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Forschungsaufenthalt in Südafrika

24. Mär. 2014

Vom 6. Januar bis 25. Februar diesen Jahres besuchte M.Eng. Sebastian Schmidt, Forschungsmitarbeiter und Doktorand am Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (IPM) im Fachgebiet Messtechnik/Prozessautomatisierung, für einen Forschungsaufenthalt die North-West University im ca. 130 km westlich von Johannesburg gelegenen Potchefstroom in Südafrika. Zweck des Forschungsaufenthaltes war es, gemeinsam mit Prof. George van Schoor, Dr. Pieter van Vurren und weiteren Mitarbeitern der dortigen Fakultät für Ingenieurwesen den bestehenden Wissensstand beider Universitäten im Bereich des Soft Computing ausbauen.

Forschungsgegenstand des knapp 8-wöchigen Aufenthaltes war die Analyse von Radialen Basisfunktionsnetzwerken (RBFN). Diese Modellart gliedert sich in den Bereich der Künstlichen Neuronalen Netze ein und wird vorwiegend zur Approximation mathematischer Funktionen eingesetzt. Das gemeinsame Ziel beider Universitäten bestand insbesondere darin, ein besseres Verständnis zur Erstellung und zum Verhalten von RBFN zu erhalten. Ein weiterführendes Ziel für das IPM lag darin, die prinzipielle Einsatzfähigkeit dieser Modellart im BMBF geförderten Verbundvorhaben „Nichtinvasive Zustandsüberwachung von Kernreaktoren zur Detektion von Füllstandsänderungen und der Deformation des Kerns“ (Fördernummer: 02NUK018A, Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch (IPM) und Prof. Dr.-Ing. habil. Uwe Hampel (TU Dresden)), in welches sich auch die Doktorarbeit von Hr. Schmidt eingliedert, zu prüfen. Mit Abschluss des Forschungsaufenthaltes konnten die  gestellten Ziele durchweg erfüllt werden und es wurde die Vereinbarung getroffen, auch zukünftig gemeinsamen an der Untersuchung von RBFN zusammenzuarbeiten und die erzielten Ergebnisse auf wissenschaftlichen Konferenzen zu präsentieren.

Foto: Forschungsgruppe von Prof. George van Schoor in Front des Hauptgebäudes der Fakultät für Ingenieurwesen

Neben der beruflichen Tätigkeit trugen auch die außeruniversitären Aktivitäten zu einem gelungenen Forschungsaufenthalt bei. Diese umfassten bspw. gemeinsame Abende mit den Mitarbeitern bei einem traditionellen südafrikanischen „Braai“ (Grillabend) aber auch Ausflüge an den Wochenenden u.a. für einen  Besuch der „Big Five“ in einem der vielen Nationalparks in Südafrika, nach Kapstadt mit seinem Tafelberg und dem Kap der Guten Hoffnung  sowie an die am Indischen Ozean gelegene „Garden Route“.Foto: Besichtigung des Tafelberges mit Christiaan Martinson (Arbeitskollege NWU

„Durch die hohe Qualität in Lehre und Forschung, das Zusammenleben und -arbeiten vieler verschiedener Bevölkerungsgruppen aber auch die Gelegenheit für Besuche der zahlreichen Sehenswürdigkeiten, verbindet ein Aufenthalt in Südafrika hervorragend die Möglichkeit sich gleichzeitig fachlich wie auch persönlich in hohem Maße weiterzuentwickeln. Ich hoffe, dass noch zahlreiche weitere Studenten und Mitarbeiter der Hochschule Zittau/Görlitz die Chance eines Studien- oder Forschungsaufenthaltes an der North-West University nutzen werden, um das Leben und Arbeiten in diesem abwechslungsreichen und spannenden Land in all seinen Facetten kennenzulernen.“, so M.Eng. Sebastian Schmidt.

Die bereits seit 10 Jahren bestehende Zusammenarbeit zwischen dem IPM der Hochschule Zittau/Görlitz und der North-West University wurde im letzten Jahr mit der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen beiden Hochschulen vertraglich fixiert. Der Forschungsaufenthalt trug damit maßgeblich dazu bei, diese Beziehungen langfristig weiterzuentwickeln und zu intensivieren.


Kontakt:

Institut für Prozeßtechnik, Prozeßautomatisierung und Meßtechnik (undefinedIPM)

M.Eng. Sebastian Schmidt

Tel.: +49 3583 61 2227

E-Mail: s.schmidt@hszg.de

 

Verantwortlicher Hochschullehrer: Prof. Dr.-Ing. Alexander Kratzsch

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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