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Forschung für sichere Kernkraftwerke

14. Mai. 2014

Entsprechend Ausstiegsbeschluss der Bundesregierung wird Deutschland voraussichtlich bis zum Jahr 2022 alle Kernkraftwerke (KKW) abschalten. Trotzdem gilt es, auch weiterhin die Sicherheit der noch in Betrieb befindlichen Anlagen zu gewährleisten. Hierfür werden im Rahmen der Reaktorsicherheitsforschung ausgewählte F&E-Themen vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Einem solchen Verbundvorhaben zwischen der Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) widmete sich ein Institutsseminar, welches am 10. April 2014 am HZDR stattfand. Darin stellten Dr. Hoffmann vom Institut für Fluiddynamik des HZDR und Dr. Seeliger vom Institut für Prozesstechnik, Prozessautomatisierung und Meßtechnik (IPM) der HSZG aktuelle Arbeiten und Ergebnisse der laufenden Projekte (Fkz 1501430 und 1501431) vor. 

Gegenstand der experimentellen und methodischen Untersuchungen sind komplexe physikochemische Effekte im Kühlwasserkreislauf von Druckwasserreaktoren nach einem postulierten Kühlmittelverluststörfall. Dabei kann die Wechselwirkung des borsäurehaltigen Kühlmittels mit feuerverzinkten technischen Einbauten (z.B. Lichtgitterrosten) unter Umständen zur Entstehung von Korrosionsprodukten führen, welche an Heißstellen des zwar abgeschalteten aber noch durch die Nachzerfallswärme aufgeheizten Reaktorkerns abgeschieden werden können.

Den Schwerpunkt der F&E-Arbeiten bilden generische Untersuchungen hinsichtlich der Bildungs-mechanismen, der Zusammensetzung und des Ablagerungsverhaltens der Korrosionsprodukte (Zinkborate). Neben den physikochemischen Bildungsvorgängen sind deren mögliche Auswirkungen auf die thermohydraulischen Bedingungen im Reaktorkern von besonderem sicherheitstechnischem Interesse. 

Zur Beantwortung der Fragen werden Experimente im Labormaßstab am HZDR und im halbtechnischen Maßstab an der HSZG unter Verwendung moderner Analyseverfahren wie Digitale Bildverarbeitung und Spektroskopie genutzt. Damit leisten die Institutionen einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der in Betrieb befindlichen KKW auf nationaler und internationaler Ebene und sichern den Kompetenzerhalt.


Kontakt:
Projektleiter: Prof. Dr.-Ing. W. Kästner,
HSZG (IPM)
Tel.: +49 3583-61 1383
undefinedw.kaestner@hszg.de

Projektleiter: Dr.-Ing. H. Kryk,
HZDR (FWDF)
Tel.: +49 351 260 2248
undefinedh.kryk@hzdr.de

Letzte Änderung: 4. September 2018

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