausitz neue Perspektiven für Forschung, Innovation und internationale Kooperationen im Dreiländereck Deutschland–Polen–Tschechien.
Gerade die unterschiedlichen Erfahrungen machen den hochschulübergreifenden Dialog interessant: Welche Ansätze funktionieren unter welchen Bedingungen? Welche Konzepte lassen sich übertragen – und wo braucht es Lösungen, die auf die jeweilige Region zugeschnitten sind?
Der Austausch mit Hochschulen in ganz Deutschland ist für die Weiterentwicklung der Hochschule Zittau/Görlitz von großer Bedeutung. Er ermöglicht uns, neue Perspektiven kennenzulernen, wertvolle Impulse aufzunehmen und Ideen für die zukünftige Entwicklung unserer Hochschule zu gewinnen.
Ein Blick von außen
Für Sascha Müller-Feuerstein waren insbesondere die Zusammenarbeit der HSZG mit Schulen, Forschung und Transfer sowie die strategische Hochschulentwicklung interessant.
Die weite Anreise aus Ansbach hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Besonders beeindruckt haben mich die erfolgreiche Zusammenarbeit der HSZG mit den Schulen der Region, ihre hohe Leistungsfähigkeit in Forschung und Transfer sowie die konsequente strategische Weiterentwicklung der Hochschule. Zugleich habe ich den offenen Austausch, das herzliche Willkommen und die besondere Atmosphäre auf dem Campus und in der Stadt Zittau sehr geschätzt. Ich habe die Hochschule Zittau/Görlitz von einer ihrer besten Seiten kennengelernt und freue mich darauf, den begonnenen Dialog fortzuführen.
Zusammenarbeit mit Perspektive
Der begonnene Dialog soll fortgesetzt werden. Beide Hochschulen wollen insbesondere zu innovativen Lehr-, Forschungs- und Transferformaten im Gespräch bleiben und ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Ansätzen der Hochschulentwicklung weiter teilen.
1. Obergeschoss
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