08. Mai 2020

Ich hab‘ das Gefühl, ihr habt da richtig Bock drauf!

Digitale Lehre im Modul "Freizeittrends und Prognosen"


Screenshot der Skypekonferenz
Foto: HSZG Studentinnen des Studiengangs Tourismusmanagement und Dozent Sebastian Benad (unten links) besprechen sich via Skype. Die Öffentlichkeitsarbeit durfte zu sehen und Fragen stellen.

Markus ist 38 Jahre alt, gutaussehend, verheiratet und hat zwei Kinder. Er trägt gern Anzüge, ist smart vernetzt, umweltbewusst und sportlich. Er steht permanent unter Zeitdruck und versucht Arbeit, Familie und Freizeit in Einklang zu bringen. Mobilität und eine optimale Zeitgestaltung sind für Markus wichtig.

Markus ist der typische Nutzer - eine sogenannte Persona - des Produktprototypen, den Ann-Kathrin, Anne, Sophie, Lea und Laura entwickeln. Sie betreiben Zukunftsforschung und beschäftigen sich mit den Fragen: „Wie wird sich unsere Gesellschaft verändern? Wie sehen die Märkte von Morgen aus? Welche Produkte werden benötigt?“ Ihr konkreter Auftrag ist es, einen Produktprototypen für Mittel- und Langstreckenzüge für Geschäftsreisende zu entwickeln. Gerade eben hatten sie einen Pitch, in dem sie präsentierten, was sie bisher über ihre Herausforderung wissen und welche Bedürfnisse ihr typischer Nutzer - Markus - haben wird.

Schritt für Schritt

Im Design-Thinking-Prozess nennt man diesen Schritt „Sichtweisen definieren“. Der Prozess selbst besteht aus sieben Schritten. Drei haben die Studentinnen nun schon absolviert. Im fünften Schritt muss der Prototyp vorliegen und in einem erneuten Pitch Sebastian Benad präsentiert werden. „Ich will den Zug von Euch verkauft bekommen“, lautet seine Ansage. Dieser Produktpitch zählt dann als Prüfungsvorleistung im Modul „Freizeittrends und Prognosen“. Man könnte meinen, das baut Druck auf, doch die Studentinnen wirken begeistert, stecken voll im Thema und man spürt: sie sehen ihren Prototypen schon vor sich. Sebastian Benad stellt fest: „Ich hab‘ das Gefühl, ihr habt da richtig Bock drauf!“

Aber nun von vorn. Sebastian Benad steht zu Beginn des Sommersemesters 2020 vor der gleichen Herausforderung wie alle Lehrenden: Seine Module muss er von heute auf morgen digital gestützt lehren. Für das Modul „Freizeittrends und Prognosen“ setzt er einen OPAL-Kurs auf. Mit den Studierenden kommuniziert er über den Skype-Kanal, den die Fakultät Management- und Kulturwissenschaften aufgesetzt hat. Als Auftakt führt er eine Kick-off-Veranstaltung zu Thema und Methodik via Skype durch. „Das hat gut funktioniert. Der ganze Kurs hat teilgenommen. Wir haben uns alle stumm geschalten und Fragen per Chat gestellt“, erinnern sich die Studentinnen.

Im Anschluss daran werden Arbeitsgruppen gegründet, die nun in Form eines Design-Thinking-Workshops Produktprototypen entwickeln. Die Gruppen stellen ihre Zwischenergebnisse regelmäßig Sebastian Benad via Skype vor. Er gibt dann direkt Feedback und man berät sich zu den weiteren Schritten. Heute fiel sein Feedback gut aus: „Ihr wirkt sehr produktiv. Ich bin begeistert, was ihr hier abliefert."

Direkt und unverblümt

Stichwort Produktivität: die gibt es hier. Auch so rein digital. „Man kann nicht sagen, dass wir online produktiver geworden sind als vorher. Wir funktionieren schon immer als Gruppe gut. Jetzt treffen wir uns virtuell, stimmen uns mehrmals die Woche ab und arbeiten gemeinsam an unserem Thema“, so die Gruppe. Dabei hilft ihnen ihre direkte und offene Kommunikation. Die Dinge werden angegangen, Probleme angesprochen. Die Kursorganisation, der fachliche Input sowie die regelmäßigen Skype-Termine schaffen einen Raum, in dem die Studentinnen ihre Lernleistung im Modul erfolgreich erbringen können. Klar kämpfen die jungen Frauen mit aktuellen Herausforderungen wie schwankender Motivation und unstrukturierten Tagesabläufen. Doch das hält sie nicht davon ab, ihr Studium mit Freude, Wissensdurst und Disziplin voranzubringen.

Einen wesentlichen Beitrag dazu hat Sebastian Benad mit der Konzeption seines Online-Moduls geleistet.

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Design Thinking

Design Thinking ist ein Prozess zur Förderung von kreativen Ideen. Der Ansatz zielt darauf ab, Innovationen zu entwickeln, die sich am Nutzer und seinen Bedürfnissen orientieren.

info

Studiengang: Bachelor Tourismusmanagement

Modul: Freizeittrends und Prognosen

Lehrender: Sebastian Benad, M.A.

Umsetzung digitale Lehre:

  • OPAL-Kurs
  • Einführungsvorlesung via Skype, Gruppenarbeit in Form eines „Design-Thinking-Workshops“, Präsentation Zwischenergebnisse wöchentlich oder 14-tägig per Skype als Pitch, direktes Feedback zu den Arbeitsergebnissen
  • Prüfungsvorleistung: Produkt-Pitch der Ergebnisse des Design Thinking Workshops „Nachhaltiger Tourismus für Zukunftsmärkte“
  • Prüfungsleistung: Beleg

Fakultät: Management- und Kulturwissenschaften

Ihre Ansprechperson

Foto: M.A. Antje Pfitzner
M.A.
Antje Pfitzner
Stabsstelle Hochschulentwicklung und Kommunikation
Standort 02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 1.65
+49 3583 612-4560
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