Werkstattangebote Freitag 21.10.2016


 

 

"Die 9. Die ist mehr. Mehr. Wie heißt noch mal. Mehr Zahl. Wie soll ich jetzt erklären?" Inklusiver Mathematikunterricht als kommunikationsfördernder und sprachsensibler Fachunterricht - Empirische Befunde und konzeptionelle Überlegungen

Werkstattangebot 1: Prof. Dr. Birgit Werner, Pädagogische Hochschule Heidelberg

Der Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Forschungsbefunde zum Zusammenhang zwischen Sprache und Mathematik, vorrangig aus den Förderschwerpunkten Lernen und Sprache. Sprache wird in seiner Doppelfunktion als (Unterrichts-) Medium (Bildungs- und Unterrichtssprache) und als Lerngegenstand (Fachsprache) analysiert. Dies begründet einen kommunikationsfördernden und sprachsensiblen Unterricht, um Sprache als geeignete Ressource für den Erwerb mathematischer Kompetenzen zu nutzen. Anhand konkreter Unterrichtssituationen und Materialien werden gemeinsam didaktisch-methodische Überlegungen entwickelt, die die Teilhabe aller Schüler am Unterricht sichern.

 

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Schulerfolg heißt Wohlergehen - Resilienz, Inklusion und die Freude am Lehren

Werkstattangebot 2: Dr. Barbara Schratz, School of Education, Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Zentrum für Lernende Schulen, Universität Innsbruck

 

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Erfahrungen und Gelingensbedingungen inklusiver Unterrichts- und Schulentwicklung aus dem Schulversuch ERINA

Werkstattangebot 3: Ina Benndorf, Projekt Schulversuch ERINA, LSJ Sachsen e.V.

Seit 2012 werden Ansätze zur inklusiven Beschulung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Modellregionen in Sachsen im Rahmen des Schulversuches ERINA erprobt. Im Workshop werden verschiedene Modelle der Umsetzung des gemeinsamen Unterrichts an den beteiligten acht Grundschulen und sechs Oberschulen vorgestellt sowie Rahmen- und Gelingensbedingungen thematisiert. Im Fokus steht dabei der lernzieldifferente Unterricht für Schüler mit den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung. Anhand von Praxisbeispielen werden Anforderungen an die Unterrichtsplanung sowie Lehr- und Lernmethoden und Arbeitsmaterialien beleuchtet. Weiterhin werden Erfahrungen zu den Themen Zusammenarbeit mit Eltern, Gestaltung von Übergängen, Lehrerfortbildung und inklusive Schulentwicklung dargestellt. 

 

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Differenzierung im Unterricht mit Einfacher Sprache und mit Leichter Sprache

Werkstattangebot 4: Cornelia Schuricht, LSJ Sachsen e.V., Kompetenzzentrum Leichte Sprache

Inklusive Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderbedarfen Lernen und geistige Entwicklung ist eine große Herausforderung für die Lehrerinnen und Lehrer an den Grund- und Oberschulen in Sachsen. Neben der sozialen Integration dieser Schülerinnen und Schüler ist vor allem die Entwicklung eines Unterrichts, der alle Schüler einbezieht, unabhängig von ihrer individuellen kognitiven und sprachlichen Entwicklung, eine große Herausforderung. Neben unterschiedlichen methodischen Ansätzen ist die Bereitstellung von Texten und Aufgaben in Einfacher Sprache und in Leichter Sprache ein grundlegendes Mittel, um Lernzieldifferenz im Unterricht umzusetzen. Einfache Sprache und Leichte Sprache sind regulierte Varietäten der deutschen Sprache und unterliegen damit einem beschriebenen Regelsystem. Die Einhaltung dieser Regeln bei der Erstellung von Texten macht es auch Menschen mit Kommunikationsbehinderungen möglich, die Texte zu erfassen und zu verstehen. Im Workshop werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Texte und Aufgaben mit einem unterschiedlichen Grad der sprachlichen Vereinfachung zur Umsetzung von Lernzieldifferenz erstellt und eingesetzt werden können.

 

 

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Förderplanung und Entwicklungsberichte, Förderpläne entwickeln und umsetzen

Werkstattangebot 5: Dr. Andreas Methner, Förderzentrum Leipzig

Für Praktiker, d.h. Lehrkräfte, Erzieher, Sozialarbeiter, bietet die Etikettierung von Kindern und Jugendlichen eine Erklärung für das Misslingen von Bildungs- und Erziehungsprozessen. Doch können aus (psychischen) Diagnosen selbst keine pädagogische Handlungsalternativen erschlossen werden und die herausfordernde Lehr- und Lernsituation bleibt ungeachtet der Etikettierung bestehen. Eine Möglichkeit, dieser Herausforderung erfolgreich zu begegnen, wird im Rahmen der Veranstaltung thematisiert. Mit der Kooperativen Erstellung und Fortschreibung von Förderplänen (KEFF) wurde eine mittlerweile evaluierte Methode entwickelt, welche in Kooperation und den Mitteln der Beratung den Förderprozess, auch ohne Kenntnis der psychischen Diagnosen, auf mehrere Schultern verteilt, doppelte Zuständigkeiten minimiert und detailliert plant.

 

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Diagnostizieren im Dialog - Hinderniserfahrungen und Veränderungswünsche als Ausgangspunkt für erfolgreiche Lernprozesse

Werkstattangebot 6: Christian Jansen, Lehrer für die Fächer Englisch und Praktische Philosophie, Autor verschiedener Publikationen zum Thema Diagnostik

Ziel dieses Workshops ist es, den Teilnehmer/innen ein Modell schulischer Diagnostik näher zu bringen, das maßgeblich auf dem systematisch geleiteten Dialog zwischen Schüler/innen und Lehrkräften basiert. Ausgangspunkt für den diagnostischen Dialog stellen dabei Hindernisse dar, auf die Lernende und Lehrende in ihren Lehr-Lernprozessen stoßen, sowie damit verbundene Veränderungswünsche. Daraus lassen sich Ziele und Bedarfe für die Veränderung bzw. Entwicklung des Unterrichts gewinnen – und hier zeigt sich das eigentliche Ziel schulischer Diagnostik: die stetige Weiterentwicklung des Unterrichts, um erfolgreiches Lernen für alle möglich zu machen. Beobachtungsbögen, Befragungen oder Tests in offener oder standardisierter Form folgen keinem diagnostischem Selbstzweck, sondern dienen als Instrumente, um Entwicklungsprozesse datenbasiert zu überprüfen. Diagnostische Prozesse können sich dabei auf einzelne oder mehrere Schüler/innen bzw. ganze Lerngruppen oder Jahrgangsstufen erstrecken – der Anlass bestimmt Größe, Dauer und Reichweite.

 

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Berufliche Übergänge im internationalen Kontext - Übertrag auf Deutschland. Eine Diskussion.

Werkstattangebot 7: Dr. phil. Sven Basendowski, Universität Hamburg

Schlussfolgerungen aus den Vergleichen zwischen Deutschland, der EU und den USA werden in diesem Workshop zur Diskussion gestellt.

 

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Inklusiv! Erfahrungen und Impulse zum Unterricht mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen am Beispiel Stottern

Werkstattangebot 8: Josephine Wolters, Förderschullehrerin im GU an drei Grundschulen und einem Gymnasium in Magdeburg

„Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ (Wilhelm von Humboldt)

Doch was passiert, wenn der Schlüssel verloren geht, er nicht passt oder einen Riss bekommt? Wie geht man dann damit um? Verbirgt sich dann die Welt vor einem? Oder man sich vor der Welt? Nach einem kurzen Input über verschiedene Sprachebenen, soll es vorrangig um die Bedeutung und das Leben und Lernen in der Schule mit einer Sprachbeeinträchtigung gehen. Ganz unverblümt dürfen all die Fragen gestellt werden, die man sich vielleicht sonst so nicht trauen würde zu fragen. Eine Expertin in eigener Sache trifft man nicht alle Tage.

 

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Letzte Änderung:19. April 2017

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