Workshops Freitag 21.10.16

Workshops Freitag 21.10.16

 

Förderschwerpunkt Lernen - Förderung von Schülern mit Lernbeeinträchtigung auf der Grundlage ihrer individuellen Potenziale

Workshop 1: Dr. Peter Jogschies, Universität Leipzig

Der pädagogische Anspruch für schulisches Lernen besteht darin, dass es für Schülerinnen und Schüler erfolgreich ist. Unterrichtliche Aktivitäten, in denen die Schüler Erfolg haben, sind Basis für positive Emotionen und Zuversicht um die nächsten Lernaktivitäten anzugehen. Deshalb müssen Wege erschlossen werden, sie in das Schulleben einzubringen. Gleichzeitig sollen unterrichtliche Anforderungen in allen Fächern für die Schüler so gestellt sein, dass sie die Schüler in ihrer Bearbeitung in die „Zone der nächsten Entwicklung“ führen. Verbunden ist für sie damit die Möglichkeit, eigene Stärken und Interessen kennen zu lernen und sich langfristig in der Welt der Berufe zu orientieren. Lehrerinnen und Lehrer müssen die Potenziale ihrer Schüler kennen. Das ist zunächst eine diagnostische Frage: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Schüler mit Lernbeeinträchtigungen ihre Stärken nicht in Bereichen haben, die durch Schulleistungen abgebildet werden. In Gesprächen und mittels Beobachtungen lassen sich Kompetenzen in sozialen, musischen, sportlichen oder handwerklichen Bereichen erschließen. Freude an den Aktivitäten und das Aufgabenwahlverhalten sind zuverlässige Indikatoren, um individuelle Stärken zu erkennen. Stärken eines Schülers werden pädagogisch produktiv, wenn der Schüler Gelegenheit hat, sie in das Leben der Klasse einzubringen und sie durch Lehrer und Mitschüler anerkannt werden.

 

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Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung - Förderung von Kindern mit Auffälligkeiten in der sozialen und emotionalen Entwicklung in schulischen Situationen

Workshop 2: Prof. Dr. Kerstin Popp, Universität Leipzig

Im Workshop erhalten die Teilnehmer Informationen über die aktuelle Entwicklung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung: neben den aktuellen Zahlen geht es dabei vor allem um die veränderte Schullandschaft im Zuge von Integration und Inklusion und die noch zu erwartenden Veränderungen bei der Umsetzung des neuen Schulgesetzes. Wie realisieren andere Bundesländer die Herausforderung der Inklusion? Was hat sich in den letzten Jahren in der Population geändert? Daraus leitet sich ab zu reflektieren, welche neuen Förderansätze und Fördermöglichkeiten können genutzt werden.

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Förderschwerpunkt Sprache - Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sprachlichen Auffälligkeiten im Gemeinsamen Unterricht

Workshop 3 Dr. Agnes Groba & Henrike Petzold, Universität Leipzig

Innerhalb des Workshops werden einleitend verschiedene Ausprägungen von Sprachentwicklungsstörungen im Bereich des Wortschatzes, der Grammatik, der Aussprache und der Pragmatik vorgestellt. Anhand von Fallbeispielen aus Förderplänen lernen die TeilnehmerInnen mögliche sprachförderliche Maßnahmen zur Prävention und Intervention für die verschiedenen Störungsschwerpunkte kennen. Diese können im Rahmen des Gemeinsamen Unterrichtes im Einzel-Setting, in der Kleingruppe oder im Klassenkontext realisiert werden. Unter besonderer Berücksichtigung der Kooperation zwischen RegelschullehrerInnen und SprachheillehrerInnen wird diskutiert, in welcher Form die sprachförderlichen Maßnahmen in den Regelunterricht eingebunden werden können.

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Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung - Förderung der motorischen Entwicklung

Workshop 4: Dorothea Heinze, Universität Leipzig

In diesem Workshop geht es um die heterogenen Unterstützungsbedarfe der Zielgruppe zur Sicherung der Teilhabe am Unterricht. Dafür wird in einem Impulsvortrag zunächst auf den Zusammenhang von Motodiagnostik und Nachteilsausgleich eingegangen. Im Anschluss werden am Beispiel der Infantilen Cerebralparese (als häufigste Form der körperlichen Behinderung) unterschiedlichen Schweregraden der körperlich-motorischen Beeinträchtigungen unterschiedliche Maßnahmen des Nachteilsausgleichs zugeordnet. Im Rahmen einer Videoanalyse erfolgt eine Anwendung und Vertiefung der Inhalte. Es wird dann ein sonderpädagogischer Beobachtungs- und Befragungsleitfaden zur Festlegung von Unterstützungsbedarfen vorgestellt und eine Diskussion über Umsetzungsmöglichkeiten und -grenzen der Förderbedarfe im schulischen Alltag durchgeführt.

 

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Förderschwerpunkt geistige Entwicklung - Planen und Gestalten von Lehr- und Lernsituationen, sowie Erstellen individueller Entwicklungsprofile von Schülern mit einer geistigen oder Schwerstmehrfachbehinderung

Workshop 5: Damaris Klein, Universität Leipzig

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Förderschwerpunkt Sehen - Förderung der visuellen Wahrnehmung und von Schülern mit Beeinträchtigung des Sehens

Workshop 6: Dr. Marie-Luise Schütt, Universität Hamburg

Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigung des Sehens stellen die kleinste Gruppierung aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf dar (ca. 1 % aller SuS mit sonderpädagogischem Förderbedarf). Hieraus ergibt sich die Problematik, dass die spezifischen Erfordernisse dieser Zielgruppe – gerade auch im gemeinsamen Unterricht – oftmals unzureichend berücksichtigt werden. Anknüpfend an das Spezifische Curriculum für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen sollen wesentliche Bedarfe sowie daraus resultierende Konsequenzen für die Gestaltung von Lehr- und Lernsettings in der inklusiven Schule aufgezeigt werden. Diesbezüglich wird auch veranschaulicht, inwieweit gute Lehr- und Lernbedingungen für SuS mit Beeinträchtigung des Sehens zur Optimierung der schulischen Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler beitragen können (z. B. Barrierefreiheit, Universelles Design des Lehr- und Lernraums).

 

 

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Förderschwerpunkt Hören - Schüler mit Hörschädigung im inklusiven Unterricht - Auswirkungen und Wege der Kompensation, organisatorische Rahmenbedingungen und didaktische Maßnahmen

Workshop 7: Prof. Dr. Annette Leonhardt, Ludwig-Maximilians-Universität München

Es werden die verschiedenen Arten und Grade von Hörschäden vorgestellt und die jeweiligen Auswirkungen (insbesondere auf Hören, Sprechen und Sprache sowie auf die Persönlichkeitsentwicklung) dargestellt. Neben schwerhörigen und gehörlosen (also peripher hörgeschädigten) Schülern, die mit Hörgeräten und/oder Cochlea Implantat (CI) versorgt sind, wird auch auf Schüler mit zentralen auditiven Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen eingegangen. Ausgewählte Ergebnisse aus dem 1999 an der Universität München initiierten, inzwischen aus 20 Forschungsmodulen bestehenden Forschungsprogramm zur „Integration/Inklusion Hörgeschädigter in Allgemeinen Einrichtungen“ bieten die Grundlage für ein Verständnis für die Situation der hörgeschädigten Schüler. Sie sollen zum Verstehen der unterschiedlichen Perspektiven (die der Schüler, der Lehrer und der Eltern) beitragen. Abschließend werden schul- und unterrichtsorganisatorische sowie didaktisch-methodische Maßnahmen und praktische Tipps vermittelt und gemeinsam diskutiert.

 

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Letzte Änderung:13. Dezember 2016

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