Baukastensystem Nachhaltiger Campus

24.04.2017

Das Baukastensystem Nachhaltiger Campus

In dem Projekt „Baukastensystem Nachhaltiger Campus“ entwickelte die Hochschule Zittau/Görlitz in Zusammenarbeit der TU Dresden ein Schema, um individuell ein Nachhaltigkeitsmanagement an Einrichtungen höherer Bildung (EHB) zu implementieren (Ausgangssituation Projekt BNC I). In den Handlungsfeldern Partizipation, Hochschulmanagement, Bildung & Transfer, Liegenschaften & Betrieb sowie Externe Kooperationen & Partnerschaften wird auf aktive Weise die Nachhaltigkeitsleistung der Einrichtung abgebildet und eine fortlaufende Verbesserung angestrebt. Die Basis bilden standardisierte Systeme, wie EMAS und DIN EN ISO 14001, die global bzw. europaweit verbreitet und akzeptiert werden, jedoch auf die Spezifika von Einrichtungen höherer Bildung nur unzureichend übertragen werden können. Ziel ist es somit eine allgemeingültige Hochschullösung für den Betrieb eines Nachhaltigkeitsmanagementsystems zu generieren, indem die Mitglieder der Einrichtung aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsleistung mitwirken.

 

Ausgehend dieser Zielstellung entstand folgendes Konzept (Stand 24.04.2017):

 

Die (Schnittstellen-) Bausteine werden in vorgegebenen Bereichen definiert und beschrieben. So werden beispielsweise im Baustein „Lehre“ Aussagen zu Führungs- und Verpflichtungsfragen, dem hochschulinternen Leitbild hinsichtlich der Lehre, der Verantwortung, rechtl. Vorgaben usw. getroffen. Mittels bausteinspezifischen Kennzahlen bildet die Einrichtung die jeweilige IST-Situation ab und legt individuelle Ziele und Maßnahmen fest. Angewendet auf relevante (Schnittstellen-) Bausteine, ermittelt in der Kontext- und Wesentlichkeitsanalyse, bildet sich so ein Nachhaltigkeitsmanagement ab, deren Leistung stetig ausgebaut wird. Studierende, Beschäftigte und Externe werden an dieser Weiterentwicklung beteiligt, indem Aktionen und Maßnahmen geplant und durchgeführt werden.

Aufgrund der detaillierten Ausführung der Bausteine wird eine transparente Berichterstattung gewährleistet. Im Nachgang der Bausteinbearbeitung werden die Inhalte überprüft und Verbesserungsmaßnahmen formuliert, wobei Vorschläge aller Mitglieder direkt mit einfließen. Dies gewährt eine aktive Mitbestimmung und Gestaltung der einzelnen Themen.

Das Nachhaltigkeitsmanagement wird mittels eines Peer-to-Peer-Reviewprozess selbst überprüft. So überprüfen Einrichtungen, die das BNC anwenden, andere Einrichtungen die das BNC anwenden und umgekehrt. Dieser Ansatz fördert einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch, ermöglicht eine schnellere Problembehebung und stärkt den Ausbau von Best-Practise-Verfahren.

 

Die Hochschule Zittau/Görlitz testet das Konzept BNC schon jetzt für umweltmanagementspezifische Bausteine, im Rahmen ihres Mach-Mit-Umweltmanagementsystems.

 


Projektteam

 

 

 

 

 

 

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Letzte Änderung:  7. Juni 2017

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