Systemakkreditierung - FAQs

Wofür steht "Systemakkreditierung"?

Die Systemakkreditierung beinhaltet die Prüfung und Begutachtung des Qualitätsmanagementsystems einer Hochschule im Bereich Studium und Lehre durch eine unabhängige Instanz (Akkreditierungsagentur) in Form einer Akkreditierung. Im Fokus stehen dabei die Strukturen und Prozesse in den zentralen und dezentralen Grundeinheiten, die die Hochschule eingerichtet hat und betreibt, um ihre selbst gesteckten Qualitätsziele in Studium/Lehre zu erreichen und ihren Studierenden eine hohe Studienqualität zu gewährleisten.

Die Systemakkreditierung ersetzt die einzelnen (externen) Programmakkreditierungen (Akkreditierung der Studiengänge durch Agenturen). Das Recht zur Qualitätsbewertung der eigenen Studiengänge (Akkreditierung/Zertifizierung) liegt dann bei der Hochschule selbst.

Welche formalen Anforderungen gelten für die Systemakkreditierung? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Für die Systemakkreditierung gelten sieben Kriterien, die in Teil II der „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung“ (Drs. AR 20/2013) des Akkreditierungsrates formuliert sind. Dazu gehören demnach das Ausbildungsprofil und Qualifikationsziele der Hochschule bzw. Studiengänge, das hochschulinterne Steuerungssystem in Studium und Lehre, die Verfahren und Instrumente der hochschulinternen Qualitätssicherung, das Berichtswesen usw.

Voraussetzung für die Beantragung der Systemakkreditierung ist ein wirksames Qualitätsmanagementsystem, dass den o.g. Kriterien gerecht wird. Dies hat die Hochschule im Rahmen der Systemakkreditierung zu belegen durch (Pilot)Anwendungen der etablierten, hochschulspezifischen Instrumente und Verfahren zur Qualitätssicherung/-entwicklung. Die Auswahl und Ausgestaltung der erforderlichen Instrumente/Verfahren obliegt der Hochschule.

Wer führt das Verfahren der Systemakkreditierung durch?

Die Systemakkreditierung erfolgt durch unabhängige, privatwirtschaftlich organisierte Akkreditierungsagenturen. Mit der Systemakkreditierung sind im Prinzip dieselben Agenturen betraut, die auch die Akkreditierung der Studiengänge (Programmakkreditierungen) durchführen. Zurzeit sind in Deutschland neun Akkreditierungsagenturen vom deutschen Akkreditierungsrat zur Systemakkreditierung zugelassen und dürfen das offizielle Gütesiegel des Akkreditierungsrates vergeben.

Wie läuft das Verfahren der Systemakkreditierung aus Sicht der Hochschule ab?

Das Systemakkreditierungsverfahren selbst kann sich über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren erstrecken und läuft im Wesentlichen wie folgt ab: Im ersten Schritt stellt die Hochschule einen Antrag auf Eröffnung/Zulassung des Verfahrens bei der ausgewählten Agentur. Nach erteilter Zulassung hat die Hochschule eine Selbstdokumentation zu erstellen und bei der Agentur einzureichen (Schritt 2). Im nächsten Schritt finden in der Regel zwei Vor-Ort-Begehungen durch unabhängige Gutachtergruppe(n) an der Hochschule statt. In deren Fokus steht die Begutachtung des Systems der Hochschule insgesamt und bezogen auf bestimmte Merkmale und ausgewählte/n Studiengang/-gänge im Speziellen. Die Ergebnisse der Dokumentenprüfung und der Vor-Ort-Begehungen werden dokumentiert und münden in den Akkreditierungsbericht, der dem Akkreditierungsrat zur Entscheidung über die Akkreditierung vorgelegt wird. Der Akkreditierungsrat spricht die Systemakkreditierung aus; sie gilt bei erstmaliger Durchführung für sechs Jahre. Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens erhält die Hochschule per Urkunde das offizielle Siegel des deutschen Akkreditierungsrates ausgehändigt.

Worin unterscheidet sich die Systemakkreditierung von der seit 2005 an der Hochschule Zittau/Görlitz praktizierten Programmakkreditierung?

Bei der Programmakkreditierung wird der einzelne Studiengang oder ein Cluster sich fachlich nahestehender Studiengänge daraufhin überprüft, ob sie vorgegebene Mindeststandards erfüllen. Bei der Systemakkreditierung wird dagegen das hochschulspezifisch ausgestaltete, „interne Qualitätssicherungssystem im Bereich von Studium und Lehre“ (Akkreditierungsrat) der Hochschule der externen Begutachtung unterzogen. Während bei der Programmakkreditierung die Agentur die Studiengänge prüft, ist bei der Systemakkreditierung die Hochschule selbst verantwortlich für die Sicherung der Qualität der Studiengänge; die diesbezügliche Eignung des etablierten Qualitätssicherungssystems bestätigt ihr – auch hier – eine Agentur. Weitere Unterschiede können der Gegenüberstellung entnommen werden.

Welchen Stellenwert hat die Systemakkreditierung im deutschen Hochschulwesen?

Aktuell (Stand Mai 2018) sind 66 der etwa 420 staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland systemakkreditiert - Tendenz steigend. Eine Reihe weiterer – auch sächsischer – Hochschulen bereitet sich wie die Hochschule Zittau/Görlitz auf die Systemakkreditierung vor. Nähere Informationen zu den bereits akkreditierten Hochschulen sind über die Datenbank des Akkreditierungsrates verfügbar.

Wer ist an der Hochschule Zittau/Görlitz der Ansprechpartner für die Systemakkreditierung?

Die Leitung für das Vorhaben der Systemakkreditierung liegt innerhalb des Rektorats bei der Prorektorin Bildung und Internationales; die operative Umsetzung erfolgt durch die Stabsstelle Qualitätsmanagement.

Kontakt

Für Fragen erreichen Sie das QM-Team unter:

undefinedqm@hszg.de

Tel.: 03583 / 612-3033

 

Flyer

Systemakkreditierung - Studiengangsreview

Flyer zum Download

Anmelden
Direktlinks & Suche