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09. Februar 2026

Die HSZG auf der Grünen Woche

Das Team des Projektes BoTiKI gab den Besuchern Einblicke in eine faszinierende Mikrowelt.

Das im letzten Jahr gestartete Forschungsprojekt BoTiKI war in Berlin bei der "Grünen Woche" zu Gast am Stand des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN). Vom 16. bis 25. Januar zog dieser in der Halle 27 „grünerleben“ des Messegeländes zahlreiche Neugierige an, die u. a. auch mehr über den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) für den Natur- und Klimaschutz erfahren wollten.

Am 22. und 23. Januar wurde der Infostand von den Projektleitern Dr. Clément Schneider von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung Görlitz und Dr. André Seeliger vom Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik (IPM) der Hochschule Zittau/Görlitz persönlich mitbetreut. Sie boten den Besuchern Einblicke in eine faszinierende Welt, die dem bloßen Auge fast verborgen bleibt: Unter Mikroskop und Lupe waren lebende Bodentiere zu sehen, unterstützt von Videos, die die aktuellen Projektaktivitäten zeigten. In einer lockeren, halbstündigen Präsentation erläuterten die Wissenschaftler die Motivation und die Ziele des Projektes BoTiKI.

Die Resonanz war durchweg positiv und das Interesse groß. Am Stand trafen die Projektpartner auf ein gemischtes Publikum, das von fachkundigen Kollegen aus der Wissenschaft über allgemein an Umweltfragen interessierte Bürger bis hin zu Schulklassen reichte. Die unmittelbare Anschaulichkeit der Live-Mikroskopie und die multimedial unterstützte Darlegung, wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, die komplexe Welt der Bodenfauna zu analysieren, sorgten für viele neugierige Nachfragen und damit auch für wenig Pausen.

Fachlich geht es bei BoTiKI darum, mit Hilfe eines KI-gestützten Workflows die Analyse von Bodenproben zu beschleunigen. Durch automatische Bildverarbeitung werden darin enthaltene Kleinstlebewesen  erkannt, gezählt und klassifiziert. Die gewonnenen Daten helfen letztlich dabei, die Gesundheit von Böden besser zu bewerten und deren Rolle im Klimasystem – etwa als Speicher oder Quelle von Treibhausgasen – zu bestimmen. Diese Erkenntnisse können für die landwirtschaftliche Praxis wichtige Hinweise liefern.

Mit einem Besucherrekord von 350.000 Gästen ging am 25. Januar die Grüne Woche erfolgreich zu Ende, die letztlich auch dem Team um BoTiKI eine hervorragende Plattform bot, um seine Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Im Eingangsbereich Nord der Grünen Woche (C) André Seeliger

Text: André Seeliger
Bild: BMUKN / Espen Eichhöfer, Clément Schneider, Marla Schulz, André Seeliger 

Gefördert wird das Vorhaben "Offenes KI-System für die Beschreibung von Bodenfauna-Gemeinschaften zur Optimierung der Treibhausgas-Emissionsmodellierung (BoTiKI)" durch die Initiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" des BMUKN. 
 

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Ansprechpartner

Foto: Dr.-Ing. André Seeliger
Dr.-Ing.
André Seeliger
Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Messtechnik
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Obergeschoss
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