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Zweiter "Student-best-paper-Award" in Folge

04. Jun. 2015

Im Zeitraum vom 17. bis 21. Mai 2015 fand in Chiba, Japan die jährliche Konferenz ICONE23 (23nd International Conference on Nuclear Engineering) statt, auf der zahlreiche Fachvorträge zu aktuellen Themen aus Forschung, Entwicklung und für Anwendungen in der Kernenergie präsentiert wurden. Zudem wurde von Vertretern aus Industrie und Politik in mehreren Plenarsitzungen die bedeutende Rolle der Kernenergie für die Lösungen der weltweiten Energieproblematik sowie CO2-Reduzierung diskutiert und erörtert.

Das undefinedInstitut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM) der Hochschule Zittau/Görlitz präsentierte sich dabei mit zwei Vorträgen durch Herrn Daniel Fiß und Herrn Sebastian Schmidt, beide Mitarbeiter und Doktoranden in der Forschungsgruppe von Prof. Kratzsch. Daniel Fiß stellte in seinem Vortrag mit dem Titel "Advanced Analysis of the Structure of a Reactor Protection System" die Ergebnisse eines in Kooperation mit E.ON Kernkraft GmbH durchgeführten Forschungsvorhabens vor. Die Arbeiten ordnen sich in den Bereich der undefined"Softwarebasierter Sicherheitsleittechnik" ein.

Sebastian Schmidt präsentierte in der Vortragsreihe "Student Paper Competition" die aktuellen Forschungsergebnisse zum Thema "Validation of an Innovative Core State Diagnosis System for Severe Accidents in PWR using an Experimental Rig". Die Arbeiten werden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung undefinedgeförderten Verbundvorhabens in Zusammenarbeit mit der TU Dresden durchgeführt. Beide Vorträge stießen in den Auditorien und auch in den nachfolgenden Gesprächen mit anderen Teilnehmern während der Konferenz auf großes Interesse, da die Vortragsinhalte ganz wesentlich zu einem sichereren Betrieb von Kernkraftwerken beitragen. Herrn Sebastian Schmidt wurde zudem im undefinedzweiten Jahr in Folge für seinen Beitrag mit dem "Student-best-paper-Award" ausgezeichnet, welcher die hohe Güte der Forschungstätigkeiten des IPM im Bereich der nuklearen Sicherheitsforschung bestätigt.

Verleihung „Student-best-paper-Award“; von links: Prof. Dr. Suyuan Yu, Prof. Dr. Shripad Revankar, Dr. Asif Arastu (Conference Chair), M.Eng. Sebastian Schmidt, Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Hansen, Prof. Dr. Tomio Okawa

Bild: Verleihung „Student-best-paper-Award“; von links: Prof. Dr. Suyuan Yu, Prof. Dr. Shripad Revankar, Dr. Asif Arastu (Conference Chair), M.Eng. Sebastian Schmidt, Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Hansen, Prof. Dr. Tomio Okawa

Den Abschlusstag der Konferenz bildete für einige Teilnehmer der Konferenz eine ganztägige „Technical Tour“ zur Besichtigung des „Central Research Institute of Electric Power Industry“ und der „Japan Atomic Energy Agency“. Am „Central Research Institute of Electric Power Industry“ wurden diverse Großversuchsanlagen u.a. für Untersuchungen der Auswirkungen von Tsunamis auf kerntechnische Anlagen sowie zum Aufbau erdbebensicherer Kernkraftwerke besichtigt. Bei der „Japan Atomic Energy Agency“ bestand die herausragende und einzigartige Möglichkeit zur Besichtigung einer der weltweit einzigen im Forschungsbetrieb befindlichen Kernreaktoren der Generation IV. Diese neuste Art von Kernreaktoren, sog. Hochtemperaturreaktoren (HTR) werden neben der Stromerzeugung ebenfalls zur Bereitstellung von Prozesswärme (ca. 1000 °C) genutzt, was den Wirkungsgrad im Vergleich zu bestehenden Kernkraftsanlagen wesentlich verbessert. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass das physikalische Wirkprinzip von HTR das Einsetzen einer Kernschmelze unmöglich macht.

Die Teilnahme an der 23nd International Conference On Nuclear Engineering (ICONE) war für fachliche Weiterentwicklung sowie die bearbeitenden Vorhaben der teilnehmenden Mitarbeiter überaus aufschlussreich und erfolgreich. Weiterhin konnten durch die Vorträge sowie die zahlreichen Gespräche mit anderen internationalen Teilnehmern während der Konferenz das Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik sowie die Hochschule Zittau/Görlitz weiter in den Blickpunkt international renommierter Unternehmen und Universitäten gerückt werden, um damit zukünftige Vorhaben und Kooperationen zu forcieren.

Internationale Teilnehmer der „Technical Tour“

Bild: Internationale Teilnehmer der „Technical Tour“


Kontakt:

Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch

undefinedInstitut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM) 

Mail: undefineda.kratzsch@hszg.de

Tel.: 03583 61-1383

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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