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Neues Fraunhofer-Technikum in Zittau

06. Sep. 2013

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und die Hochschule Zittau/Görlitz setzen auf eine Vertiefung des Wissens- und Technologietransfers mit der Kunststoffbranche in Sachsen. In enger Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz und regionalen Unternehmen soll eine bereits seit 2011 in Zittau arbeitende IWU-Projektgruppe zum neuen »Fraunhofer-Kunststoffzentrum Oberlausitz« ausgebaut werden. Schwerpunktmäßig wird an der Entwicklung und Erprobung von Leichtbautechnologien geforscht. Am 11.9.2013 finden ab 12 Uhr eine Podiumsdiskussion sowie der symbolische Spatenstich zum Baustart des Fraunhofer-Technikums in unmittelbarer Nachbarschaft der Hochschule Zittau/Görlitz statt.

Die Nachfrage nach hoch belastbaren Kunststoffbauteilen nimmt vor allem im Automobil- und Maschinenbau weiter zu. Die mit diesen Werkstoffen verbundenen Leichtbaupotentiale sind insbesondere für diese Branchen allerdings noch unzureichend erschlossen, der Forschungs- und Entwicklungsbedarf ist groß. Der Wirtschaftsstandort Lausitz bietet mit einer Vielzahl von Unternehmen, die Produkte aus Kunststoff herstellen, verarbeiten und anwenden, eine gute Basis für nachhaltige Forschungs- und Entwicklungskooperationen. Eine vom Freistaat Sachsen geförderte Fraunhofer-Projektgruppe arbeitet daher seit 2011 an der Entwicklung von Leichtbautechnologien.

Der Transfer von Fraunhofer-Know-how in die Region wird jetzt weiter ausgebaut: Die Fraunhofer-Gesellschaft investiert in den Neubau eines Technikums. Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen eines Fraunhofer-Fachhochschul-Programms den Aufbau eines zweiten Arbeitsgebietes »Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien« innerhalb der Projektgruppe mit 2,5 Mio. € bis 2017.

Die Leitung der Projektgruppe übernimmt Prof. Dr.-Ing. habil. Lothar Kroll, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung an der TU Chemnitz sowie CEO des Bundesexzellenzclusters »MERGE – Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen«. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz durch die Einrichtung einer Professur »Funktionsintegrierende Kunststofftechnologien« weiter ausgebaut.

Letzte Änderung: 4. September 2018

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