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Wohnen, Wohnraumpolitik und Wohnungswirtschaft

Wohnen stellt nicht nur einen zentralen Baustein lebensweltlicher Infrastrukturen und von Lebensqualität dar, sondern repräsentiert zugleich ein wichtiges Feld wirtschaftlichen und politischen Handelns auf lokaler und regionaler Ebene.

In den letzten zwanzig Jahren haben große Privatisierungswellen von kommunalen Wohnungsbeständen in den Ballungszentren, der Rückgang des sozialen Wohnungsbaus sowie die sich in letzter Zeit in den Metropolen dramatisch beschleunigenden Mietsteigerungen zu substanziellen Transformationen des Wohnens und seiner gesellschaftlichen Einbettung geführt. Zugleich hat die Differenzierung der Wohnungsmärkte und des Wohnens sowohl in vertikaler (Qualitäts- und Preissegmente, Gentrifizierung, Segregation) wie in horizontaler Hinsicht (Zentrum/Peripherie, Regionen, Siedlungsformen) zugenommen. Offenkundig sind metropolitane Sozialräume (Berlin, München, Dresden) mit anderen Problemen konfrontiert als periphere und kleinstädtisch bzw. ländlich geprägte (Uckermark, Ostsachsen usw.). Letztere haben eher mit Abwanderung und Alterung der Bevölkerung, aber auch Altbaubeständen und Leerstand zu ringen.

 

Das TRAWOS-Institut beschäftigt sich in diesem Forschungsschwerpunkt mit unterschiedlichen Aspekten der Entwicklung sowohl auf nationaler, auf Länder- aber auch auf regionaler Ebene. Untersucht werden sowohl Bewirtschaftungsmodelle und wohnraumabhängige Migrationen als auch Probleme der Flächennutzung oder Erfassung von Leerständen.

Referenzen

Investoren und ihre Investments in Wohnungsbeständen – Börsengänge und ihre Auswirkungen (2/2015 – 6/2016)

 

Abschlusspublikation (2017)

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