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23. Zittauer Energieseminar

17. Okt. 2013

Hildegard Müller vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zahlreiche Unternehmensvertreter sowie Wissenschaftler aus Deutschland und Europa trafen sich vom 19.-20.09.2013 auf dem Zittauer Campus und sprachen über zukünftige Entwicklungen der Energiepolitik in Mittel- und Osteuropa.

Das im Jahre 2010 verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung sowie die Beschlüsse zur Beschleunigung der Energiewende 2011 ziehen eine grundlegende Umgestaltung der deutschen Energieversorgung mit sich. In den vergangenen Jahren haben sich die Ausbauzahlen der Erneuerbaren Energien (EE) drastisch erhöht.

Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEWDie EEG-Umlage steigt und erhebliche Auswirkungen auf Wettbewerbsprozesse sind die Folge, „die uns jetzt vor ganz neuen Herausforderungen stellen“ so Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW. Sie stellte den Teilnehmern des Energieseminar Lösungsansätze vor, mithilfe derer die Energiewende wieder auf „Kurs“ gebracht werden soll. Die planbare, verlässliche und kosteneffiziente Versorgungssicherheit im Stromsektor ist dabei ein grundlegendes Ziel. Beispielsweise sollte das EEG reformiert, ein dezentraler Leistungsmarkt eingeführt und eine konsequente, abgestimmte EU-Strategie verfolgt werden.

Hr. Strobel, TenneT TSO GmbH Hr. Strobel vom  Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) TenneT TSO GmbH verdeutlichte die gegenwärtigen Probleme an praktischen Beispielen. Die Sicherstellung eines Gleichgewichts zwischen Erzeugung und Verbrauch erfordert einen deutlich höheren Regelleistungsbedarf als in den Jahren zuvor. Gründe dafür sind u.a. die vermehrte, dargebotsabhängige Einspeisung und die begrenzte Prognostizierbarkeit der Erneuerbarer Energien.

Hr. Dr. Todem, Austrian Power Grid AGIm europäischen Verbundsystem entstehen damit auch Herausforderungen für die Netzbetreiber der Nachbarländer, wie Hr. Dr. Todem vom ÜNB Austrian Power Grid AG deutlich machte. Neben den Herausforderungen wurden auch Lösungsvorschläge für verbesserte Übertragungsnetze skizziert. Dabei rückten „Smart Grid“-Lösungen und leistungsstarke Speicherkapazitäten in den Fokus.

Markus Speckmann, Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)Auch in der Forschung und Entwicklung beschäftigen sich zahlreiche Arbeiten mit dem Problem der volatilen Einspeisung von EE-Strom. Ein Beispiel zeigte Markus Speckmann, vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Es wurden Szenarien untersucht, wie eine Vollversorgung mit 100% Erneuerbarer Energien zur Deckung des Strombedarfs möglich ist.

Hr. Dr. Hanfeld, WINGAS GmbHDass die Energiewende alle Glieder der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette betrifft, zeigten die Referate der DREWAG-Stadtwerke Dresden GmbH und ENSO NETZ GmbH als kommunale bzw. regionale Energieversorger. Dass Erdgas der ideale Partner der Erneuerbaren sein kann, verdeutlichte Hr. Dr. Hanfeld von der WINGAS GmbH in seinem Vortrag zur Erdgaswirtschaft.

Die rund 60 Teilnehmer des Energieseminar wurden zudem durch die internationalen Gastredner über aktuelle energiewirtschaftliche Herausforderungen in Mittel- und Osteuropas informiert. Einen interessanten Bericht hierzu finden Sie in der aktuellen Ausgabe der VDI-Nachrichten (40/2013).

Prof. Schütte, Prof. Riesner, Prof. Zielbauer

Das Zittauer Energieseminar wurde vor 23 Jahren durch Prof. Dr. Wilhelm Riesner (Mitte) gegründet. Prof. Dr. Joachim Zielbauer (rechts) übernahm die Leitung vor zehn Jahren und übergab nun den Staffelstab an Prof. Dr. Tino Schütte. Er wird  das Zittauer Energieseminars als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Wissenschaft im energiepolitischen Austausch zwischen Deutschland und Europa weiterführen. 

Webseite: http://f-w.hszg.de/aktuelles/energieseminar.html


Kontakt:

Steffi Hänig

Koordination

Tel.: 03583 61-1259

E-Mail: s.haenig@hszg.de

s.haenig@hszg.de

Letzte Änderung:13. Dezember 2017

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