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Studierende besuchen Gorlebener Salzstock

21. Mär. 2013

In jüngster Zeit gab es wieder Bewegung in der Debatte um die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Stoffe in Deutschland. Weil durch Umweltminister Peter Altmaier im Dezember vergangenen Jahres zunächst ein weiteres Moratorium veranlasst wurde, dürfen im Erkundungsbergwerk bis zur nächsten Bundestagswahl keine weiteren Bohrungen und Eignungs-Erkundungen vorgenommen werden. Derweil, so die politische Hoffnung, soll zwischen den Parteien mit Zustimmung der Länder ein gemeinsamer Entwurf für ein Endlagersuchgesetz ausgehandelt werden.

Studierende und  Mitarbeiter der Hochschule Zittau/Görlitz, zwei Lausitzer Unternehmer sowie ein ehemaliger Bürgermeister aus Bayern konnten sich unter der Leitung von Diplom-Geologen Prof. Dr. Bernd Delakowitz einen eigenen Eindruck über das Erkundungsbergwerk im Gorlebener Salzstock verschaffen. Zudem gab es eine sehr lehrreiche Führung durch das von der Gesellschaft für Nuklear-Service mbH  betriebene Brennelemente-Lager Gorleben GmbH. Zu der Anlage gehört das Transportbehälterlager, indem derzeit 113 Großbehälter des Castor-Typs zwischen lagern und die Pilotkonditionierungsanlage. In dieser  Anlage besteht die technische Möglichkeit radioaktive Abfälle aus den Transportbehälter (Castor-Typ) in endlagerfähige Container (Pollux-Typ) zu verpacken oder Reparaturen an beschädigte Gebinden durchzuführen. Die genehmigte und voll funktionsfähige Anlage kann jedoch erst dann in Betrieb genommen werden, sobald sich die Bundesregierung für einen Endlagerstandort entschieden hat. Zum Thema der Endlagersuche entwickelten sich lebhafte Diskussionen unter den Teilnehmern der Exkursion.

 

Exkursionsteilnehmer der Hochschule Zittau/Görlitz


Kontakt:

Fakultät Mathematik/Naturwissenschaften  
Prof. Dr. rer. nat. Bernd Delakowitz
Mail: b.delakowitz@hszg.de

 

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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