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Förderschule Herrnhut - Szkola Specjalna Przysposabiająca do Pracy Wschowa

Allgemeines

Schuljahr 2013/14

  • Förderschule "Johann Amos Comenius" in Herrnhut mit dem Sportlehrer Herrn Röthig
  • Baustein: Heimatregion, Traditionen und Bräuche
  • Schulprojekt: Traditionen zum Advent in der Oberlausitz

  • Szkoła Specjalna Przysposabiająca do Pracy Wschowa, 20 Schüler/innen verschiedener Klassen sowie ihre Lehrerinnen Frau Jung, Frau Łepkowska, Frau Morawska, Frau Nowak, Frau Romanowicz und Frau Zawadzka
  • Baustein: Heimatregion, Traditionen und Bräuche
  • Schulprojekt: Fremdes zu kennen ist gut, Eigenes zu kennen ist Pflicht.

 


Besuch bei unseren Tandempartnern in Wschowa - 28.-30.04.14

Montag, 28.04.

Elf Schüler und vier Mitarbeiter der Förderschule Johann Amos Comenius fuhren am Montag Morgen gegen 8.45 Uhr mit dem Busunternehmen Görner in Richtung Wschowa los. Etwa 12.30 Uhr erreichten wir die Korczak-Schule von Wschowa, wo wir bald darauf gemeinsam mit unseren Gastgebern ein schmackhaftes, traditionelles Mittagessen einnahmen. Gegen 14.15 Uhr trafen wir uns im Kulturraum der Schule, wo uns die Musiklehrerin zu verschiedenen Tänzen (Begrüßungstanz mit spontanen Einlagen, Paartanz, Reigentanz) anleitete. Hierbei unterstützte uns eine Pfadfinder-Gruppe dieser Schule. Diese jungen Leute hatten auch die anschließende Stadtrallye mit vorbereitet und organisiert. Dafür bildeten wir 4 gemischte Gruppen, welche an sechs Stationen in der Stadt verschiedene Aufgaben zu lösen hatten:

  • Buchstabenrätsel in der Evangelischen Kirche „Kripplein Christi“ (besonders herzlichen Dank dafür, dass uns der Zugang zu dieser historischen Stätte ermöglicht wurde)

  • Wappen vom Rathaus abzeichnen

  • in der Bibliothek eine E-Mail mit Gruppenfoto verschicken

  • ein Foto zusammen puzzeln, und anschließend die darauf befindliche Plastik im Kloster suchen

  • im Lapidarium (auf dem alten Evangelischen Friedhof) drei zusammengewachsene Linden auf dem Grab des Valerius Herberger finden

  • Schatzsuche im Schlosshof (jede Gruppe konnte etwas zum Naschen finden und miteinander teilen)

Am gesamten Nachmittag begleitete uns Dr. Zaprucki aus Jelena Gora, der für uns übersetzte.

Nach dem Abendbrot, bei dem die Pfadfinder noch dabei waren, trafen wir uns in der Sporthalle zu einem „interkulturellen Abend“ mit Sport und Spiel (Völkerball, Tauziehen, Staffelspiele). Hier stand uns der 12jährige Patrick aus Hamburg als Übersetzer zur Verfügung. Bei einer abschließenden Auswertung des Tages unter den Mitarbeitern und Schülern aus Herrnhut kamen viele positive Rückmeldungen, besonders zur Stadtrallye.

 

Dienstag, 29.04.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bestiegen wir 9.30 Uhr einen Bus, der uns nach Leszno brachte. Dort teilten wir uns in zwei gemischte Gruppen, welche die beiden geplanten Aktionen in verschiedener Reihenfolge durchführten. Die eine Aktion war der Besuch des Bezirksmuseums. Dort lernten die Schüler einiges über das Leben und Wirken von Johann Amos Comenius und seinen Einfluss auf die Gestaltung des Unterrichts in den Schulen kennen. Außerdem bekamen wir eine Sonderausstellung über polnische Bräuche während der Passions- und Osterzeit bzw. des Frühlingsanfangs erläutert. Extra wegen uns wurde diese Sonderausstellung dort um eine Woche verlängert. Besonders interessant fanden wir das Osterkörbchen mit Butter, Brötchen, Salz, Pfeffer und einer Wurst – Dinge auf die man in den kommenden Monaten nicht verzichten möchte. Dieses Körbchen wird am Ostersonntag mit in die Kirche genommen, um es segnen zu lassen. Wir lernten auch, dass Ostereier mit Naturstoffen sehr farbenfroh gestaltet werden können. Am liebsten hätten wir die Tradition vom gegenseitigen Nassspritzen ausprobiert. Stattdessen durfte jeder noch eine Blume aus Krepppapier basteln.

Die zweite Aktion war ein Stadtrundgang auf den Spuren von Johann Amos Comenius. Wir sahen u.a. das Haus, in dem er wohnte, die Kirche, in der er predigte, Schule und Hochschule, die nach ihm benannt sind, und Denkmäler, die an ihn erinnern. Besonders erstaunlich war das geschichtliche Interesse auf Seiten der polnischen Schüler.

Zurück in Wschowa nahmen wir ein spätes Mittagessen ein. Dann arbeiteten die Schüler in zwei Gruppen. Eine Gruppe bastelte Osterschmuck mit verschiedenen Techniken und Materialien. Die andere Gruppe bereitete das typische polnische Osterfrühstück zu, welches dann allerdings erst zum Abendbrot aufgetischt wurde. Beim Abendbrot war auch das polnischen Fernsehen mit dabei. Den ganzen Tag über bis zum Abendessen begleitete uns Frau Müller und die Dolmetscherin Sara Bonin. Auf Wunsch unserer Schüler wurde das abendliche Programm geändert. Anstelle von Spielen konnten wir in einem polnischen Supermarkt einkaufen, wobei uns eine Übersetzerin begleitete.

 

Mittwoch, 30.04.

Nach dem Frühstück versammelten wir uns mit unseren Gastgebern, Vertretern der Kommune und den Direktoren der Korczak-Schule in der Aula zu einem Abschlusstreffen. Dort sahen wir eine Präsentation mit Bildern von den letzten Tagen, hörten Dankesreden, werteten die Erlebnisse der letzten Tage aus und bekamen noch einen Einblick in die Geschichte Wschowas. Zum Abschluss wurden uns noch schöne Abschiedsgeschenke überreicht. Nach dem Mittagessen wurden wir von unseren Gastgebern herzlich verabschiedet. Als wir in unseren Bus stiegen, war manches Auge feucht. Aber die Hoffnung auf ein Wiedersehen lies die Freude über die vielen schönen Erlebnisse bei unseren polnischen Freunden überwiegen.

Informationen zu Allerheiligen und Allerseelen in Polen

Die Lehrerinnen der Szkoła Przyposabiająca do Pracy in Wschowa haben Informationen rund um die polnischen Traditionen zu Allerheiligen und Allerseelen in Polen gesammelt und in einer PowerPoint-Präsentation zusammengestellt. Hier können Sie sich selbst informieren.

„Traditionen zum Advent in der Oberlausitz“ - Die Schule aus Wschowa zu Besuch in Herrnhut 04.-06.12.13

Gleich zu Beginn der Adventszeit bekamen wir Besuch von unserer Partnerschule aus Wschowa. Gegen 11 Uhr reisten unsere Freunde an. Bis dahin hatten wir viel mit den ganzen Vorbereitungen zu tun. Nachdem wir uns gegenseitig begrüßt und ein paar Sprachübungen gemacht haben, aßen wir zusammen zu Mittag. Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Motto „Weihnachtsbäckerei“. Aufgeteilt in kleinere, deutsch-polnische Gruppen bereiteten wir Stollenteig zu und buken Plätzchen. Dafür haben unsere Lehrer und Lehrerinnen zweisprachige Bildrezepte angefertigt. So konnten alle sehen und verstehen, was wir wann wie machen mussten. Insgesamt 45 fertige Stollenlaibe brachten wir am Ende zum Paul-Bäcker, der uns netterweise seinen Backofen zur Verfügung stellte. Während unsere Stollen im Ofen waren, erholten wir uns vom anstrengenden Kneten des Teiges. Gemeinsam ließen wir den Mittwochabend in gemütlicher Atmosphäre ausklingen und nahmen mit unseren Gästen an der Singestunde der Herrnhuter Brüdergemeinde teil.

Um nächsten Morgen trafen wir uns um 9 Uhr am Eingang der Sterne GmbH auf der Oderwitzer Straße 8 in Herrnhut. Das mit zahlreichen Sternen geschmückte, neu errichtete Gebäude und die auf dem Gelände befindlichen Bäume mit Sternenbeleuchtung ließen uns erstaunen. Wir wurden freundlich begrüßt und erfuhren in einem Lehrfilm, dass der Geschäftsmann Pieter Hendrik Verbeek am Ende des 19. Jahrhunderts den ersten stabilen und zusammensetzbaren Stern erfunden hat. Danach besichtigten wir die Schauwerkstatt und beobachteten die manuelle Anfertigung der Zacken für die echten Herrnhuter Sterne. Zur Tradition der Herrnhuter gehört es, am 1. Adventssonntag den Stern mit der Familie zusammenzubauen. Auch wir durften unter Anleitung der dortigen Mitarbeiter jeder einen kleinen Stern zusammensetzen. Die Schülerinnen und Schüler hatten große Freude daran und gaben sich alle Mühe, um vorzeigbare Ergebnisse zu erreichen. Anschließend probierte jeder, ob die Beleuchtung des Sternes auch funktioniert. Bevor unsere Gruppe wechselte, stärkten wir uns im Café „Bei Sterns“ mit Pfannkuchen und Kaffee. Zu unser aller Freude erfuhren wir vom Geschäftsführer der Sterne GmbH, Herrn Scholz, dass wir die Sterne und das Kaffeetrinken von der Firma gesponsert bekamen. Dafür möchten wir ganz herzlich Dankeschön sagen! Wieder zurück im Tagungshaus auf der Comeniusstraße bastelten wir weitere Papiersterne und dekorierten Nikolausbeutel, denn am nächsten Tag sollte der Nikolaustag sein.

Am Donnerstag nach dem Mittagessen wurden alle Schüler sowie Lehrer in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe fuhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bautzen ins Sorbische Museum. Die anderen beiden Gruppen fuhren zunächst nach Weißenberg ins Pfefferkuchenmuseum. In beiden Museen gab es viel Interessantes zu sehen und zu erfahren. Es war für jeden etwas dabei. Anschließend traf eine Gruppe, welche bereits das Museum in Weißenberg besucht hatte, mit dem polnischen Bus in Bautzen ein, um sich mit den anderen zu treffen. Dort bummelten alle gemeinsam über den Weihnachtsmarkt, aßen Pfefferkuchen und erwärmten sich mit heißem Kinderpunsch. Die Zeit bis zur Rückfahrt nach Herrnhut verging viel zu schnell.

Eine Gruppe von fünf Schülern war allerdings auch schon eher zurückgefahren, weil sich dieser Tag für sie als sehr anstrengend erwiesen hatte. In Herrnhut angekommen konnte sie beim Befüllen der Nikolaustüten und beim Bezuckern der Stollen mithelfen.

Am Abend im Tagungs- und Erholungsheim gab es ein leckeres, selbst hergestelltes Abendbrot mit anschließendem gemütlichen Beisammensein. Schulleiter Holger Böwing ließ es sich nicht nehmen, zur Gitarre zu greifen, um gemeinsam mit der Musiklehrerin der Förderschule Herrnhut, Frau Lydia Schimmerohn, und dem pädagogischen Mitarbeiter Herrn Peter Klein das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern instrumental zu begleiten. So fand der erlebnisreiche Tag einen gelungenen Abschluss.

9.00Uhr begann das gemeinsame Programm am letzten Tag unseres gemeinsamen Projektes, dem Nikolaustag.

Nach der Begrüßung der Gäste und der Werkstufenklassen wurde eine Andacht nach dem typischen rituellen Ablauf der Herrnhuter Förderschule gehalten.

Danach wurden selbst gestaltete Tüten an die Schüler und Gäste übergeben und Geschenke ausgetauscht. Im Anschluss an eine kurze Pause wurde die Sprachlektion vom Mittwoch durch Frau Fleischer wiederholt und eine Diashow mit ca. 200 Fotos vom Mittwoch und Donnerstag gezeigt. Eine kurze Reflektion über diese gemeinsame Zeit und ein Reisesegen durch den theologischen Leiter, Herrn Krolzik, beendeten das Programm.

Besonders bedanken möchten wir uns auch bei Frau Fleischer, der Dolmetscherin.

Insgesamt erlebten wir mit unseren polnischen Freunden wunderbare Tage. Wir fühlten uns in Herrnhut sprichwörtlich „unter der Hut des Herren“!

A. Gaida, B. Pärisch, H. Gehring

4.-6. Dezember 2013 – Treffen der Partnerschulen aus Wschowa und Herrnhut

Vom 4.-6. Dezember 2013 besuchten zwölf Schüler der Szkoła Przysposabiająca do Pracy SOSW in Wschowa im Rahmen des GESZKO-Projekts der Hochschule Zittau/Görlitz ihre Partnerschule in Herrnhut.

Das Leitmotiv des Treffens waren Weihnachten. Gemeinsam mit deutschen Kollegen besichtigten die Schüler eine Manufaktur, in der die deutschlandweit berühmten HerrnhuterSterne hergestellt werden. Nach der Besichtigung setzten die Schüler selbstständig die Sterne zusammen und durften sie dann mitnehmen.  

Die Schüler backten traditionelle Strudel mit Backobst und Nüssen, Plätzchen und Lebkuchen. Im Workshop bastelten sie Weihnachtsdekorationen aus Papier. Gemeinsam besuchten sie den Weihnachtsmarkt in Bautzen und besichtigten das Pfefferkuchen-Museum in Weißenberg. Sie wohnten auch einem Adventskonzert bei.

Abends spielten alle und sangen deutsche und polnische Weihnachtslieder. Drei Tage sind im Nu vergangen. Nun warten die Schüler aus Wschowa auf den Gegenbesuch. Die Freunde aus Herrnhut kommen im April.

Hanna Romanowicz

Unter diesem Link finden sie einen undefinedArtikel aus dem Löbauer Wochenkurier zum besagten Treffen.

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Standardkontakt

Prof. Dr. habil. Gisela Thiele

Projektleiterin

(+49) 3581 374-4344

undefinedg.thiele@hszg.de

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undefinedInstitut TRAWOS

Das Projekt wird 2016-2018 finanziert aus Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Das Projekt wurde 2011-2014 finanziert aus Mitteln des Förderprogramms

der Europäischen Union

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