Genehmigungen und Urheberrecht (Foto, Video und Ton)

Genehmigungen und Urheberrecht (Foto, Video und Ton)

Dreh- & Fotogenehmigungen

Sie planen Film-, Foto- und Fotoaufnahmen auf dem Gelände und/oder in den Gebäuden der HSZG? Dies ist nach Genehmigung der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit möglich. Bitte beachten Sie dabei, dass der normale Lehrbetrieb durch die Dreh- und Aufnahmearbeiten nicht beeinträchtigt werden darf.

 

Praktische Tipps zum Urheberrecht

Was ist zu beachten zum Recht am Bild?

Sie wollen im Namen der HSZG einzelne Personen oder Gruppen abbilden? Dann holen Sie unbedingt vorher unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte die schriftliche Einwilligung der Abgebildeten ein. 

In der Einwilligung sollte Folgendes schriftlich geklärt werden: 

  • Art des Bildmaterials/der Medien 
  • Dauer der Nutzung 
  • Art der Nutzung und Verwendung
  • mögliches Entgelt
  • Erlaubnis zur Namensnennung  der abgebildeten Person

Eine Einwilligung der Angehörigen zur Nutzung der Bilder muss bis zu zehn Jahre nach dem Tod der Abgebildeten eingeholt werden. 

 

Worauf ist beim Fotografieren zu achten?

Bei Fotoarbeiten auf Veranstaltungen ist im Vorfeld der Veranstalter zu informieren. Ggf. benötigen Sie zusätzlich persönliche Einwilligungen. 

Bei Abbildungen von Minderjährigen sollten Sie die Zustimmung der Eltern einholen.

Bevor Sie im Namen der Hochschule Bildmaterial nutzen, vervielfältigen oder veröffentlichen, holen Sie sich die Nutzungsrechte der Bilder, unter Beachtung des Urheberrechtes des Fotografen bzw. der Fotografin, ein.

Als NutzerIn sollten Sie Folgendes beachten

In der Einwilligung sollte Folgendes schriftlich geklärt werden:

  • Dauer der Nutzung
  • Art der Nutzung und Verwendung
  • Recht zur Bildnachbearbeitung, z.B. Anpassung der Farbe wie Schwarz-Weiß
  • mögliches Entgelt oder freie Nutzung
  • Urhebernennungsrecht (Name, Vorname usw.)

 

--> Ohne Einwilligung dürfen Sie die Bilder erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers nutzen.

 

Sie haben die Nutzungsrechte eingeholt? Dann dürfen Sie das Bildmaterial 50 Jahre lang nutzen, falls nicht anders vereinbart.


Urheberrecht

Das Urheberrecht schützt Fotoaufnahmen ohne Zweck- oder Personenbindung. Künstlerische Aufnahmen und gängige Fotografien fallen beide unter diesen rechtlichen Schutz. 

Wer ist Urheber?

Der ausführende Fotograf bzw. Fotografin ist UrheberIn, nicht der Auftraggeber bzw. die Auftraggeberin. 

Was für Rechte hat der/die UrheberIn?

Der/die UrheberIn kann bestimmen, wie sein/ihr Werk genutzt, veröffentlicht, vervielfältigt sowie verbreitet wird. Bestimmte Formen der Verwendung können untersagt werden. Als UrheberIn können Sie Auskunft über die Nutzung Ihres Werkes verlangen. Bei Rechtsverletzungen kann der/die UrheberIn rechtlich dagegen vorgehen und ggf. Schadenersatz einfordern. 

Kann man als UrheberIn seine Rechte übertragen?

Dies ist möglich, wenn Sie das Recht zur Verwendung auf Dritte übertragen. Hierbei sollten die konkreten Nutzungsrechte und -pflichten schriftlich genau geregelt sein. Mehr dazu oben unter praktische Tipps.

Wen und was kann ich als FotografIn abbilden?

Ohne Einwilligung dürfen Gegenstände und Gebäude im öffentlichen Raum aufgenommen werden. Bei Personen und Gruppen setzt die Aufnahme deren Einverständnis voraus. Mehr dazu unter Persönlichkeitsrechte.

Wie lange gilt das Urheberrecht?

Eine gemeinfreie Nutzung von Bildern ist 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers möglich, was bedeutet, dass,jede Person das Bild dann ohne Genehmigung, Auflagen oder Gebühren zu jedem beliebigen Zweck verwenden darf. Das Urheberrecht ist nicht vererbbar. 

Persönlichkeitsrecht

Das Kunst- und Urheberrechtsgesetz regelt das Recht am eigenen Bild. Jeder Mensch besitzt dieses Recht. Aufnahmen von anderen Personen sind ohne deren Einwilligung untersagt. Eine zu unrecht abgebildete Person kann eine Entschädigung fordern, über deren Höhe das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) Auskunft gibt. 

Wann greift das Recht am eigenen Bild? 

Die Person muss auf dem Bild erkennbar sein, damit sie das Persönlichkeitsrecht geltend machen kann. Eine grafische Bearbeitung des Bildes wie z.B. ein schwarzer Balken über dem Gesicht sind nicht ausreichend, um die Person unkenntlich zu machen. Merkmale wie Kleidung, körperliche Besonderheiten, Schmuckstücke oder Ähnliches dienen auch der Wiedererkennbarkeit. Hierfür reicht ein einziges Merkmal aus. 

Kann eine abgebildete Person ihr Persönlichkeitsrecht übertragen?

Das ist möglich, wenn die abgebildete Person dafür entlohnt wird, dass sie auf dem Foto abgebildet ist. Eine zusätzliche Voraussetzung ist, dass das Bild so verwendet wird, wie es im Vorfeld vereinbart wurde. Die abgebildete Person hat die Möglichkeit einen schriftlichen Nutzungsvertrag aufzusetzen, in dem Art und Dauer des Nutzungsrechtes hervorgehen. Bis zu zehn Jahre nach dem Tod der abgebildeten Person ist die Erlaubnis der Angehörigen zur Verwendung der Abbildung nötig.

Welche Dinge sind bei öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen als FotografIn zu beachten? 

Ohne Einwilligung dürfen Sie Personen abbilden, die an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen, wenn einzelne Personen nicht im Vordergrund zu sehen sind oder im Einzelnen vergrößert abgebildet werden. Bei Gruppenbildern sollten die Abgebildeten eine Nutzungseinwilligung unterzeichnen. Wenn es sich um Vorlesungen, Feste oder unternehmensgebundene Veranstaltungen handelt, sollte im Vorfeld das Einverständnis der Teilnehmenden und VeranstalterInnen eingeholt werden. Ergeben sich die Bilder spontan, ist die Einwilligung der abgebildeten Personen nachträglich einzuholen. 

Wann ist keine Einwilligung nötig?

Personen als Beiwerk, Kunstobjekte oder Personen der Zeitgeschichte.

Ist auf Ihren Bildern die abgebildete Person lediglich Nebenzweck, während ein Objekt im öffentlichen Raum wie ein Gebäude, eine Örtlichkeit oder eine Landschaft im Mittelpunkt steht, wird keine spezielle Einwilligung benötigt. 

Solange sich ein künstlerisches Werk einer Person im öffentlichen Raum befindet, können Sie dieses ohne Einwilligung der Person abbilden.  

 Handelt es sich um Personen der Zeitgeschichte, so dürfen Sie sie ohne Einwilligung abbilden. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass das Recht zur Abbildung nicht automatisch die Verwendung der Abbildungen für gewerbliche Zwecke einschließt.

 

 

Letzte Änderung: 4. Dezember 2017

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