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Weiteres Forschungsinstitut öffnet in Zittau

30. Nov. 2011

Nach dem international renommierten Fraunhofer-Institut siedelt sich innerhalb weniger Monate ein zweites Forschungsinstitut im Umfeld der Hochschule in Zittau an: Am 1. Januar startet die Autark GmbH. Sie geht aus einem paneuropäischen Forschungsnetzwerk aus 34 Firmen und Hochschulen hervor, dass derzeit drei Aufträge des Bundes im Wert von über einer Million Euro bearbeitet. 

Von Zittau aus wird die Forschung künftig koordiniert. Zudem will die Firma ein Technikum im Wert von rund 2,5 Millionen Euro bauen lassen. Als Standort dafür ist Hirschfelde im Gespräch - weil in einem ersten Projekt die den Kraftwerkern gut bekannte Technologie der Wirbelschichtfeuerung auf andere Anwendungsgebiete übertragen werden soll. "Da gibt es in der Region Potenzial", sagt der designierte Geschäftsführer Julien Uhlig. 

In dem Projekt soll eine Art Miniverbrennungsanlage für den Betrieb in Schwellen- und Entwicklungsländern zur Serienreife geführt werden. Sie wird unter anderem mit verschiedenen Brennstoffen arbeiten und unterschiedliche Ansprüche an den Strombedarf decken, sagt Professor Tobias Zschunke, Prorektor Forschung der Hochschule. Außerdem können weitere regenerative Energieerzeuger zugeschaltet und die Anlage ferngewartet werden. Ähnliche, aber große Anlagen gibt es in Deutschland und der westlichen Welt bereits. Sie wären für die Schwellen- und Entwicklungsländer zu teuer und technologisch kaum handhabbar. Prototypen der kleinen Anlage stehen bereits in Rostock und Oberhausen. Ein Antrag zu einem Probebetrieb in Sri Lanka läuft. 

Der Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums für das Institut lautet: Die Anlage entwickeln, Unternehmen in die Produktion einbinden - und eine Firma im Raum Zittau ausgründen, die die Anlagen herstellt und vertreibt. Nach diesem Schema könnten auch weitere Forschungen laufen. 

Zittau wurde laut Uhlig aus mehreren Gründen als Standort für das Institut ausgewählt: Die Hochschule hat auf dem Energie- und Umwelt-Sektor einen guten Ruf, anerkannte Fachleute auf dem für das Institut relevanten Gebieten, sich mehrfach um Forschungsarbeiten bemüht und dabei eingebracht. Zum anderen hat Zschunke durch seine Mitarbeit und Fürsprache für die Ansiedlung gesorgt. "Auch der Rektor steht voll hinter dem Projekt", sagte er. Derzeit ist das Institut in Gründung in Bad Münstereifel und Görlitz ansässig.

Text: Thomas Mielke / Sächsische Zeitung 29.11.2011


Kontakt:

Prorektor für Forschung

Prof. Dr. Tobias Zschunke

Mail: prorektor-forschung@hs-zigr.de

 

Institut Autark GmbH

www.autarkinstitut.de

www.netzwerk-autark.de

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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