Angewandte Naturwissenschaften | Dual (KIA)

Fakultät: Natur- und Umweltwissenschaften
Standort: Zittau
Studienabschluss: Bachelor of Science
Regelstudienzeit: 9 Semester
ECTS Punkte: 210
Immatrikulation zum: Wintersemester
Zulassungsbeschränkung: Ausbildungs- /­ Praktikantenvertrag oder für KIApro Qualifizierungsvertrag mit dem Partnerunternehmen

Ob leichte und belastbare Werkstoffe für die Zukunft, Spurenanalytik von Umweltproben oder die Nutzung von Enzymen in der Biokatalyse – ein Verständnis des Mikrokosmos der Moleküle und Atome ist für viele Innovationen notwendig und Interdisziplinarität ist erforderlich. Bei uns bekommst du das Rüstzeug, um die naturwissenschaftlichen Theorien in die Praxis umzusetzen. Neben den Fachinhalten kommen auch die dafür nötigen Soft-Skills, z. B. Präsentationstechniken, nicht zu kurz. 

Mit dem Studiengang Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie in den Lebens- und Materialwissenschaften) findest du bei uns eine optimale Ausbildung, um die Moleküle zum Tanzen zu bringen.

Je nach Studienrichtung erhältst du neben naturwissenschaftlichen und chemischen Grundlagen einen spezifischen Einblick in die Themengebiete Kunststofftechnologie und Oberflächentechnik oder Chemische Biologie.

Mit den erlernten Kompetenzen stehen dir dann verschiedene Karrierewege offen. 

Was ist das KIA-Studium?

In der KIA-Variante (Kooperatives Studium mit Integrierter Ausbildung) eignet sich das Bachelor-Studium sehr gut für zukünftige Studierende, die Theorie und Praxis miteinander verbinden wollen. Du erwirbst neben theoretischen Fachkenntnissen auch eine fachpraktische Ausbildung und erhältst zum Ende des Studiums nicht nur die Bachelor-Urkunde, sondern auch einen Facharbeiterabschluss.

Du hast die Wahl, gestalte dein Studium!

Bei dem Studiengang Angewandte Naturwissenschaften, wählst du zwischen einen: 

  • regulären Bachelor-Studium oder
  • du entscheidest dich für ein duales Bachelor Studium mit KIA
  • Das KIA-Studium

    KIA ist ein duales Hochschulstudium mit Abschluss als Bachelor nach 4 bzw. 4,5 Jahren bzw. als Diplom-Ingenieur (FH) nach 5 Jahren - mit integrierter Berufsausbildung (einschließlich IHK/­HWK-Abschluss).
    Es verknüpft sehr intensiv Theorie und Praxis, schafft frühzeitige Bindung zum künftigen Unternehmen und wird daher von der Landesregierung des Freistaates Sachsen empfohlen und von den Unternehmen ausdrücklich gefordert.

    Unsere künftigen KIA-Studierenden bewerben sich bei einem mit der Hochschule kooperierenden Unternehmen bis zu einem Jahr vor Studienbeginn, besitzen die Hochschulzugangsberechtigung (vorzugsweise Leistungskurs in Physik und Mathematik), haben Interesse an naturwissenschaftlichen Problemstellungen und verfügen über die erforderliche Mobilität.

    Die Unternehmen schließen mit der Hochschule einen Kooperationsvertrag und mit den Bewerbern Verträge zur berufspraktischen Ausbildung (Berufsausbildungsvertrag oder Praktikantenvertrag) bzw. -bei KIApro- einen Qualifizierungsvertrag ab.

    Nach Abschluss eines Ausbildungsvertrages oder Praktikantenvertrages mit dem Unternehmen müssen Sie sich noch an der Hochschule mit Ihrer Hochschulzugangsberechtigung (in der Regel Abitur) anmelden - das ist ab Mitte Mai möglich.

    Das Studium beginnt in der Regel am 01.09. mit einer 4-wöchigen berufspraktischen Grundausbildung im Unternehmen. Danach absolvieren Sie in Abhängigkeit vom Studiengang ein bis drei Studiensemester an der Hochschule. (Studienablauf)

    Die studienfreien Zeiten zwischen den Studiensemestern sind der fachpraktischen Ausbildung im Unternehmen vorbehalten. Die Ausbildung im Unternehmen erfolgt während des Grundstudiums nach dem Studienablaufplan (z.B. im 4-wöchigen Wechsel der Ausbildungsorte Unternehmen und Hochschule) und endet mit der Prüfung vor der zuständigen Kammer (IHK bzw. HWK). Separater Berufschulunterricht wird nicht erteilt. Die erforderlichen berufstheoretischen Kenntnisse für die Berufsausbildung werden durch die planmäßigen Vorlesungen und zusätzliche Lehrangebote "Berufsspezifik" an der Hochschule vermittelt. Während der praktischen Ausbildungszeit haben Sie Anspruch auf den tariflichen Urlaub und erhalten vom Unternehmen eine monatliche Vergütung, die sich am Entgelt für Auszubildende orientiert.

    Nach Abschluss der Berufsausbildung werden die verbleibenden Semester als Vollzeitstudium mit berufsbegleitender Tätigkeit (häufig mit Studienfördervertrag Ihres Unternehmens) durchgeführt und enden mit dem angestrebten Hochschulabschluss (Diplom-Ingenieur (FH) bzw. Bachelor).

    Für die Unterkunft an den Studienorten Görlitz und Zittau stehen Wohnheime zur Verfügung, wir haben weiterhin für Sie in den KIA-Häusern WG-Zimmer vorreserviert.

  • Inhalte

    Im Bachelor-Studium Angewandte Naturwissenschaften (Schwerpunkt Chemie), liegt der Fokus auf der Vermittlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten in den klassischen chemischen Fächern Anorganische Chemie, Physikalische Chemie, Organische Chemie und Analytische Chemie. Die Ausbildung in diesen Fächern wird durch umfangreiche Praktika begleitet. Weitere chemische Fächer wie Grundlagen der Theoretischen Chemie, Naturstoffchemie, Biochemie und Geochemie entsprechen der Anforderungen an einen Chemiker, der an Schnittstellen der Chemie mit anderen Wissensgebieten (Energietechnik, Werkstoffe, Medizin, Biologie, Umweltschutz) arbeiten will. Weitere naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Physik, Allgemeine Biologie, der Komplex ingenieurwissenschaftlicher Disziplinen (Thermische Verfahrenstechnik, Chemische Reaktionstechnik, Werkstofftechnik), allgemeinwissenschaftliche Grundlagen sowie Informatik und Sprachen vervollständigen das Lehrangebot. Belegarbeiten dienen der individuellen Erweiterung von Wissen und Fähigkeiten anhand konkreter lehr- und forschungsbezogener Themen.
    Später werden Kenntnisse und Fertigkeiten in den Grundlagenfächern vertieft und weiterführend ausgewählte Gebiete chemischen Spezialwissens vermittelt. Hierzu gehören chemische Reaktionstechnik, Spektroskopie und Elektroanalytische Methoden, Bioorganische Chemie und Geochemie.

    Das Praxissemester wird vorzugsweise in Firmen und Einrichtungen der Praxis durchgeführt und orientiert sich thematisch an angewandten Fragestellungen grundlegender chemischer Prozesse. Auf der Basis des erworbenen Wissens und Könnens erlangen die Studierenden nach Anfertigung und Verteidigung der Bachelor-Arbeit einen ersten berufsbefähigenden Abschluss.

  • Studienablauf

    Der duale KIA-Bachelor-Studiengang Angewandte Naturwissenschaften Schwerpunkt Chemie umfasst 9 Semester mit einem integrierten Praxissemester sowie der Bachelor-Arbeit. Das Praxissemester findet im achten Semester statt. Die Bachelor-Arbeit wird studienbegleitend im neunten Semester aus den Ergebnissen aus dem Praxissemester angefertigt.

  • Ausbildungsziel

    Die Grenzen zwischen traditionellen Wissenschaftsdisziplinen verwischen zunehmend. Der Chemiker muss deshalb auf der Basis eines soliden Wissens in den chemischen Grundlagenfächern fähig sein, in Grenzbereichen von Chemie, Biologie, Werkstoffwissenschaften und Technik tätig zu werden. Nach wie vor sind solide handwerkliche Fertigkeiten und Fähigkeiten im Labor die Voraussetzung für erfolgreiches praktisches Arbeiten eines jeden Chemikers. Die Ausbildung im Bachelor-Studiengang Chemie hat deshalb zum Ziel, den Absolventen grundlegendes chemisches Wissen und laborpraktische Fertigkeiten zu vermitteln. Die Absolventen können sowohl in Unternehmen als auch in wissenschaftlichen Einrichtungen eingesetzt werden. Ein weiteres Ziel besteht in der Vermittlung von Wissen, das zur Aufnahme eines Masterstudiums im Anschluss an ein Bachelor-Studium im Bereich Chemie bzw. angrenzender Wissensgebiete vorbereitet.

  • Einsatzmöglichkeiten

    Den Absolventen bietet sich ein breites Einsatzspektrum überall dort an, wo Chemiker mit grundlegendem und breitem chemischen Grundlagenwissen in Verbindung mit fachpraktischen Fertigkeiten gefordert sind. Dies kann in Unternehmen der chemischen Industrie ebenso sein wie an den Schnittstellen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, wie z. B. Materialwissenschaften, Naturstoff- und Biochemie, Energie, Biotechnologie, Umweltschutz und Oberflächentechnik. Die anwendungsorientierte Ausbildung lässt eine flexible und schnelle Ausrichtung auf verschiedenste Marktbedürfnisse zu. Typische Einsatzfelder der Absolventen sind:

    • Chemische Industrie
    • Energiewirtschaft (konventionelle, regenerativ, Kernkraft)
    • Oberflächentechnik/­Materialveredelung
    • Chemie- und Umweltlaboratorien
    • Biotechnologie, Pharmazie, Medizin
    • Wasser- und Abwasserwirtschaft
    • kommunale Ver- und Entsorgung
    • Qualitäts- und Produktkontrolle
    • Umweltschutz
    • Wissenschaftliche Institute und Einrichtungen
    • staatliche und territoriale Einrichtungen (Ämter)

 

Zum Studiengang sind folgende Ausbildungsberufe möglich:

  • Chemieberuf Allgemein

    Berufsbeschreibung

    Das Unternehmen hält sich die Wahl des Ausbildungsberufes noch offen. Es steht nur fest, dass es sich um einen Chemieberuf handelt.

  • Chemielaborant*in

    Berufsbeschreibung

    Kammer: IHK

    Chemielaboranten und -laborantinnen bereiten chemische Untersuchungen und Versuchsreihen vor bzw. führen diese durch. Sie analysieren Stoffe, trennen Stoffgemische und stellen chemische Substanzen her. Darüber hinaus dokumentieren sie ihre Arbeit und werten die protokollierten Ergebnisse aus.

    Chemielaboranten und -laborantinnen arbeiten in erster Linie in Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionslaboratorien der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Farben- und Lackindustrie, der Nahrungsmittel- bzw. Kosmetikindustrie. Sie sind auch in naturwissenschaftlichen und medizinischen Instituten von Hochschulen beschäftigt. Darüber hinaus können sie unter anderem in Firmen der chemischen Untersuchung und Beratung oder bei Umweltämtern tätig sein.

    Quelle: berufenet.arbeitsagentur.de

  • Pharmakant*in

    Berufsbeschreibung

    Kammer: IHK

    Der Pharmakant/­die Pharmakantin stellt Arzneimittel aus chemischen und pflanzlichen Wirkstoffen her. Zum Einsatz kommen dabei automatisierte Produktions- und Abfüllanlagen mit deren Hilfe Pulver, Tabletten, Salben, Impfstoffe und vieles mehr produziert werden. Pharmakanten bedienen diese Maschinen, steuern und überwachen den Produktionsprozess, warten und reinigen die Arbeitsgeräte und führen Qualitätskontrollen durch. Auch die maschinelle Verpackung der Medikamente und die sachgerechte Lagerung wird von Pharmakanten bewerkstelligt.

    Da bei Medikamenten bereits winzige Dosierungsunterschiede die Wirkung beeinflussen, muss bei der Produktion mit besonderer Sorgfalt vorgegangen werden. Der Pharmakant achtet darauf, dass die Herstellung exakt den Vorschriften entsprechend abläuft, dokumentieren den Ablauf und kontrollieren bei Produktionsanlagen beispielsweise regelmäßig Dosier-, Mess- und Zählvorrichtungen.

    Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es in der pharmazeutischen Industrie und Chemieunternehmen.

    Quelle: www.berufe-lexikon.de

Über die Vorteile des dualen Studiums | KIA

Dein Studiengang in 60 Sekunden!

Was versteht man unter Bioökonomie?

Weitere Informationen

KIA Beauftragter naturwissenschaftliche Berufe

Foto: Dipl.-Chem. (FH) Matthias Jeschke
Dipl.-Chem. (FH)
Matthias Jeschke
Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften
Standort 02763 Zittau
Külzufer 2
Gebäude Z VI, Raum 111
+49 3583 612-4714

Allgemeine Studienberatung

Foto: M.A. Alina Bulcsu
M.A.
Alina Bulcsu
Dezernat Studium und Internationales
Standort 02763 Zittau
Theodor-Körner-Allee 16
Gebäude Z I, Raum 0.21
+49 3583 612-4500
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