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Hochschule
28. November 2013

HDS-Tagung zur heterogenen Hochschule

Hochschuldidaktische Tagung am Zittauer Campus bot vielfältige Höhepunkte für die HSZG


HDS Hennig
HDS Hennig

„Die heterogene Hochschule“ war Thema der diesjährigen Jahrestagung des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen (HDS) am 21. und 22. November 2013 am Zittauer Campus. Zur Tagung konnten knapp 120 Teilnehmer_Innen und Mitwirkende begrüßt werden. Für die Hochschule Zittau/Görlitz war diese Veranstaltung des HDS insofern ein besonderer Höhepunkt, weil sie nach der TU Dresden (2011) und der Universität Chemnitz (2012) die erste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Sachsen ist, an der die Jahrestagung des HDS ausgetragen wurde. Frau Dr. Tober, Leiterin des HDS, begründete diese Wahl insbesondere mit der langjährigen Tradition unserer Hochschule in der Ingenieurdidaktik, die bis in die Zeit vor der politischen Wende in Deutschland zurückreicht.

Preconference mit ca. 50 Teilnehmenden in Fishbowl-Form (Foto: HSZG)

Preconference

Den Auftakt der Tagung am Donnerstag bildete eine Preconference, in dem die verschiedenen Facetten von Heterogenität in der Hochschullehre diskutiert wurden. In diesem Kontext stellte Frau Mooraj, Projektreferentin Diversitätsmanagement bei HRK Nexus, gelungene Projekte und Aktivitäten an verschiedenen deutschen Hochschulen vor. Prof. Dr. Altmayer, Prorektor für Bildung und Internationales an der Universität Leipzig, berichtete über aktuelle, die Lehre verbessernde Aktivitäten seiner Universität, wie beispielsweise die Verabschiedung von „Leitlinien guter Lehre“ oder die erstmalige Realisierung des „Tages der Lehre“. Es bestand Konsens, dass Heterogenität eine Herausforderung für Hochschulen darstellt, der sie methodisch - beispielsweise durch didaktische Qualifikation von Lehrenden - entgegentritt, die aber auch ausreichender Ressourcen bedarf, über deren Bereitstellung die Politik zu entscheiden hat. Im Anschluss an die Preconference wurden in Workshop-Form die Aspekte Change Management und Fächer- sowie Akteursvielfalt eingehender betrachtet.

Diskussionsforum unter Moderation von Frau Dr. Tober, Leiterin der HDS-Geschäftsstelle (Foto: HSZG)

Feierliche Eröffnung und Auszeichnungen
Im Rahmen der Tagungseröffnung und umrahmt von musikalischer Begleitung überbrachte zunächst Frau Prof. Dr. Blin das Grußwort des Rektors Prof. Dr. Albrecht. Aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst wurden Grußworte der Ministerin Frau Prof. Dr. von Schorlemer in Form einer Videobotschaft überbracht. Den fachlichen Startpunkt setzte Frau Prof. Dr. Merkt (Hochschule Magdeburg-Stendal, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD)) mit ihrem Ausblick auf „die Hochschuldidaktik nach 2020“. In ihrem Beitrag zur Heterogenität sprach sie u. a. über die Sicherheitsorientierung in den mittleren und unteren Bildungsmilieus, z. B. der Arbeiterkinder. Hochschulen müssen insbesondere diese Studienanfänger und Studierenden stärker führen und leiten. Bei Lehrenden ist diese Einstellung vielfach nicht vorhanden und sollte deshalb in den hochschuldidaktischen Fortbildungen stärker thematisiert werden.
Im Anschluss daran verlieh Prof. Altmayer (Vorsitzender der HDS-Leitung) an 15 Absolventen des vom HDS angebotenen und von der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD) anerkannten Sächsischen Hochschuldidaktik-Programms die Teilnehmer-Zertifikate. Zu den Zertifikatsempfängern von Seiten der HSZG gehört Jana Dörnchen-Neumann, Mitarbeiterin für Labor und Lehre an der Fakultät N. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zum Erwerb des Zertifikates.

Prof. Altmayer überreicht Frau Dörnchen-Neumann das Zertifikat (Foto: HSZG)

Nachfolgend gab Herr Prof. Dr. Wollersheim (Universität Leipzig, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des HDS) die Ergebnisse des Auswahlverfahrens zur Förderung von 5 Lehr-Lern-Projekten im Rahmen des Verbundprojektes „Lehrpraxis im Transfer“ der sächsischen Universitäten bekannt. Mit einem Empfang und Buffet klang der erste Veranstaltungstag fließend aus.

Zweiter Veranstaltungstag und Tagungsabschluss

Inhaltliche Schwerpunkte des zweiten Veranstaltungstages bildeten parallele Workshops, die sich speziellen Themen wie beispielsweise der HAITI-Methode, einer modernen ingenieurdidaktischen Lehr-/Lernmethode zur effizienten Absolvierung von Rechenübungen in Lerngruppen, oder der Vielfalt von Tutorienarbeit und Tutor/Innen-Qualifizierung in Sachsen widmeten. Weitere Beispiele guter Lehre in Sachsen wurden ferner in Poster-Form im Rahmen des Marktes der Möglichkeiten präsentiert.

Diskussionen im „Markt der Möglichkeiten“ (Foto: HSZG)

Den Abschluss der Tagung und damit einen weiteren Höhepunkt aus Sicht der HSZG bildete der Vortrag von Frau Prof. Blin über „Wege zur Hochschuldidaktik – eine persönliche Bilanz“. Sie berichtete in anschaulicher und bewegender Weise über ihren Zugang, Umgang und ihr persönliches Verständnis von (Hochschul)Didaktik in den einzelnen Etappen ihres beruflichen Werdegangs. Der Vortrag stand im Kontext ihres Ausscheidens aus dem wissenschaftlichen Beirat des HDS, in dem sie die Belange der HSZG in der hochschuldidaktischen Weiterbildung in den letzten Jahren vertreten hat. Herr Prof. Wollersheim dankte in seiner HDS-Beirats-Funktion Frau Blin für ihr Wirken als Mitinitiatorin des HDS und als stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des HDS auf das Herzlichste.

 

Frau Prof. Blin spricht über „Wege zur Hochschuldidaktik – eine persönliche Bilanz (Foto: HSZG)

Die nächste HDS-Jahrestagung wird im Herbst 2014 an der TU Freiberg stattfinden. Für weitergehende Informationen zur Tagung und zum HDS sei auch auf die Homepage des HDS (undefinedwww.hochschuldidaktik-sachsen.de) verwiesen.

 


Kontakt:

Robert Viertel

ZWT, Verantwortlicher Mitarbeiter für Weiterbildung

E-Mail: r.viertel@hszg.de

 

Dr. Peggy Sommer

ZWT, Projekt „Vielfalt als Stärke“, Qualitätssicherung Lehre

E-Mail: p.sommer@hszg.de

 

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