Seminar 2 mit Wolfgang Endres

(Studienhaus St. Blasien, Referent in der Lehrerfortbildung, Autor zahlreicher Publikationen zur Lernmethodik und Motivationsforschung, Programmplaner und Moderator der BeltzForum-Bildungskongresse)

 

Seminar 2:

Resonanzpädagogik - Balance zwischen Empathie und Führung

Das im Titel der Tagung beschriebene Glück führt direkt auf den Weg mit einer Wechselwirkung der Schüler-Lehrer-Motivation. Lehrerinnen und Lehrer, die nicht ins Leere oder an eine Wand reden, ma­chen das Klassenzimmer zu einem Resonanzraum, wie Hartmut Rosa ihn beschreibt. Hier kommt von den Schülern etwas zurück. Schüler, die aufmerksam zuhören, bleiben nicht stumm. Daraus ergibt sich ein wechselseitiges Zuhören: Lehrer reden so zu ihren Schülern, dass diese zuhören - und sie hören ihren Schülern so zu, dass diese reden. Das sind Momente gelingender Beziehung, eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen von Unterricht.

Wie Lehrer sich vor die Klasse stellen, wie sie Schüler ansehen und ansprechen, wie sie vorbereitet scheinen, wie sie sich da vorne anstellen und wie sie offenbar Schüler beurteilen und kritisieren, als be­sondere Form der Beobach­tens, wird von Schülerinnen und Schülern genauestens beobachtet. Und diese Perspek­tive lenkt John Hattie in die Wechselwirkung: „… wenn Schüler sich selbst sehen, wie Lehrer sie beim Lernen sehen.“

Und schließlich beobachten Schüler sehr genau, wie ihre Lehrer miteinander umgehen - und sie spüren deren kollegiale Haltung und den Teamgeist im Kollegium.

„Unsere Erinnerungen sind keine fotografischen Abbildungen von etwas Vergangenem, son­dern kom­plexe Rekonstruktionen - basierend auf den Interpretationen einer vergangenen Erfah­rung, gesehen im Licht der Gegenwart. ... Sie werden immer im Hinblick auf das Jetzt ausge­löst und haben einen direkten Bezug zu unserer momentanen Lebenssituation. … Denn in dem Moment, in dem eine Erinnerung auf­tritt, existiert sie nicht mehr in der Vergangenheit, sondern wird Teil unseres gegenwärtigen Erlebens.“ (Robin Lohmann, Die sieben Geschenke der Erinnerung, Psychologie Compact 2014, Heft 36)

Deshalb ist es lohnend, bei der Frage nach gutem Unterricht aus Schülersicht, in die eigene Schul­zeit zurückzuschauen und sich zu erinnern an gute Lehrer, die man selbst hatte.

Das Ergebnisprotokoll des Seminars kann hier heruntergeladen werden.

Letzte Änderung:19. Februar 2018

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