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Labormitarbeiter für eine Woche

22. Sep. 2017
Die Arbeit im Chemie- Labor

Die Arbeit im Chemie- Labor

Als die Schüler der Klasse 8 am vergangenen Freitag vor Eltern, Lehrern, Hochschulangehörigen und Schülern verschiedener Klassenstufen ihre Ergebnisse der naturwissenschaftlichen Projektwoche vorstellten, staunten die Anwesenden nicht schlecht über die Vielfalt der Themen, die guten Arbeitsergebnisse sowie die glücklichen & dankbaren Schüler. Im Publikum vertreten waren auch die Prorektorin für Bildung und Internationales Prof. Christa Heidger, der Schulleiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Dr. Dietmar Stephan und Mitglieder einer Jury. Letztere wählten die besten Vorträge aus und prämierten die Schüler mit Büchergutscheinen, die u. a. vom Förderverein der Hochschule Zittau/Görlitz e. V. zur Verfügung gestellt waren. Im Nachgang zur Projektwoche erstellen die Schülergruppen jetzt Plakate zu ihrem jeweiligen Projektthema. Diese werden ebenfalls dem Blick einer kritischen Jury unterzogen und die besten Exemplare ausgezeichnet.

 

 Schülergruppe analysiert verschiedene MetalleImpressionen der Abschlussveranstaltung

Damit war die Klasse 8/5 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Löbau (GSG) bereits im fünften Jahr in Folge zur naturwissenschaftlichen Projektwoche an der Hochschule Zittau/Görlitz. In neun verschiedenen Einzelprojekten konnten die Schüler, die ihrerseits eine vertiefte mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung am GSG erhalten, Hochschullabore erkunden, mit modernsten Forschungsgeräten arbeiten, die jeweils gängige Laborpraxis kennenlernen und wissenschaftliche Versuche selbst ausprobieren. Die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule investierten viel Zeit und Engagement, den Schülern die Welt der Wissenschaften anhand praktischer Tätigkeiten zu erschließen. Der Schulleiter brachte in seiner Ansprache seinen großen Dank über die enge Verbundenheit mit der HSZG zum Ausdruck. Die wissenschaftliche Projektwoche sei einer der wichtigsten Meilensteine in der schulischen Ausbildung dieser in Ostsachsen einzigartigen Spezialklasse.

 

 Analyse der Öberflächenstruktur eines Werkgegenstandes am MikroskopVorbereitung einer Probe zur Partikeluntersuchung im Projekt des iTN

So haben in diesem Jahr im Chemie-Labor der Fakultät Natur- und Umweltwissenschaften (F-N) Schüler herausgefunden, was Zeolithe sind und wie sie helfen können, Wasser zu enthärten um beispielsweise der Verkalkung von Haushaltsgeräten vorzubeugen. Das Institut für Verfahrensentwicklung, Torf- und Naturstoff-Forschung (iTN) wiederum hat seine Nachwuchsforscher auf die Suche nach Kleinstpartikeln geschickt. Tütensuppe, Nagellack, Sonnencreme und Milch – von Produkten, mit denen wir alltäglich in Kontakt kommen, wurden mittels der „Analysette 22“ Diagramme erstellt, die jeweils die Größenverteilung der Partikel abbilden und erkennbar machen, welche Teilchengröße am häufigsten auftritt.

 

Sieben von Suppe um Grobpartikel (Nudeln) zu entfernenArbeit an der "Analysette 22"

Zwei der Projekte, ebenfalls beide von der F-N gestellt, waren Freilanduntersuchungen. Eine Gruppe führte es an den Grundbach, dessen Breite und Tiefe an verschiedenen Stelle überprüft wurde. Zur Feststellung der Gewässergüte haben die Schüler unter anderem Art und Anzahl der dort lebenden Organismen bestimmt. Weitere Schülerinnen durften sich als Klimaforscher erproben und haben gelernt, Wetterdaten an der Klimastation im Zittauer Tierpark zu erheben und auszuwerten.

 

Freilanduntersuchung in der Projektgruppe der Fakultät Natur- und UmweltwissenschaftenArbeit im Chemie- Labor

Beim Projekt „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, das die Fakultät Maschinenwesen in Kooperation mit dem IOT anbot, standen die Analyse verschiedener Metalle und Legierungen sowie Verfahren zur Oberflächen- und Materialcharakterisierung im Vordergrund. Der Fachbereich Elektrotechnik hat zwei weiteren Gruppen die Türen zu seinen Laboren geöffnet. Eine der beiden hat sich mit Sensorik am Beispiel automatisierter Erkennung von Münzen beschäftigt. Die andere hat experimentell das Phänomen der Thermoelektrizität, also die gegenseitige Beeinflussung von Temperatur und Elektrizität untersucht.

 

Schüler lernen verschiedene Arten der Oberflächenbeschichtung kennenEine Schülergruppe erforscht, wie Automaten Münzen erkennen

Wie viel Energie benötigt ein Haus und wo liegen Einsparpotenziale? Mit dieser Frage und der Erstellung eines Energieausweises für ein geplantes Gebäude haben sich Schüler beschäftigt, die ihre Projektwoche an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften & Wirtschaftsingenieurwesen (F-W) verbracht haben. Gruppe 9 durfte ebenfalls an der F-W mit einem Modell einer Windkraftanlage experimentieren und ein Schüler baute total engagiert gleich selbst noch ein Windrad-Modell. Die Schüler haben überprüft, wie sich die Leistung der Anlage ändert, wenn zum Beispiel die Windstärke zu- oder abnimmt oder der Anstellwinkel der Rotorblätter verstellt wird.

 

Projektwoche in der Fakultät Wirtschaftswissenschaften & Wirtschaftsingenieurwesen Schüler beim Bau eines Windrad- Modells

Zum Anlass des fünfjährigen Jubiläums der naturwissenschaftlichen Projektwoche haben sich zwei Elftklässler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums bereiterklärt, ihre Schulkameraden bei der Arbeit in den Laboren aufzunehmen und das gesamte Projekt filmisch zu dokumentieren. Unter Anleitung des Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanals (SAEK) Görlitz planten, interviewten und drehten die beiden Jungs bei den Einzelprojekten und sammelten Videomaterial. Daraus soll nun ein Videoportrait über dieses besondere Angebot der Hochschule Zittau/Görlitz für die Achtklässler des GSG Löbau entstehen.

 

Wir möchten an dieser Stelle folgenden Mitarbeitern der Hochschule, die maßgeblich zum Gelingen der Projektwoche beigetragen haben, ausdrücklich unseren Dank aussprechen: Frau Dr. Reinhold, Herrn Kitta, Herrn Herrmann, Frau Huwaldt, Frau Kobelt, Frau Franke, Frau Dr. Vogel, Frau Kupka, Herrn Prof. Weber, Herrn Jeschke, Herrn Dr. Gärtner, Herrn Pohl und Herrn Schäfer. Auch Herrn Kopte, der wieder die Organisation von Seiten der Schule übernommen und alles hervorragend koordiniert hat, dem SAEK Görlitz für die Betreuung der jungen Filmemacher und dem Tierpark Zittau möchten wir herzlich danken.

 


Kontakt

Christiane Matthieu, M.A.

Zentrum für Wissens- und Technologietransfer

Tel.: 03583 612-4277

E-Mail: Christiane.Matthieu@hszg.de

 

Robert Viertel

Zentrum für Wissens- und Technologietransfer

Tel.: 03583 612 4356

E-Mail: r.viertel@hszg.de

Letzte Änderung: 4. September 2018

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