Systemisch-lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung

Systemisch-lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung

Berufsbegleitendes Aufbaucurriculum – Fortgeschrittenenkurs

 

Der Fortgeschrittenenkurs richtet sich an Praktiker, die mit einer Weiterbildung zum/zur „Systemische/r Berater/in“ abgeschlossen haben. Dieser Kurs ist abgeschlossen und soll in 2017 erneut aufgelegt werden. Interessenten melden sich bitte per E-Mail an weiterbildung@hszg.de .

 

Zielgruppe der Weiterbildung

Die berufsbegleitende Weiterbildung in systemisch-lösungsorientierter Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung ist eine seit Jahren gängige Praxis zur Erweiterung der Qualifikation von Ärzten, Psychologen, Pädagogen, Sozialpädagogen und anderen Personengruppen, die in Tätigkeitsfeldern der psychosozialen Versorgung arbeiten.

Ziele der Weiterbildung

  • Die Befähigung zur therapeutischen Arbeit mit Einzelnen, Familien und anderen sozialen Systemen in den unterschiedlichen Bereichen mit Prinzipien und Mitteln der systemisch-lösungsorientierten Therapie

  • Die Vermittlung praxisrelevanten Handlungswissens, um ziel-, ressourcen- und lösungsorientiert zu arbeiten


Neben der Anwendung von systemischen Therapie- und Beratungsmethoden steht die Entwicklung der persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund. Diese umfasst die fachlich-inhaltliche und die persönliche Seite des beruflichen Handelns gleichermaßen. Die Praxistätigkeit der TeilnehmerInnen wird in der Lehrsupervision anhand von Video-/DVD-Aufnahmen oder Live-Konsultation supervidiert.

Zugangsvoraussetzungen

Für Ihre Anmeldung müssen Sie eine vorangegangene, systemische Beraterausbildung mit SG-, DGSF- oder DGsP-Abschluss oder eine vergleichbare, systemische Weiterbildung an einem anderen systemischen Institut absolviert haben. Bitte der Bewerbung unbedingt ein Abschlusszertifikat beilegen, aus dem die absolvierten Inhalte mit Angabe der jeweiligen Einheiten in Theorie/Methodik, Supervision und Selbsterfahrung sowie erbrachte Leistungen hervorgehen. Die Hochschule behält sich vor, auf die Absolvierung zusätzlicher Weiterbildungseinheiten zu verweisen.

Die Weiterbildung startet mit einem Zugangskolloquium. Die Teilnahme daran ist verpflichtend.

Des Weiteren:

 

  • In der Regel Hochschul- oder Fachhochschulabschluss im Bereich der Humanwissenschaften (Ausnahmen sind in begründeten Fällen möglich, z.B. bei qualifiziertem Berufsabschluss im psychosozialen Bereich und mind. 3-jähriger Berufserfahrung).

  • Möglichkeit zur Umsetzung systemischer/familientherapeutischer Vorgehensweisen.

 

Aufbau der Weiterbildung

Die Weiterbildung dauert über ein Jahr und umfasst insgesamt 600 Arbeitseinheiten, davon 300 unter Begleitung von Lehrtherapeuten.

15 Tage Theorie:  In den Blockseminaren werden, ergänzend zum Beraterwissen, die Inhalte und methodischen Vorgehensweisen vermittelt und die therapeutische Praxis in Rollenspielen und Übungen trainiert. Die Teilnehmer haben in den Seminaren Gelegenheit zur themenspezifischen Supervision  und Live-Supervision:
1. Systemisches Basiswissen: Wissenschaftstheoretische und epistemologische Positionen, Grundlagen, aktuelle Entwicklungen, familientherapeutische / systemische Schulen und Schnittstellen zu anderen relevanten therapeutischen und beraterischen Richtungen, Geschichte der Familientherapie / Systemischen Therapie, Einbeziehung von gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten.
2. Systemische Diagnostik: Systemische Modelle für die Beschreibung und Erklärung psychischer, psychosomatischer und körperlicher Symptome, von Konflikten und Problemen, von kommunikativen Mustern, Beziehungsstrukturen, Verarbeitungs- und Bewältigungsformen sowie für die Diagnostik von Ressourcen und Lösungskompetenzen.
3. Therapeutischer bzw. Beratungs-Kontrakt: Therapeutische/ beraterische Haltung, Indikations- und Kontextklärung, Aufbau, Entwicklung, Beendigung einer therapeutischen/Beratungs-Beziehung, Kooperation mit KlientInnen, sowie Anerkennung und Förderung der systemeigenen Ressourcen, Reflexion der Rolle als TherapeutIn/ BeraterIn und des Arbeitskontextes.
4. Systemische Methodik: Vermittlung und Training systemischer Interventionen und Techniken, auch bezogen auf unterschiedliche Settings, Kontexte und Arbeitsfelder sowie auf Planung, Durchführung und Evaluation.
 
7,5 Tage Supervision: Angeleitete fortlaufende begleitende Supervision (als Gruppen- bzw. Einzelsupervision) der systemischen / familientherapeutischen Beratungs-Praxis.
Während der Weiterbildung sind zwei Arbeitssitzungen (Live, per Video/DVD oder Audio) in der Supervision vorzustellen (Eine evtl. erfolgte Vorstellung in der Vorausbildung (Beraterkurs) wird angerechnet)

7,5 Tage Selbsterfahrung: Inhalte sind der Transfer methodisch geleiteter therapeutischer Techniken in den eigenen Handlungsstil und die Entwicklung therapeutischer Grundhaltungen in die professionelle Identität. Die Selbsterfahrung  bezieht sich auf die Herkunftsfamilie sowie die aktuelle Lebens- und Berufssituation.

Insgesamt 100 Einheiten Intervision (Bei entsprechendem Nachweis werden 50 Einheiten Intervision aus der Vorausbildung (Beraterkurs) angerechnet): Die Teilnehmer treffen sich zwischen den Blockseminaren in kontinuierlich stattfindenden regionalen Intervisionsgruppen, in denen Reflexion und Supervision der Umsetzung Systemischer Kurztherapie in der Praxis erfolgt. Die Arbeit der Intervisionsgruppen wird schriftlich in Form von Protokollen dokumentiert.

50 Stunden Literaturstudium / Eigenarbeit: Die Teilnehmer dokumentieren während der Weiterbildung schriftlich ihre Eigenarbeit / ihr Literaturstudium.

Therapeutische Praxis/Beratungspraxis (200 Stunden):
Der/die WeiterbildungsteilnehmerIn führt (bis spätestens zwei Jahre nach dessen Beendigung) mindestens 200 Beratungs- bzw. Therapiestunden unter begleitender Supervision durch. Die während des Weiterbildungsganges durchgeführten Familientherapien / systemischen Therapien und Beratungen werden unter Berücksichtigung der geltenden Datenschutzbestimmungen dokumentiert (Protokollierung des für die jeweilige Sitzung zentralen Prozesses und der Interventionen). Der/die TeilnehmerIn weist vier ausführlich dokumentierte abgeschlossene therapeutische und Beratungsprozesse nach, von denen einer mind. 10 Sitzungen umfasst.
 
Abschluss: Der Abschluss erfolgt durch eine schriftliche Abschlussarbeit und/oder ein Abschlusskolloquium.

Termine und Themen

Die Termine und Themenfolge entsprechen dem aktuellen Planungsstand. Änderungen sind möglich und werden rechtzeitig bekannt gemacht.

30 Tage: 15 Tage Theorie und Methodik, 7,5 Tage Supervision, 7,5 Tage Selbsterfahrung

Startkolloquium & Lösungsorientiertes Arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und Familien
27. – 29. April 2015 - Manfred Vogt - Hochschulcampus Görlitz

- Kreative Interventionen mit Kindern und Jugendlichen
- Malen und Zeichnen mit Kindern und Jugendlichen
- Einsatz von Handpuppen und anderen Medien
- Zugangskolloquium 

Multifamilientherapie (MFT) und Multisystemische Therapie (MST)
08. – 10. Juni 2015 - Rainer Orban - Hochschulcampus Görlitz
- Einführung in die beiden Ansätze
- Herausarbeiten der Wirkprinzipien
- Transfer in den eigenen Arbeitsalltag

 

Supervision
28. – 30. September 2015 - Manfred Vogt - Hochschulcampus Görlitz
- Live- und Fallsupervision
- Videosupervision
- Persönliche Reflexion der eigenen Kompetenzentwicklung

Systemische Selbsterfahrung: Schätze deine Schätze
03. – 05. November 2015 - Katrin Trappe - Jugendherberge Görlitz (Tage 1 und 2) und Hochschulcampus Görlitz (Tag 3)
- Schatzsuche: Spielend Ressourcen finden
- Lebenspanorama: Rahmungen und Neu-Rahmungen
- Ziele: Zukunftsvisionen angehen

Multiplizitätsmodelle in der Beratung und Therapie
10.-12.12.2015 – Institut ISA/Rita und Matthias Freitag - Hochschulcampus Görlitz
- Teile, Seiten, EGOS States - vergleichender Überblick
- Kombination mit szenischen Methoden
- Beratungskompetenzen im Umgang mit Teilen

Systeme aufstellen
21. – 23. Januar 2016 – Herbert Förster - Hochschulcampus Görlitz
- Arbeit mit dem Familienbrett
- Aufstellungen im Raum
- Repräsentierte Wahrnehmung

Selbsterfahrung
25.-27.02.2016 – Rita Freitag

Supervision
17.-19.03.2016 – Rita und Matthias Freitag

Supervision & Selbsterfahrung
21.-23.04.2016 – Rita und Matthias Freitag

Systemisches Arbeiten mit Paaren und Abschluss der Weiterbildung
13. – 15. Juni 2016 - Manfred Vogt
- Systemisch-lösungsorientierte Paartherapie
- Arbeit mit Trennungs- und Scheidungsfamilien
- Praxisreflexion, Evaluation der persönlichen Entwicklung, Kolloquium und Zertifizierung

Kursleitung

Die inhaltliche Kursleitung liegt beim Norddeutschen Institut für Kurzzeittherapie, NIK e.V. Bremen in Kooperation mit dem Institut für Systemische Arbeiten Chemnitz, ISA Chemnitz und der Hochschule Zittau/Görlitz.

Manfred Vogt, Dr. phil., Dipl.-Psych.
Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut,
Systemischer Familientherapeut, Hypnotherapeut, Verhaltenstherapeut, VT-Supervisor, Systemischer Lehrtherapeut (DGSF/SG), Lehrender Systemischer Supervisor (DGSF/SG), Lehrender Systemischer Coach (SG), Lehrender für Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie (DGSF)

Heinrich Dreesen, Dipl.-Psych.
Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut,
Systemischer Familientherapeut, Ritualberater, Verhaltenstherapeut, VT-Supervisor, Systemischer Lehrtherapeut (DGSF/SG), Lehrender Systemischer Supervisor (DGSF/SG), Lehrender Systemischer Coach (SG), Lehrender für Systemische Kinder- und Jugendlichentherapie (DGSF)

Matthias Freitag, Dipl.-Psych.
Systemischer Lehrtherapeut (SG), Systemischer Supervisor (SG), Fachpsychologe für Klinische Psychologie/Psychotherapie (BDP), Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (SG), Systemischer Dozent (DGsP), Vorstand DGsP

Teilnahmegebühren

Die Teilnahmegebühren betragen für die Weiterbildung insgesamt NEU 3.400,00 EUR(zzgl. Kosten für die evtl. Beantragung eines Zertifikats beim Dachverband). Diese Kosten können in Raten (Dauerauftrag) gezahlt werden.

Förderung

Einen Zuschuss zu den Gesamtkosten können sächsische Teilnehmer bei der Sächsischen Aufbaubank beantragen. Die Konditionen des Sächsischen Weiterbildungsschecks stehen unter www.sab.sachsen.de .
 
Wird eine Förderung von Ihnen in Anspruch genommen, informieren Sie uns bitte vorab darüber! Melden Sie sich bei uns, bevor Sie die Förderung beantragen, damit Ihnen der Teilnahmeplatz reserviert wird. Nutzen Sie dafür das Anmeldeformular (siehe unten) und vermerken Sie darauf handschriftlich „unverbindliche Anmeldung“!
 

Veranstaltungsorte

Die Veranstaltungsorte für diese Weiterbildung liegen im Land Sachsen, vorzugsweise im Landkreis Görlitz. Einzelne Veranstaltungen können auch in Mittelsachsen stattfinden.

Anmeldung

Für Ihre Anmeldung müssen Sie eine vorangegangene, systemische Beraterausbildung mit SG-, DGSF- oder DGsP-Abschluss oder eine vergleichbare, systemische Weiterbildung an einem anderen systemischen Institut absolviert haben.

Bewerbungen (tabellarischer Lebenslauf, Kopien vom Hochschulabschluss und von der Vorausbildung als Systemischer Berater etc., ggf. Nachweise von beraterischen/ therapeutischen Zusatzqualifikationen) richten Sie bitte zusammen mit dem Anmeldebogen und ausschließlich in elektronischer Form (eingescannt) an die Hochschule Zittau/Görlitz: weiterbildung@hszg.de .

Zertifizierung

Nach dem Abschluss des Fortgeschrittenenkurses und den dazu erbrachten Leistungen wird das Hochschul- und NIK-Zertifikat „Systemisch-lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Familientherapie und Beratung“ verliehen.

Bei entsprechenden Voraussetzungen, die auf den jeweiligen Webseiten eingesehen werden können, besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung durch die Systemische Gesellschaft (SG), www.systemische-gesellschaft.de, die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF e.V.), www.dgsf.org,  und die Deutsche Gesellschaft für systemische Pädagogik (DGsP e.V.), www.dgsp.org. Die anfallenden Zusatzkosten entrichten die TeilnehmerInnen bei Antragsstellung direkt bei den entsprechenden Verbänden. 

Anmeldeschluss

30.03.2015. Wir empfehlen eine rechtzeitige Anmeldung (begrenzte Platzzahl).

 

undefinedKursausschreibung für die Beantragung von Förderungen

 

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Organisatorisches & Kontakt:

Hochschule Zittau/Görlitz
Zentrum für Wissens- und Technologietransfer
Theodor-Körner-Allee 16
02763 Zittau

Tel: 03583/612 4356
Fax: 03583/612 54356
E-Mail: weiterbildung@hszg.de

Verantwortlicher Mitarbeiter für Weiterbildung: Robert Viertel

Letzte Änderung:27. Januar 2017

Kursmanagement

Robert Viertel

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Haus G II / Raum 253

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