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Wirtschaft traf Wissenschaft

15. Jan. 2014

Zum fünften Mal hieß es am 9. Januar dieses Jahres „Wirtschaft trifft Wissenschaft“. Einer nun schon guten Tradition folgend hatten der Allgemeine Unternehmerverband Zittau und Umgebung e.V. (AUV), die Industrie- und Handelskammer Dresden, Geschäftsstelle Zittau, und die Hochschule Zittau/Görlitz zu dieser Abendveranstaltung eingeladen. Ca. 90 Gäste nahmen die Einladung in die Hochschule in Zittau an. Ein Zuspruch, der die Organisatoren der Veranstaltung ungemein freute.

Gastgeber war in diesem Jahr die Fakultät Maschinenwesen. Professor Tobias Zschunke, Prorektor Forschung, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Anwesenden herzlich. Im späteren Verlauf der Veranstaltung stellte er <media 21772 _blank download "HSZG 2013 in Kürze">undefinedaktuelle Entwicklungen und Höhepunkte im wissenschaftlichen Leben der Hochschule</media> vor. Besonders verwies er dabei auf Ergebnisse der Forschung, in die auch regionale Unternehmen eingebunden sind und ermutigte die Gäste, sich nicht zu scheuen, auch künftig den Kontakt zur Hochschule zu suchen und die Möglichkeiten der angewandten Forschung zu nutzen. Hier gelte es Hemmschwellen abzubauen und gemeinsam Innovationen zu entwickeln.


Prof. Zschunke übergab dann das Wort an den Geschäftsführer der RTT STEINERT GmbH in Zittau und Vorsitzenden des AUV, Bert Handschick, sowie an Matthias Schwarzbach von der Geschäftsstelle der IHK in Zittau, die mit herzlichen Worten die Gäste begrüßten. Beide hoben die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule und der regionalen Wirtschaft hervor. Dabei betonten sie, dass das Potenzial längst noch nicht ausgeschöpft sei. „Ohne die Hochschulnähe könnte ich mein Unternehmen zuschließen“, sagte Bert Handschick. Sein Unternehmen bietet als Teil der STEINERT-Unternehmensgruppe optische Sortiersysteme, die auf der Basis von Farberkennung und Nahinfrarot-Technik arbeiten. Hierzu benötigt das Unternehmen Forschungs-Know-how und akademische Fachkräfte der Hochschule Zittau/Görlitz.

Anschließend stellte Prof. Gerlinde Kretschmar die <media 21851 _blank download "Fakultät Maschinenwesen der HSZG">undefinedFakultät Maschinenwesen mit ihrem Lehr- und Forschungsprofil </media>vor.

In der darauf folgenden Podiumsdiskussion mit Dr. Stefan Jakschik von der ULT AG in Löbau, Matthias Noffke vom Ingenieurbüro GENOM Zittau, Konrad Havlat vom der Präzisions-Werkzeug- und Formenbau Havlat GmbH sowie Prof. Frank Hentschel von der Hochschule Zittau/Görlitz, der an diesem Tag die Haase GFK-Technik GmbH vertrat, stellten sich den Fragen der Teilnehmer.



Dr. Stefan Jakschik berichtete zum Beispiel über die Zusammenarbeit mit Prof. Volkmar Weise bei der Gebläse- und Filterentwicklung. Dabei richteten sich die Arbeiten insbesondere auf Untersuchungen von Strömungsvorgängen in lufttechnischen Anlagen, die in Entwicklungen zur Filter- und Trocknungstechnik Eingang finden. Dabei werden sowohl theoretische als auch experimentelle Arbeiten durchgeführt, die zum großen Teil durch Studenten der Hochschule abgedeckt werden. Er führte aus, dass zum Beispiel bei einer Diplomarbeit gemeinsam ein Gerät entwickelt wurde, welches die Luftfeuchte eines Raumes derartig reduziert, dass eine Reifbildung erst bei -40°C entstehen würde.

Auf die Frage, wie man denn am besten zu einer Zusammenarbeit als Unternehmer mit der Hochschule finden würde, antwortete Jakschik: „Einfach anrufen, das geht in Zittau ganz unkompliziert.“

Das Ingenieurbüro GENOM in Zittau steht insbesondere für Projektierungen. Wie Geschäftsführer Matthias Noffke informierte, standen hier in letzter Zeit vor allem Ingenieurleistungen beim Aufbau des Thermochemischen Versuchsfeldes als Teil des Zittauer Kraftwerkslabors im Vordergrund.

Konrad Havlat führte zur langjährigen Kooperation (seit 1996) des Lehrgebietes Produktionstechnik (Prof. Gerlinde Kretschmar) mit seinem Unternehmen aus. Schwerpunkte der Zusammenarbeit waren unter anderem die Entwicklung eines Systems zur durchgängigen computergestützten Auftragsabwicklung als problemspezifische Softwarelösung für Auftragsfertiger mit kleinen und mittleren Losgrößen sowie laufende Projekte zur Prozessoptimierung durch Fertigungs- und Ablaufoptimierung im Rahmen von studentischen Projekt- und Diplomarbeiten.

Und zu guter Letzt berichtete Prof. Frank Hentschel über seinen Entwicklungsweg bei der Haase GFK-Technik GmbH in Großröhrsdorf. „Im Jahr 1995 bin ich im Rahmen eines Forschungskooperationsvorhabens "Entwicklung eines Roboterbearbeitungs-zentrums" von der Hochschule Zittau/Görlitz als wissenschaftlicher Mitarbeiter für ein halbes Jahr ausgeliehen und dann eingestellt worden. KIA war ab 1996 ein Thema, als Prof. Förster und Herr Brückner bei der Industrie "Klinken" geputzt haben. Die Verbindung zur Hochschule riss niemals ab. Durch Praxissemester- und Diplomarbeiten als auch durch drei KIA-Studierende, von denen allerdings nur einer dem Unternehmen erhalten geblieben ist, wurden für das 50 Mitarbeiter umfassende Unternehmen die Entwicklung von Produkten und Technologien generiert. Ohne diese Verbindung wage ich zu bezweifeln, ob die Entwicklung der thermischen Energiespeicher oder der doppelwandigen Leichtflüssigkeits- und Fettabscheider umzusetzen gewesen wäre“, sagte er.

Im Anschluss an die Diskussionsrunde besichtigten die Teilnehmer Labore der Fakultät Maschinenwesen – so das Thermochemische Versuchsfeld als Teil des Zittauer Kraftwerkslabors, das Produktionstechnische Labor, das Labor für Fertigungsmeßtechnik und den CAD-Pool. Die Gäste waren sichtlich beeindruckt von der Ausstattung der Labore und den Möglichkeiten, die sich für Kooperationen bieten.



Schon während der erfolgreichen Veranstaltung wurden neue Ideen für das nächste Jahr entwickelt, wenn es dann am 8. Januar 2015 wieder heißt „Wirtschaft trifft Wissenschaft“.


Kontakt:

Hochschule Zittau/Görlitz
Hella Trillenberg
Referentin des Rektors/Pressesprecherin
Tel.:   03583 / 61 1403
E-Mail: presse@hszg.de

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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