Events

Forschung , Veranstaltung , Wissenschaftsjahr
28. Oktober 2019

Forschung für die Zukunft der Lausitz

Vernetzungstreffen und Auftaktveranstaltung Lausitz-Projekt


Termin

Beginn
28. Oktober 2019 - 14:00 Uhr
Ende
29. Oktober 2019 - 16:30 Uhr

Ort

Schlesisches Museum, Görlitz

In der gesellschaftlichen Debatte über den Kohleausstieg stehen - neben den Aspekten der Klimapolitik - vor allem die Sicherung von Arbeitsplätzen und eine Stärkung der wirtschaftlichen Basis und Steuerkraft der Kohleregionen im Mittelpunkt. Der Kohleausstieg und die Energiewende sollen aber auch zu zentralen Ausgangspunkten für einen sozio-ökonomischen Wandel werden, der in den Regionen zu neuen Lebens- und Produktionsweisen führt, Lebensqualitäten sichert und zur nachhaltigeren Entwicklung beiträgt.

Inwieweit bietet der Kohleausstieg einen Anstoß oder Beschleunigung für einen Transformationsprozess zu höherer Nachhaltigkeit, ohne dass sich die lokale Bevölkerung überfordert oder überplant fühlt?

Welche Rolle spielen Leitbildprozesse oder eine Governance für die Nachhaltigkeitstransformation?

Anliegen

Die zweitägige Veranstaltung verfolgt drei aufeinander aufbauende Anliegen:

  1. Das zweite Vernetzungstreffen der sozial-/gesellschaftswissenschaftlichen Forschung möchte die zum Strukturwandel forschenden Akteure der Region (BTU, SI, HSZG, IASS, IÖR, etc.) zusammenbringen und - aufbauend auf dem ersten Netzwerktreffen – den Stand der Aktivitäten besprechen und die Rolle der sozialwissenschaftlichen Forschung im Strukturwandelprozess aktuell und perspektivisch diskutieren.
    Es lädt alle Forscherinnen und Forscher ein, sich aktiv einzubringen und möchte durch interaktive und offene Formate den Austausch stärken.
  2. Die Auftaktveranstaltung zur Wissenschaftsregion Lausitz möchte Zugänge einer sozialwissenschaftlichen Forschung zum regionalen Strukturwandel aufzeigen. Zugleich möchte sie die Vielfalt und Qualität der sozialwissenschaftlichen Forschungsansätze in der Lausitz sichtbar werden lassen. Denn sie sind es, die eine Vernetzung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern und eine differenzierte interdisziplinäre Diskussion mit den Herausforderungen des Strukturwandels in der Lausitz ermöglichen.
  3. Im Fachkolloquium bilden sozialwissenschaftliche Forschungsansätze und deren Rolle im Strukturwandelprozess mit Fokus auf Nachhaltigkeitstransformation den zentralen Schwerpunkt. Sie stehen im Mittelpunkt des Projektes "Wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung der Transformation in der Lausitz" (BMBF).
    Die Auseinandersetzung mit Prozessen und Leitbildern zum Strukturwandel in den Kohleregionen schließt folgende Aspekte ein:
    • Reflexion von Wertesystemen und Konzepten: Inwieweit beschleunigen die Debatten und Leitbildprozesse zum Kohleausstieg eine Neubewertung von Wirtschafts- und Lebensformen, oder helfen Begriffe wie Entwicklung, Wohlstand und Daseinsvorsorge kritisch zu hinterfragen und neu zu definieren?
    • Endogene Entwicklungspotenziale: Welche Kreativitätspotenziale und Entwicklungsoptionen werden von Akteuren in der Region wahrgenommen und wo liegen Ursachen für Barrieren und Widerstände gegen strukturelle Veränderungen in den Regionen? Wie werden Potenziale und Widerstände in Leitbildprozesse eingebracht?
    • Steuerungsansätze: Mit welchen Governance-Ansätzen wird versucht, endogene Potenziale für einen nachhaltigen Strukturwandel in Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu aktivieren?

Programm

    Ansprechpartner


    Dr. phil. habil.
    Maik Hosang
    Campus Görlitz
    Furtstraße 3
    Building G IV, Room 2.13
    03581 374-4246
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