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Hauptkomponenten von THERESA montiert

28. Apr. 2014

Kurz vor Ostern fand im neuen Zittauer Kraftwerkslabor die Anlieferung und Montage des Dampferzeugers und des thermischen Energiespeichers statt. Diese stellen die Hauptkomponenten der Versuchsanlage undefinedTHERESA (Thermischen Energiespeicheranlage) dar, welche im Rahmen des vom Freistaat Sachsen und dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Vorhabens „Energieeffizienzsteigerung in thermischen Energieanlagen“ errichtet wird.

Die aktuelle Energiepolitik mit der Schwerpunktlegung auf regenerative Energieträger führt zu stark wechselnden Anforderungen an die klassischen thermischen Kraftwerksanlagen. Größere Differenzen zwischen Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energiequellen und Energiebedarf führen zu höheren dynamischen Anforderungen im Hinblick auf die Laständerungsgeschwindigkeiten sowie die erforderliche Mindestlastabsenkung bestehender Kraftwerksanlagen. Weiterhin sind die bestehenden Kraftwerksanlagen für die Sicherung der Netzstabilität des Verbundnetzes unverzichtbar.

Die Integration thermischer Energiespeicher in den Kraftwerksprozess bietet Bestandskraftwerken mit unterschiedlichen thermischen Nennleistungen eine Möglichkeit den Energieumwandlungsprozess zu flexibilisieren und damit effizient mit den Herausforderungen der Energiewende umzugehen.

In diesem Kontext leistet das Forschungsvorhaben „Energieeffizienzsteigerung in thermischen Energieanlagen“ durch die Verbindung von experimentellen und methodischen Arbeitsweisen einen Beitrag zur Erhöhung der Lastflexibilisierung von Kraftwerken und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und Netzstabilisierung des Verbundnetzes.

Aufrichten des Dampferzeugers mit Hilfe des Hallenkranes und des Mobilkranes

Mit der Versuchsanlage THERESA kann 0,1 kg/s Heißdampf mit bis zu 60 bar und 350 °C bereitgestellt werden. Die Leistung des Dampferzeugers beträgt 200 kWel bei einer Masse von 5,4 t einer Höhe von über 6 m. Diese Abmessungen machten das Aufstellen des gigantischen Edelstahlbehälters in den Trägerbau aufgrund der maximalen Hubhöhe des Kranes von 5,87 m zu einer besonderen Herausforderung. 

Transport des Druckbehälters zum Montageort

In mehreren Schritten musste der Behälter angehängt, gedreht, geneigt und in den Trägerbau eingesetzt und montiert werden. Die Montage des Speicherbehälters mit aufgesetztem Mischvorwärmer und einer Gesamtmasse von 3,2 t lief aufgrund der geringeren Gesamthöhe von ca. 4,1 m vergleichbar unkompliziert ab.

Transport des Speicherbehälters mit aufgesetztem Mischvorwärmer zum Montageort

Im Mischvorwärmer erfolgt die Aufheizung des Speisewassers zur Versorgung des Dampferzeugers und zur Beladung des Speicherbehälters je nach Betriebsweise. Dabei wird Dampf in einer Wasservorlage eingedüst und auskondensiert, wodurch sich die Temperatur des Speisewassers erhöht.

Montage des Speicherbehälters (links) neben dem Dampferzeuger (rechts)

Dieser Dampf bildet in Bezug auf den Kraftwerksprozess den Anzapfdampf oder Abdampf der Hochdruck-Turbine nach, welche nach schneller Lastabsenkung im Netz überschüssig vorhanden ist. Inklusive des Überhitzers und der Vorwärmer besitzt die Versuchsanlage eine thermische Gesamtleistung von 620kW.

Aufsetzen des oberen Stahlgerüstes zur Begehung der Behälter

Mit dem Vorhaben leistet das undefinedIPM einen Beitrag zur nachhaltigen Umsetzung des energiepolitischen Fahrplanes und zur Ausgestaltung des Kompetenzfeldes „Energie und Umwelt“ der Hochschule Zittau/Görlitz in Lehre und Forschung.


Autor: C. Schneider (IPM)

Verantwortlicher Hochschullehrer: Prof. A. Kratzsch (IPM)

Tel.: +493583-611383

E-Mail: undefinedA.Kratzsch@hszg.de

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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