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Spannungsfeld ''Natur-Technik-Markt''

22. Sep. 2014

Kann durch marktwirtschaftlichen Wettbewerb der Mensch in Wohlstand glücklich werden und dabei die Natur in ihren ursprünglichen Zustand versetzen? Ist dazu Technik erforderlich? Und muss jemand da sein, der sie weiterentwickeln und bedienen kann?

Die damit aufgeworfenen Fragen sind etwas ketzerisch und ihre Beantwortung anscheinend so kompliziert, dass die wohlhabende westliche Gesellschaft mit ihrer Diskussion vollauf zu tun hat. 

Die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) möchte sich am 24. September 2014 dennoch wenigstens einmal drei Stunden Zeit nehmen, um über Fachgebietsgrenzen hinweg, vor allem mit ihren Gästen, Aspekte dieses Themenbandes zu besprechen. Die Diskussion wird durch interessante Vorträge von Gastrednern angeregt.

Damit wird das undefinedWissenschaftsjahr 2014/2015 der HSZG eröffnet, das dann in den einzelnen, über das kommende Studienjahr verteilten Fachkonferenzen der Hochschule auf dieses und jenes Spezialthema eingehen wird.

 

Vorträge renommierter Wissenschaftler

Am 24. September sind Vorträge des renommierten Landschaftsökologen Prof. Wolfgang Haber, des Volkswirtschaftlers Dr. Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln und des Techniksoziologen Prof. Jost Halfmann von der TU Dresden zu hören.

Haber wird über die ursprüngliche Natur sprechen und darüber, ob wir zu ihr zurückkehren können. Bardt wird am Beispiel der Energiewirtschaft erklären, wie die richtige Kombination aus staatlicher Einflussnahme und markwirtschaftlichen Prinzipien zur Versöhnung von Wohlstandsstreben und Natur- und Klimaschutz führen kann und Halfmann wird berichten, wie die Energiewende in den Köpfen der Menschen und in der Gesellschaft abläuft.

 

Ökologie nicht verklären

„Nachhaltigkeit kann nur gelingen, wenn wir die Ökologie nicht verklären“ ist Habers Ansicht.

Bardt schreibt: "Die Energiewende ist weit mehr als eine technische Herausforderung, sondern erfordert einen angemessenen Wettbewerbsrahmen, um erfolgreich zu sein."

Und Halfmann will zeigen, „dass die Energiewende nicht nur eine technische, sondern auch eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt, die weitreichende Transformationen im Bereich von Produktion, Konsum und Lebensstil  erlangt."

Es wird zur Sprache kommen, welche Bedeutung die Kommunikation hat, wie wichtig moderne Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften sind.

 

Kann man auf Technik zukünftig verzichten?

Und sicherlich wird sich dann auch der Frage genähert, welches naturwissenschaftliche Wissen noch benötigt wird und ob man auf Technik künftig verzichten kann? Oder ob man gerade besonders gut sein muss in der Beherrschung und Weiterentwicklung der Technik und noch Leute gebraucht werden, die Technikwissenschaften studieren, praktizieren und beherrschen? 


Kontakt:

Dipl.-Biophys. Lutz Haberland

Tel.: 03583 61-2182

E-Mail: l.haberland@hszg.de

Weitere Informationen: www.hszg.de/forschung/

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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