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HSZG setzt UN-Behindertenrechtskonvention um

29. Jan. 2019

Würdigung der Hochschule Zittau/Görlitz für ihr Engagement und ihren Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. 

 

Am 19. und 20. November 2018 fanden in Berlin die diesjährigen Inklusionstage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) statt, eine der bundesweit größten alljährlich veranstalteten Konferenzen für Politik für Menschen mit Behinderungen. Unter dem Motto "inklusiv - digital" diskutierten im Berliner Congress Center rund 500 Gäste aus Sozial-, Wohlfahrts- und Behindertenverbänden, der Wissenschaft, von Unternehmen, der Länder, der Bundesressorts und vor allem auch Menschen mit Behinderungen Chancen und Risiken der Digitalisierung für Menschen mit Behinderungen.

 

Im Rahmen eines Netzwerktreffens am Rande dieser Tagung würdigte die Parlamentarische Staatssekretärin Kerstin Griese u. a. auch das Engagement der Hochschule Zittau/Görlitz für den Aktionsplan Inklusion 2025 "HSZG für Alle". Sie überreichte eine entsprechende Urkunde im Beisein von Kommunen, Einrichtungen der Länder, Hochschulen, Kammern und weiteren Institutionen. Im Netzwerktreffen tauschten die Anwesenden ihre Erfahrungen bei der Umsetzung ihrer Aktionspläne aus.

 

Zurück zur Tagung: Der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil sagte in seiner Ansprache, der digitale Fortschritt müsse genutzt werden, "um weitere Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen zu eröffnen - auch und gerade am Arbeitsplatz. Denn genau das ist die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben."

 

Damit sind indirekt auch alle Verwaltungen angesprochen, auf Basis einer digitalen Verwaltung die Leistungen für Menschen mit Behinderungen unkompliziert und zeitnah bereitzustellen. Ebenso sind Bildungsanbieter angesprochen, ihre onlinegestützten Lernangebote weiterzuentwickeln.

 

Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, formulierte wie viele andere Redner auch, dass Menschen mit Behinderung noch besser als Experten ihrer eigenen Sache in Entscheidungsprozesse und Entwicklungsprojekte zu integrieren seien. "Barrierefreiheit im digitalen Bereich muss von Anfang an mitgedacht werden, sie kann nicht im Nachhinein aufgesetzt werden. Außerdem müssen Menschen mit Behinderungen in die Entwicklungsprozesse von beispielsweise Soft- und Hardware einbezogen werden, denn sie sind die Expertinnen und Experten in eigener Sache."

 

Raul Krauthausen, ein bekannter Blogger und "Inklusionsaktivist" warnte während einer Podiumsdiskussion vor einem Digitalisierungswahn. Er könne dieses Wort schon gar nicht mehr hören, denn "auch ein Scheißprozess, der digitalisiert werde, bleibe ein Scheißprozess". Damit wies er in leichter Sprache auf die alltäglichen Benachteiligungen und Mehraufwendungen vieler behinderter Menschen hin, denen sie aufgrund ihrer Einschränkungen ausgesetzt seien. Seines Erachtens müssten die Dinge vom Mensch her gedacht werden, ansonsten ginge es schnell am tatsächlichen Bedarf vorbei.

(Für diesen Beitrag wurden auch Textbausteine des BMAS verwendet) 


Kontakt:

Zentrum für Wissenstransfer und Bildung

Robert Viertel, M.A.

Koordinator für Weiterbildung Mitarbeiter für Inklusion

E-Mail: r.viertel(at)hszg.de

www.hszg.de/weiterbildung

zu erreichen: 

Tel.: +49 3581 374-4356

Fax: +49 3581 374-54356

Letzte Änderung: 4. September 2018

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