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ENSO und HSZG untersuchen Elektromobilität

22. Jul. 2013

ENSO und Hochschule Zittau/Görlitz untersuchen die Vorteile der Elektromobilität bei Netzintegration erneuerbarer Elektroenergie-Erzeugungsanlagen.

 

Neben der Schadstoffreduzierung in Ballungsgebieten und einer Reduzierung der Abhängigkeit von Öl und Gas kann die Elektromobilität auch einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes leisten. Wenn nach der Energiewende immer weniger konventionelle Kraftwerke das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch aufrechterhalten, sind kurzfristig zu- und abschaltbare Verbraucher sowie Elektroenergiespeicher eine wichtige Voraussetzung für einen stabilen Netzbetrieb.

 

Um diese Ziele zu erreichen, sind nicht nur intelligente Stromnetze, sondern auch eine geeignete Kommunikationsstruktur zwischen Netz und Ladeeinrichtungen der Elektromobilität sowie eine vom Nutzer akzeptierbare Datensammlung und –verarbeitung nötig.

 

Dabei sind viele Fragen zur Elektromobilität noch offen oder nur unzureichend beantwortet:

Wie groß ist das Potential (z. B. Zweitwagen oder Flottenfahrzeuge)?

Wie viele  E-Autos verträgt ein Netz ohne und mit Ausbau?

Wie ist die Akzeptanz bei veränderten Nutzungsbedingungen?

Welche Ladeinfrastruktur ist nötig und wie erfolgt eine einfache Abrechnung? Und vieles mehr.

 

Die ENSO übergab am 12.07.13 der Fakultät Elektrotechnik und Informatik der Hochschule Zittau/Görlitz feierlich ein voll elektrisch betriebenes Fahrzeug (Mitsubishi i-MiEV), um es zwischen den beiden Standorten der Fakultät in Zittau und in Görlitz zu nutzen und dabei viele relevante Fragen zur Elektromobilität zu untersuchen.

Prof. Haim (1.v.r.) spricht anlässlich der Übergabe des ENSO-ElektromobilsFeierliche Übergabe des Elektromobils

 

Das ENSO-Fahrzeug wird ein Jahr lang von der Hochschule Zittau/Görlitz eingesetzt.

 

Etwas Werbung für zukunftsweisende Technologien und viele interessante Studienmöglichkeiten an der Hochschule Zittau/Görlitz soll das Fahrzeug natürlich auch machen.    

 

Technische Daten des Mitsubishi i-MiEV

Motor: Synchronmotor mit 49 kW Leistung und 180 Nm Drehmoment

Verbrauch: ca. 13,5 kWh / 100 km

Batterie: 16 kWh

Ladedauer: Normalladung (230 V, 10 A) 6-8 h, Gleichstromladung (max. 50 kW) ca. 30 min 

Reichweite: ca. 110 km

Höchstgeschwindigkeit: 130 km / h

Kaufpreis: ca. 30.000 Euro

 

Elektromobilität bei ENSO – Ein Überblick

 

Seit 2010 ist ENSO in der Modellregion Elektromobilität Sachsen aktiv

undefinedwww.e-mobil-sachsen.de

 

Projekt SaxMobility (2010-2011) 

Schwerpunkt: Flottenbetrieb mit E-Fahrzeugen und Flottenmanagement

 

Projekt SaxMobility II (2011-2014) 

Schwerpunkt: Zugang zur Ladeinfrastruktur über mobile Endgeräte erproben

(Prinzip HandyTicket des ÖPNV)

undefinedwww.sax-mobility.de 

 

Gegenwärtig sind 12 Elektrofahrzeuge im Fuhrpark von ENSO im Einsatz

Sie haben bisher über 100.000 km zurückgelegt. 

  • 2 CitySax
  • 6 Mitsubishi i-MiEV
  • 4 Opel Ampera

 

ENSO hat bisher 6 öffentlich zugängliche Ladesäulen errichtet

Standorte: Dresden, Großenhain, Tharandt, Glashütte, Kurort Rathen, Radeberg

  • Zugang über Ladekarte – bisher 80 Nutzer 
  • Ladekarte bei ENSO erhältlich 
  • Unentgeltliches „Tanken“ im Rahmen des geförderten Projekts 
  • weitere 5 zugängliche Ladesäulen in Moritzburg, Sebnitz, Bastei/Lohmen, Königstein, Oybin-Zittauer Gebirge in Planung

 

Angebot für Kommunen: E-PKW zum Testen im Alltag 

Bisher haben das z.B. genutzt: Landkreisverwaltungen in Görlitz, Meißen und Großenhain, Städte Zittau, Altenberg, Gemeinde Rietschen

 

(Fotos: HSZG/Jens Freudenberg)

 


Kontakt:

Hochschule Zittau/Görlitz

Fakultät Elektrotechnik und Informatik

Dekan

Prof. Dr.-Ing. Klaus-Dieter Haim

Tel.: 03583 61-1303

E-Mail:   undefinedkdhaim(at)hszg.de

Letzte Änderung: 4. September 2018

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