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Wirtschaft traf Wissenschaft

18. Jan. 2013

Bereits zum vierten Mal hatten der undefinedAllgemeine Unternehmerverband Zittau und Umgebung e.V. (AUV), die undefinedIndustrie- und Handelskammer Dresden, Geschäftsstelle Zittau, und die Hochschule Zittau/Görlitz zur Abendveranstaltung „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ in die Hochschule eingeladen. Ca. 90 Vertreter aus Wirtschaftsunternehmen der Region nahmen die Einladung an. Ein Zuspruch, der die Organisatoren der Veranstaltung ungemein freute. In diesem Jahr war die Fakultät Elektrotechnik und Informatik Gastgeber.

Professor Tobias Zschunke, undefinedProrektor Forschung, eröffnete die Veranstaltung und stellte aktuelle Entwicklungen und Höhepunkte im wissenschaftlichen Leben der Hochschule des vergangenen Jahres vor. Besonders verwies er dabei auf Ergebnisse der Forschung, in die auch regionale Unternehmen eingebunden sind und ermutigte die Gäste, sich nicht zu scheuen und auch künftig den Kontakt zur Hochschule zu suchen, die Möglichkeiten der angewandten Forschung zu nutzen. Hier gelte es  Hemmschwellen abzubauen und gemeinsame Innovationen zu entwickeln.

Anschließend übergab er das Wort an das Vorstandsmitglied des AUV, Andreas Jauernig, und die Geschäftsstellenleiterin der IHK in Zittau Gudrun Laufer, die mit herzlichen Worten die Gäste begrüßten. In ihren Ausführungen machten beide deutlich, welches Potenzial in einer Zusammenarbeit mit der Hochschule steckt.

Karl-Heinz Reiche, verantwortlich für das Hochschulprojekt „FAUST“, setzte  die Gäste zu diesem Projekt, aber auch über die laufenden Projekte undefinedGründerakademie und undefinedKarriereservice ins Bild. Er verwies auf die in diesem Rahmen stattfindenden Jobbörsen in Zittau und Görlitz und ermunterte die Unternehmen, diese Möglichkeit zu nutzen, sich zu präsentieren und unseren Studierenden Angebote für Praktika, Abschlussarbeiten oder für deren Berufseinstieg zu unterbreiten. Praktika und die Bearbeitung von Themen im Rahmen von Abschlussarbeiten in Unternehmen sind eine gute Basis für die Zusammenarbeit von Hochschule und Unternehmen und zugleich Formen des Wissens- und Technologietransfers. Wichtig sei es, den jungen Leuten hier in der Region Perspektiven zu geben.

Dekan Professor Klaus-Dieter Haim stellte sehr anschaulich die undefinedFakultät Elektrotechnik und Informatik in Lehre und Forschung vor. Von großem Interesse für die Anwesenden war das Kooperative Studium mit integrierter Ausbildung in den Studiengängen undefinedElektrotechnik und undefinedMechatronik, das den Unternehmen die Möglichkeit bietet, frühzeitig wissenschaftlichen Nachwuchs an sich zu binden. Die Fakultät zählt zu den forschungsaktivsten der Hochschule und hat in einigen Bereichen internationales Renommee erreicht. Als ein besonders langandauerndes und erfolgreiches Forschungsprojekt der Fakultät ist die Entwicklung von Mittelspannungskabelgarnituren für die Firma Cellpack/Zittauer Kunststoff GmbH zu nennen. Professor Jürgen Pilling, ehemaliger Entwicklungsleiter dieser Firma, berichtete über seine Zusammenarbeit mit der Hochschule von der Problemstellung, über den Lösungsansatz und das Ergebnis, nicht zu vergessen die Qualität der Zusammenarbeit. So wurden zum Beispiel beginnend mit dem Jahr 1992 zwei völlig neue Produktfamilien entwickelt und in den Markt eingeführt. Diese sind heute Standardprodukte und werden europaweit und darüber hinaus mit einem zweistelligen Millionenumsatz pro Jahr verkauft. Zurzeit werden dazu begleitende Grundlagen- und Materialforschungen betrieben, um die Produkteigenschaften weiter zu verbessern.

An diese Ausführungen schloss sich die Besichtigung und Präsentation der Hochspannungshalle an. undefinedProfessor Roland Bärsch, verantwortlich für das Labor Hochspannungstechnik, befasst sich schwerpunktmäßig in der Forschung mit dem elektrischen Verhalten von Grenzflächen polymerer Hochspannungsisolierungen sowie den dielektrischen und elektrischen Eigenschaften von polymeren Isolierstoffen und Funktionswerkstoffen. Sehr anschaulich erläuterte und präsentierte er seine Forschungsschwerpunkte. Mit den Versuchen zum Einfluss des Benetzungsverhaltens eines Isolators auf das Überschlagverhalten (Oberflächenentladungen und Überschlagspannung) und der Demonstration der sog. Gleitfunken-Entladungen an einem Durchführungsmodell beeindruckte er die Gäste nachhaltig.

Beim anschließenden Erfahrungsaustausch im improvisierten Theatersaal waren sich alle einig: Das Netzwerk zwischen regionaler Wirtschaft und Hochschullandschaft im Dreiländereck muss permanent entwickelt werden, denn es beinhaltet enorme Chancen für die Zukunft. Sie stimmten darüber überein, dass diese Veranstaltung unbedingt fortgeführt werden muss.


Kontakt:

 

Hella Trillenberg

Referentin des Rektors/Pressesprecherin

Tel.:   03583 61-1403

E-Mail: presse@hszg.de

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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